Ein warmer Steckrüben-Kartoffel-Stampf mit Pilz-Zwiebel-Pfanne braucht keine lange Zutatenliste: Steckrübe bringt eine milde Süße mit, Kartoffeln geben dem Stampf seine weiche Konsistenz, und gebräunte Champignons mit Zwiebeln machen daraus ein herzhaftes Essen. Etwas Butter, Muskat und Petersilie reichen zum Abrunden.
Für einen gut abgestimmten Stampf garst du Steckrüben und Kartoffeln getrennt, prüfst beide mit der Gabel und lässt sie nach dem Abgießen kurz ausdampfen. Warme Milch kommt anschließend nur nach Bedarf dazu. Die Pilze braten portionsweise, damit sie Platz zum Bräunen haben.
Das Rezept im Überblick
Menge
4 Hauptportionen
Gesamtzeit
Etwa 45–50 Minuten bei parallelem Kochen und Braten
Arbeitszeit
Etwa 30–35 Minuten
Schwierigkeit
Einfach; die Garprobe und die Pfannengröße sind entscheidend
Zubehör
2 Töpfe, breite Pfanne mit etwa 28–30 cm Durchmesser, Sieb und Kartoffelstampfer
Grundrezept
Vegetarisch; mit pflanzlichen Alternativen auch vegan möglich
Die Zeitangabe ist ein Richtwert. Sehr feste Steckrüben, eine kleine Pfanne oder zusätzliche Bratgänge können die Zubereitung verlängern. Beginne mit dem Wurzelgemüse und nutze dessen Garzeit für die Pilz-Zwiebel-Pfanne.
Steckrüben-Kartoffel-Stampf mit Pilz-Zwiebel-Pfanne Infografik
Zutaten für vier Personen
Für den Steckrüben-Kartoffel-Stampf
600 g Steckrübe, geschält gewogen
700 g mehligkochende Kartoffeln, geschält gewogen
40 g Butter
100 ml Milch, bei Bedarf weitere 25–50 ml
Salz
schwarzer Pfeffer
wenig frisch geriebene Muskatnuss
Für die Pilz-Zwiebel-Pfanne
600 g frische Champignons, weiß oder braun
2 mittelgroße Zwiebeln, zusammen etwa 200 g
3 EL Rapsöl, auf die Bratgänge verteilt
1 kleine Knoblauchzehe, nach Geschmack
½ TL getrockneter Thymian
2 EL frisch gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer
optional etwa 1 TL Zitronensaft zum Abschmecken
Die Gemüsegewichte gelten nach dem Schälen. Kaufe daher etwas mehr als 600 Gramm Steckrübe und 700 Gramm Kartoffeln. Wie viel zusätzlich nötig ist, hängt von Schale, Anschnitt und Zustand des Gemüses ab.
Welche Zutaten machen den Unterschied?
Mehligkochende Kartoffeln für einen weichen Stampf
Mehligkochende Kartoffeln lassen sich gut zerdrücken und eignen sich besonders für Püree und Stampf. Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind als Alternative möglich; das Ergebnis bleibt meist etwas stückiger. Für dieses Rezept darf die Struktur rustikal sein.
Wenn du Kartoffeln und anderes Wurzelgemüse auf Vorrat kaufst, findest du im Ratgeber Kartoffeln und Wurzelgemüse passend lagern Hinweise zur Aufteilung geeigneter Lagerplätze.
Frische Champignons für die Pfanne
Wähle feste, einwandfreie Champignons. Eine schleimige Oberfläche oder fauliger Geruch passen nicht zu frischer Ware. Weiße und braune Champignons eignen sich gleichermaßen. Pilze aus Dose oder Glas verhalten sich beim Braten anders; das Rezept und die Zeitangaben sind auf frische Pilze abgestimmt.
Champignons musst du nicht grundsätzlich schälen. Entferne anhaftenden Schmutz mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch. Falls nötig, spüle sie kurz unter fließendem Wasser ab und tupfe sie anschließend sorgfältig trocken. Langes Einweichen ist dafür nicht erforderlich.
Steckrüben und Kartoffeln: Warum zwei Töpfe sinnvoll sind
Steckrübenstücke können noch einen festen Kern haben, während die Kartoffeln bereits weich sind. Werden beide Gemüse ohne Kontrolle zusammen gekocht, lässt sich ihre Konsistenz schwerer steuern. Getrennte Töpfe erlauben dir, jede Sorte genau dann abzugießen, wenn sie sich gut stampfen lässt.
Gemüse
Schnittgröße
Garzeit als Orientierung
Garprobe
Steckrübe
Würfel mit etwa 1–1,5 cm Kantenlänge
Etwa 20–25 Minuten ab dem Köcheln, bei Bedarf länger
Ein größeres Stück lässt sich ohne harten Kern mit der Gabel zerdrücken.
Kartoffeln
Würfel mit etwa 2–2,5 cm Kantenlänge
Etwa 15–20 Minuten ab dem Köcheln
Die Stücke sind weich und zerdrückbar.
Die kleineren Steckrübenwürfel erleichtern eine gleichmäßige Garung. Trotzdem entscheidet die Garprobe. Ein Stück, das sich nur mit Kraft zerquetschen lässt, braucht noch etwas Zeit im Topf.
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Steckrübe und Kartoffeln vorbereiten
Wasche und schäle die Steckrübe. Schneide sie in etwa 1–1,5 Zentimeter große Würfel, gib sie in einen Topf und bedecke sie knapp mit Wasser. Salze leicht, bringe das Wasser zum Kochen und lass die Würfel anschließend sanft köcheln.
Wasche und schäle danach die Kartoffeln. Schneide sie in etwa 2–2,5 Zentimeter große Stücke und setze sie in einem zweiten Topf ebenfalls mit knapp bedeckendem, leicht gesalzenem Wasser auf. So beginnt die Steckrübe bereits zu garen, während du die Kartoffeln vorbereitest.
2. Pilze, Zwiebeln und Kräuter schneiden
Putze die Champignons und schneide trockene Stielenden knapp ab. Feste, einwandfreie Stiele verwendest du mit. Schneide die Pilze je nach Größe in etwa 5–7 Millimeter dicke Scheiben oder kleine Viertel.
Schäle die Zwiebeln und schneide sie in halbe Ringe. Hacke den Knoblauch, falls du ihn verwendest. Wasche die Petersilie, schüttle sie trocken und hacke die Blätter.
3. Zwiebeln zuerst braten
Erhitze einen Esslöffel Rapsöl in der Pfanne. Brate die Zwiebeln bei mittlerer Hitze etwa 7–9 Minuten, bis sie weich sind und stellenweise goldbraune Ränder haben. Wende sie regelmäßig.
Nimm die Zwiebeln aus der Pfanne und stelle sie kurz beiseite. Sie kommen zum Schluss wieder dazu. Auf diese Weise müssen sie nicht während aller Pilz-Bratgänge in der heißen Pfanne bleiben.
4. Champignons portionsweise bräunen
Erhöhe die Hitze etwas. Verteile die verbleibenden zwei Esslöffel Öl auf die benötigten Pilz-Bratgänge. Gib für die erste Portion etwas davon in die Pfanne und verteile die Pilze möglichst in einer lockeren Lage. Bei einer ausreichend großen Pfanne beginnst du mit etwa der Hälfte. Lass sie zunächst kurz liegen, bis die Unterseiten Farbe annehmen, und wende sie dann.
Brate jede Portion ungefähr 6–8 Minuten. Tritt Wasser aus, lass es offen verdampfen. Nimm die gebratenen Pilze heraus und verfahre mit den übrigen Portionen und dem dafür vorgesehenen Öl ebenso.
Die Pfanne gibt die Portionsgröße vor: Liegen die Pilze dicht übereinander, teile sie lieber auf drei Bratgänge auf. Das dauert etwas länger. Ein Deckel ist beim gewünschten Bräunen nicht hilfreich, weil die austretende Feuchtigkeit entweichen soll.
5. Gemüse abgießen und ausdampfen lassen
Prüfe während des Bratens beide Gemüsearten. Sind die Kartoffeln bereits weich, gieße sie ab, auch wenn die Steckrübe noch einige Minuten braucht. Lass das gegarte Gemüse in den warmen Töpfen ohne Deckel kurz ausdampfen.
Gieße auch die Steckrübe gründlich ab, sobald sie weich ist. Am Topfboden soll kein Kochwasser stehen bleiben. Falls nötig, erwärme das abgegossene Gemüse unter vorsichtigem Rütteln noch kurz bei kleiner Hitze.
6. Stampfen und die Milch dosieren
Gib Steckrübe und Kartoffeln in den größeren Topf. Füge die Butter hinzu und zerdrücke alles mit dem Kartoffelstampfer. Kleine, weiche Stückchen dürfen bleiben.
Erwärme zunächst 100 Milliliter Milch und arbeite sie nach und nach ein. Prüfe die Konsistenz, bevor du weitere Flüssigkeit zugibst. Der Stampf soll weich vom Löffel fallen, auf dem Teller aber noch einen kleinen Hügel bilden.
Ist er zu fest, ergänze weitere warme Milch esslöffelweise. Schmecke mit Salz, Pfeffer und wenig Muskat ab. Verwende einen Stampfer und vermeide langes Bearbeiten mit dem Pürierstab; Kartoffeln können dadurch eine klebrige Konsistenz bekommen.
7. Pilzpfanne fertigstellen und servieren
Gib alle Pilzportionen und die Zwiebeln zurück in die Pfanne. Füge Knoblauch und Thymian hinzu und erhitze alles unter Wenden noch etwa 1–2 Minuten. Würze mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Zitronensaft.
Verteile den Stampf auf vier Teller, gib die Pilz-Zwiebel-Mischung darüber und streue die Petersilie darauf. Serviere das Gericht direkt, solange der Stampf noch warm und weich ist.
Steckrüben-Kartoffel-Stampf mit Pilz-Zwiebel-Pfanne
So findest du die passende Konsistenz
Ein guter Steckrüben-Kartoffel-Stampf braucht keine exakt abgemessene große Milchmenge. Wie viel Flüssigkeit sinnvoll ist, zeigt sich erst am gegarten, abgegossenen Gemüse. Beginne deshalb sparsam und arbeite dich an die gewünschte Konsistenz heran.
Problem
Wahrscheinlicher Grund
Was du tun kannst
Harte Stückchen im Stampf
Die Steckrübe war noch nicht weich genug.
Vor dem Zusammengeben größere Stücke prüfen und die Steckrübe gegebenenfalls separat weitergaren.
Zu flüssiger Stampf
Kochwasser ist zurückgeblieben oder zu viel Milch wurde zugegeben.
Bei niedriger Hitze vorsichtig etwas Feuchtigkeit verdampfen lassen; bei der nächsten Zubereitung gründlicher abgießen.
Zu fester Stampf
Das Gemüse braucht etwas mehr Flüssigkeit.
Warme Milch esslöffelweise einarbeiten.
Klebrige Masse
Die Kartoffeln wurden zu stark mechanisch bearbeitet.
Nicht weiter mixen; beim nächsten Mal von Hand stampfen.
Blasse, wässrige Pilze
Zu viele Pilze gleichzeitig oder noch viel Flüssigkeit in der Pfanne.
Offen weiterbraten und gegebenenfalls einen Teil herausnehmen.
Varianten: vegan, milder oder mit mehr Kräutern
Vegan: Ersetze die Butter durch eine pflanzliche Alternative und die Milch durch einen ungesüßten Pflanzendrink. Verwende auch davon zuerst nur eine kleine Menge. Die Pilzpfanne wird bereits mit Öl zubereitet.
Milder: Nimm 400 Gramm geschälte Steckrübe und 900 Gramm geschälte Kartoffeln. Die Gemüsemenge bleibt gleich, der Geschmack verschiebt sich stärker in Richtung Kartoffel. Prüfe den Flüssigkeitsbedarf nach dem Stampfen neu.
Mit frischen Kräutern: Schnittlauch passt als Alternative zur Petersilie. Gib empfindliche frische Kräuter erst zum Schluss dazu. Bei getrockneten Kräutern genügt eine kleinere Menge; beginne zurückhaltend und schmecke ab.
Für zwei Personen: Halbiere die Zutaten. Die Garzeiten bleiben ähnlich. Die kleinere Pilzmenge passt je nach Pfanne in einen Bratgang, wodurch das Braten schneller gehen kann.
Vorbereiten und Reste aufwärmen
Am frischesten wirkt das Gericht, wenn du die Pilze kurz vor dem Essen brätst. Den Stampf kannst du bei Bedarf vorbereiten. Beim Wiedererwärmen lässt er sich mit wenig Milch vorsichtig lockern; rühre regelmäßig, damit er am Topfboden nicht ansetzt.
Reste zügig in flachen, sauberen Behältern abkühlen und abgedeckt kühlen. Stampf und Pilze möglichst getrennt aufbewahren. Der Kühlschrank sollte höchstens 7 °C, besser etwa 5 °C haben. Innerhalb von 2–3 Tagen verbrauchen und beim Aufwärmen überall mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Erwärme nur die benötigte Portion.
Für ein zweites Essen kannst du korrekt gekühlten Stampf auch als Grundlage einer kleinen Ofenform nutzen, die Pilze darauf verteilen und etwas geriebenen Käse darübergeben. Erhitze die Portion vollständig; eine gebräunte Käseoberfläche allein zeigt noch nicht, ob auch die Mitte heiß genug ist.
Häufige Fragen zum Steckrüben-Kartoffel-Stampf
Kann ich Steckrüben und Kartoffeln zusammen kochen?
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Für diese Rezeptfassung werden sie getrennt gegart, damit sich beide Konsistenzen unabhängig prüfen lassen. Vor allem bei einer noch unbekannten Steckrübe ist das leichter zu steuern.
Wie weich muss die Steckrübe sein?
Ein größeres gegartes Stück sollte sich mit einer Gabel leicht zerdrücken lassen und innen keinen festen Kern mehr haben. Ein Messer, das mit etwas Kraft hineingeht, ist als alleinige Probe weniger aussagekräftig.
Kann ich den Stampf ohne Milch zubereiten?
Ja. Verwende einen ungesüßten Pflanzendrink oder etwas warme Gemüsebrühe. Brühe verändert den Geschmack und bringt zusätzlich Salz mit. In beiden Fällen die Flüssigkeit nach und nach zugeben.
Braucht die Pilzpfanne eine Sahnesauce?
Für dieses Rezept ist keine zusätzliche Sauce vorgesehen. Der weiche Stampf ergänzt die gebräunten Pilze bereits gut. Möchtest du etwas mehr Saft, löse zum Schluss den Bratensatz mit ein bis zwei Esslöffeln Wasser und verteile ihn mit den Pilzen.
Kann ich beliebige selbst gesammelte Pilze verwenden?
Die Anleitung ist auf frische Zuchtchampignons abgestimmt. Selbst gesammelte Pilze sind keine pauschal austauschbare Zutat: Sichere Bestimmung und die für die jeweilige Art erforderliche Zubereitung müssen gesondert geklärt sein.
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