Rotkohl-Apfel-Strudel mit Feta – herzhaft, knusprig und einfach selbst gemacht
Ein knuspriger Blätterteig, aromatischer Rotkohl, fruchtige Äpfel und würziger Feta: Dieser Rotkohl-Apfel-Strudel bringt frischen Wind in die herbstliche und winterliche Küche. Statt Rotkohl nur als klassische Beilage zu Braten oder Klößen zu servieren, verwandeln wir das traditionelle Wintergemüse in ein herzhaftes Ofengericht.
Das Besondere an diesem Rezept ist das Zusammenspiel der Aromen. Der leicht süßliche Rotkohl harmoniert mit der fruchtigen Säure der Äpfel, während der Feta eine angenehm salzige Note beisteuert. Die goldbraune Blätterteighülle sorgt für den knusprigen Abschluss.
Ob als vegetarisches Hauptgericht, für ein gemütliches Familienessen oder als kreative Möglichkeit, selbst geernteten Rotkohl zu verarbeiten: Der Strudel lässt sich gut vorbereiten und schmeckt besonders frisch aus dem Ofen.
Rotkohl-Apfel-Strudel: Das Rezept im Überblick
90 Minuten
4 leichte Hauptportionen
Vegetarisch
Eigenschaft
Angaben
Vorbereitung
ca. 20 Minuten
Dünsten und Abkühlen
ca. 35 Minuten
Backzeit
30–35 Minuten
Backtemperatur
200 °C Ober-/Unterhitze
Schwierigkeitsgrad
Einfach bis mittel
Saison
Besonders Herbst und Winter
Aus eigener Ernte
Rotkohl, Äpfel und Zwiebeln
Rotkohl-Apfel-Strudel Infografik
Zutaten für den Rotkohl-Apfel-Strudel mit Feta
Zutaten-Checkliste
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Tipp aus der Heimatwurzel-Küche: Besonders gut eignen sich säuerliche, aromatische Äpfel wie Boskoop, Elstar oder Braeburn. Sie bringen einen angenehmen Kontrast zum milden Rotkohl und würzigen Feta.
Rotkohl-Apfel-Strudel zubereiten: Schritt für Schritt
1. Rotkohl vorbereiten
Die äußeren Blätter des Rotkohls entfernen und den Kohl vierteln. Den festen Strunk herausschneiden und 400 g Rotkohl in möglichst feine Streifen schneiden. Das funktioniert mit einem scharfen Messer oder einem Gemüsehobel.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Je feiner der Rotkohl geschnitten wird, desto gleichmäßiger gart er und desto leichter lässt sich der fertige Strudel später portionieren.
2. Rotkohl mit Zwiebeln dünsten
Das Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.
Den geschnittenen Rotkohl dazugeben und etwa zwei Minuten unter Rühren mitdünsten. Anschließend Apfelessig, Wasser und gemahlenen Kümmel hinzufügen.
Die Pfanne abdecken und den Rotkohl ungefähr 20 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze garen. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf nur wenig zusätzliches Wasser ergänzen.
Der Rotkohl sollte weich werden, aber noch einen leichten Biss behalten.
3. Äpfel hinzufügen und die Füllung trocknen
Den Apfel entkernen, nach Wunsch schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelstücke zum Rotkohl geben und weitere fünf Minuten mitgaren.
Danach den Deckel entfernen und die Mischung unter gelegentlichem Rühren so lange offen garen, bis am Pfannenboden keine freie Flüssigkeit mehr steht.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wichtig: Die Rotkohlfüllung muss vor dem Füllen des Blätterteigs weitgehend abgekühlt sein. Heiße oder sehr feuchte Füllung macht den Teig weich und erschwert das Verschließen.
Die Mischung deshalb auf einem großen Teller oder Blech flach verteilen und etwa 10–15 Minuten abkühlen lassen.
4. Blätterteig vorbereiten
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den gekühlten Blätterteig auf seinem Backpapier ausrollen. Die Semmelbrösel auf der mittleren Fläche verteilen, dabei an den Rändern mehrere Zentimeter frei lassen.
Die Semmelbrösel nehmen einen Teil der Restfeuchtigkeit auf und helfen, den Boden knusprig zu halten.
5. Rotkohl-Apfel-Strudel füllen und verschließen
Die abgekühlte Rotkohl-Apfel-Mischung als länglichen, kompakten Streifen mittig auf den Blätterteig geben.
Den Feta mit den Fingern darüberbröseln und gleichmäßig verteilen.
Zuerst die kurzen Teigenden über die Füllung klappen. Danach die langen Seiten darüberführen und die Naht vorsichtig zusammendrücken.
Den Strudel so drehen oder platzieren, dass die Naht unten liegt.
Entscheidend für ein gutes Ergebnis: Die Füllung nicht bis an die Teigränder verteilen. Der Teig muss sich ohne starkes Ziehen schließen lassen. Bleibt Füllung übrig, kann sie separat als Gemüsebeilage verwendet werden.
6. Mit Ei bestreichen und backen
Das Ei in einer kleinen Schüssel verquirlen und den Strudel damit gleichmäßig bestreichen.
Mit einem scharfen Messer mehrere kleine Dampfschlitze in die Oberfläche schneiden. So kann während des Backens Wasserdampf entweichen.
Den Strudel auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech auf mittlerer Schiene etwa 30–35 Minuten backen, bis der Blätterteig rundherum goldbraun und sichtbar aufgegangen ist.
Sollte die Oberfläche zu schnell bräunen, gegen Ende der Backzeit locker mit Backpapier abdecken.
7. Ruhen lassen und servieren
Den fertigen Rotkohl-Apfel-Strudel aus dem Ofen nehmen und ungefähr fünf Minuten ruhen lassen.
Anschließend mit einem scharfen Sägemesser vorsichtig in vier Portionen schneiden.
Besonders gut schmeckt er warm, wenn der Blätterteig noch knusprig ist und der Feta in der Füllung leicht weich geworden ist.
So gelingt der Rotkohl-Apfel-Strudel garantiert
Drei Dinge entscheiden darüber, ob der Strudel außen knusprig und innen saftig wird.
Die richtige Füllmenge: Für eine handelsübliche Blätterteigrolle von etwa 275 g sind 400 g fein geschnittener Rotkohl, 150 g Apfel und 100 g Feta eine großzügige Füllung. Der Rotkohl verliert beim Dünsten Volumen. Dennoch sollte die fertige Mischung nur so hoch aufgeschichtet werden, dass sich der Teig ohne Spannung schließen lässt.
Die richtige Restfeuchtigkeit: Die Füllung darf saftig sein, aber nicht wässrig. Wer die Pfanne leicht schräg hält, sollte keine Flüssigkeitsansammlung mehr erkennen. Bei sehr saftigen Äpfeln kann das offene Einkochen einige Minuten länger dauern.
Die richtige Teigtemperatur: Blätterteig sollte beim Verarbeiten möglichst kühl bleiben. Ist er durch langes Arbeiten sehr weich geworden, hilft es, den fertig gefüllten Strudel vor dem Backen noch einmal etwa zehn Minuten kaltzustellen.
Welche Äpfel passen am besten zu Rotkohl und Feta?
Nicht jede Apfelsorte schmeckt im herzhaften Strudel gleich. Empfehlenswert sind Sorten, die beim Garen eine angenehme Säure behalten.
Apfelsorte
Geschmack
Eignung
Boskoop
Kräftig säuerlich
Besonders aromatisch, wird beim Garen weich
Elstar
Süß-säuerlich
Ausgewogener Geschmack
Braeburn
Fruchtig, leicht säuerlich
Behält bei kurzer Garzeit etwas Struktur
Jonagold
Mild und süßlich
Für einen weniger säuerlichen Strudel
Wer eigene Äpfel im Garten hat, kann auch verschiedene Sorten kombinieren. Wichtig ist lediglich, dass die Früchte nicht überreif oder stark mehlig sind.
Warum Rotkohl und Apfel so gut zusammenpassen
Rotkohl und Apfel gehören seit Generationen zur traditionellen Herbst- und Winterküche. Die Kombination hat nicht nur geschmackliche Vorteile.
Rotkohl besitzt eine leicht herbe, kohltypische Note. Äpfel ergänzen diese durch natürliche Fruchtsüße und Säure. Apfelessig verstärkt den frischen Geschmack und unterstützt zugleich die rötliche Färbung des Kohls.
Die im Rotkohl enthaltenen Anthocyane sind natürliche Pflanzenfarbstoffe, die abhängig vom Säuregrad ihre Farbe verändern. In saurer Umgebung erscheint Rotkohl stärker rötlich, in weniger saurer Umgebung eher violett bis bläulich.
Der Feta ergänzt diese Kombination mit Salz, Säure und einer cremigen Konsistenz. Dadurch benötigt die Füllung nur wenige zusätzliche Gewürze.
Rotkohl aus dem eigenen Garten verwenden
Wer Rotkohl selbst anbaut, kann mit diesem Rezept einen Teil seiner Herbsternte besonders abwechslungsreich verarbeiten.
Für den Strudel eignen sich sowohl frisch geerntete als auch sachgerecht gelagerte Rotkohlköpfe. Besonders wichtig ist, dass die Blätter fest, frisch und frei von fauligen Stellen sind.
Nach der Ernte können unbeschädigte Rotkohlköpfe unter geeigneten kühlen und feuchten Lagerbedingungen über längere Zeit aufbewahrt werden. Für die Verarbeitung sollte der Kohl erst unmittelbar vor der Zubereitung angeschnitten werden.
Rotkohl ist außerdem ein interessantes Gemüse für die Selbstversorgung: Er liefert unter anderem Ballaststoffe, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe. Wie viele Vitamine nach dem Garen erhalten bleiben, hängt von Temperatur, Garzeit und Verarbeitung ab.
Rotkohl-Apfel-Strudel
Welche Beilagen passen zum Rotkohl-Apfel-Strudel?
Da der Strudel bereits Gemüse, Obst, Käse und Teig enthält, braucht er keine aufwendige Beilage.
Besonders empfehlenswert sind:
Kräuterquark: Mit Schnittlauch, Petersilie und etwas Zitronensaft.
Feldsalat: Mit einem milden Apfelessig-Dressing und gerösteten Walnüssen.
Joghurt-Senf-Dip: Naturjoghurt, ein wenig mittelscharfer Senf und frische Kräuter.
Herbstlicher Blattsalat: Mit geraspelten Möhren und Kürbiskernen.
Ofenkartoffeln: Für ein besonders sättigendes Familienessen.
Für ein leichtes Abendessen genügt oft ein frischer Salat mit einem kleinen Klecks Kräuterquark.
Varianten: So lässt sich der herzhafte Strudel abwandeln
Rotkohl-Apfel-Strudel mit Walnüssen
Etwa 30 g grob gehackte Walnüsse unter die abgekühlte Füllung mischen. Sie bringen zusätzliche Röstaromen und einen angenehmen Biss.
Rotkohl-Strudel mit Ziegenkäse
Statt Feta kann milder, schnittfester Ziegenkäse verwendet werden. Die Variante schmeckt besonders gut mit etwas frischem Thymian.
Rotkohl-Strudel mit Birnen
Die Äpfel durch feste Birnen ersetzen. Dabei etwas mehr Apfelessig verwenden, damit die Füllung nicht zu süß wird.
Veganer Rotkohl-Apfel-Strudel
Veganen Blätterteig und eine geeignete pflanzliche Feta-Alternative verwenden. Zum Bestreichen eignet sich ungesüßter Pflanzendrink mit wenig Öl. Beim Blätterteig unbedingt die Zutatenliste kontrollieren.
Kann man Rotkohl-Apfel-Strudel vorbereiten?
Ja. Gerade für Familienessen oder Gäste ist der Strudel gut geeignet, weil sich die Gemüsefüllung bereits am Vortag zubereiten lässt.
Die vollständig abgekühlte Rotkohl-Apfel-Mischung in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Den Feta erst beim Füllen des Strudels hinzufügen.
Den Blätterteig möglichst erst kurz vor dem Backen belegen. So bleibt die Teighülle länger trocken und geht beim Backen besser auf.
Rotkohl-Apfel-Strudel aufbewahren
Reste nach dem Abkühlen zügig in den Kühlschrank stellen und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen.
Kann man den Strudel einfrieren?
Ja, grundsätzlich lässt sich der vollständig gebackene und abgekühlte Strudel portionsweise einfrieren. Luftdicht verpackt bleibt er bei durchgehend etwa −18 °C ungefähr zwei bis drei Monate von guter Qualität.
Nach dem Auftauen wird Blätterteig allerdings meist weniger knusprig als frisch gebacken.
Wie wärmt man den Strudel wieder auf?
Am besten im vorgeheizten Backofen bei etwa 170–180 °C, bis er vollständig durcherhitzt ist. Einzelne Portionen benötigen je nach Dicke ungefähr 10–20 Minuten.
Die Mikrowelle ist weniger geeignet, da der Blätterteig darin weich werden kann.
Häufige Fragen zum Rotkohl-Apfel-Strudel
Muss der Rotkohl vor dem Backen gekocht werden?
Ja, für dieses Rezept sollte der Rotkohl vorher gedünstet werden. Roh wäre er während der vergleichsweise kurzen Backzeit häufig noch zu fest und würde zusätzlich Feuchtigkeit an den Blätterteig abgeben.
Kann ich fertigen Rotkohl aus dem Glas verwenden?
Das ist möglich. Den Rotkohl jedoch gründlich abtropfen lassen und bei Bedarf in einer Pfanne einkochen, bis keine freie Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Da fertiger Rotkohl häufig bereits Äpfel, Zucker oder Gewürze enthält, die zusätzliche Apfelmenge entsprechend reduzieren.
Kann ich Strudelteig statt Blätterteig verwenden?
Ja, allerdings verändert sich die Zubereitung. Klassischer Strudelteig wird dünn ausgezogen und vor dem Füllen meist mit etwas Fett bestrichen. Er ergibt eine andere, dünnere und knusprigere Hülle. Die Backzeit muss entsprechend angepasst werden.
Warum wird mein Rotkohl-Strudel unten matschig?
Die häufigsten Ursachen sind eine zu feuchte oder noch warme Füllung, zu wenig Abstand zwischen Füllung und Teigrand oder eine zu kurze Backzeit. Gut eingekochte, abgekühlte Füllung und Semmelbrösel helfen dagegen.
Ist Rotkohl-Apfel-Strudel ein vegetarisches Gericht?
Ja, wenn der verwendete Feta beziehungsweise Hirtenkäse mit mikrobiellem oder pflanzlichem Lab hergestellt wurde. Bei Käse mit tierischem Lab ist er nicht für jede vegetarische Ernährungsweise geeignet. Auch die Zutatenliste des Blätterteigs sollte geprüft werden.
Kann ich den Rotkohl-Apfel-Strudel ohne Ei backen?
Ja. Das Ei dient hauptsächlich dazu, die Oberfläche glänzend und goldbraun werden zu lassen. Alternativ kann der Teig dünn mit Milch oder einer pflanzlichen Alternative bestrichen werden.
Rotkohl einmal anders genießen
Der Rotkohl-Apfel-Strudel mit Feta zeigt, wie vielseitig ein traditionelles Wintergemüse sein kann. Aus wenigen Zutaten entsteht ein aromatisches Ofengericht, das sowohl zur herbstlichen Alltagsküche als auch zu einem gemütlichen Essen mit Gästen passt.
Besonders überzeugend ist die Verbindung aus regionalem Gemüse, fruchtigen Äpfeln, würzigem Käse und knusprigem Blätterteig.
Wer Rotkohl bisher hauptsächlich als klassische Beilage kannte, findet in diesem Rezept eine unkomplizierte Möglichkeit, das Gemüse ganz neu zu entdecken.
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Ein besonders passendes Rezept ist unser Mangold-Strudel mit Kartoffeln und Feta. Während beim Rotkohl-Apfel-Strudel die süß-säuerliche Verbindung von Kohl und Apfel im Mittelpunkt steht, setzt diese Variante auf Blattgemüse und sättigende Kartoffeln.
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