Meerrettich-Senf selber machen: Einfaches Rezept mit frischem Meerrettich
Meerrettich-Senf selber machen ist einfacher, als viele vermuten. Aus Senfkörnern, frischem Meerrettich, Essig, Wasser, Salz und etwas Honig entsteht eine kräftige Würzpaste, deren Schärfe sich nach dem persönlichen Geschmack anpassen lässt.
Selbst gemachter Meerrettichsenf passt hervorragend zu Würstchen, gekochtem Rindfleisch, Schinken, geräuchertem Fisch, Eiern, Käse und Kartoffelgerichten. Auch Salatdressings, Dips und kalte Saucen erhalten damit eine angenehm würzige Schärfe.
Der große Vorteil gegenüber gekauftem Meerrettich-Senf: Sie bestimmen selbst, wie fein, süß, sauer und scharf das Ergebnis werden soll. Das Grundrezept kommt außerdem ohne künstliche Aromen und unnötige Verdickungsmittel aus.
Meerrettich-Senf selber machen: Das Wichtigste auf einen Blick
Merkmal
Angabe
Zubereitungszeit
etwa 25 Minuten
Ruhezeit während der Zubereitung
etwa 10 Minuten
Reifezeit
2 bis 3 Tage
Menge
etwa 320 bis 340 Gramm
Ergibt
etwa 2 kleine Gläser
Schwierigkeitsgrad
einfach
Geschmack
würzig, frisch und mittelscharf
Aufbewahrung
durchgehend im Kühlschrank
Das folgende Rezept ergibt einen ausgewogenen, mittelscharfen Meerrettich-Senf. Weiter unten erfahren Sie, wie Sie daraus eine mildere oder besonders scharfe Variante herstellen.
Meerrettich-Senf selber machen
Rezept für selbst gemachten Meerrettich-Senf
Zutaten
80 Gramm gelbe Senfkörner
20 Gramm braune Senfkörner
90 Milliliter kaltes Wasser
80 Milliliter Apfelessig oder Weißweinessig
50 Gramm frischer Meerrettich, geschält gewogen
20 Gramm milder Honig
1 gestrichener Teelöffel Salz
bei Bedarf 1 bis 2 Esslöffel zusätzliches kaltes Wasser
Optional können Sie eine kleine Prise Kurkuma hinzufügen. Das Gewürz sorgt für eine kräftigere gelbe Farbe, sollte geschmacklich jedoch nicht in den Vordergrund treten.
Benötigte Küchengeräte
Gewürzmühle, Kaffeemühle oder kräftiger Mixer
feine Küchenreibe
Rührschüssel
Messbecher
Küchenwaage
Löffel
saubere Schraubgläser
bei Bedarf Gummihandschuhe
Eine Gewürzmühle ist besonders praktisch, weil sich die Senfkörner darin gleichmäßig mahlen lassen. Mit einem Mörser funktioniert die Zubereitung ebenfalls, erfordert jedoch etwas mehr Geduld.
Spülen Sie die Gläser und Deckel sehr heiß aus oder reinigen Sie sie im heißesten Programm der Spülmaschine. Lassen Sie anschließend alles vollständig abtrocknen.
Achten Sie während der Zubereitung auf saubere Hände, Arbeitsflächen und Küchengeräte. Gute Küchenhygiene trägt entscheidend dazu bei, dass der selbst gemachte Meerrettich-Senf möglichst lange einwandfrei bleibt.
2. Senfkörner mahlen
Geben Sie die gelben und braunen Senfkörner in eine Gewürzmühle und mahlen Sie sie bis zur gewünschten Feinheit.
Für einen cremigen Meerrettich-Senf sollten die Körner möglichst fein gemahlen werden. Wer einen rustikalen, körnigen Senf bevorzugt, lässt einen Teil der Körner etwas gröber.
Mahlen Sie die Senfkörner lieber in mehreren kurzen Durchgängen. Dadurch erwärmen sie sich weniger und behalten ihr kräftiges Aroma.
3. Senfschärfe mit kaltem Wasser entwickeln
Geben Sie das gemahlene Senfmehl in eine Schüssel und rühren Sie zunächst 90 Milliliter kaltes Wasser unter. Es entsteht eine dicke, anfangs etwas grobe Masse.
Lassen Sie die Mischung ungefähr zehn Minuten stehen.
Durch den Kontakt mit Wasser entwickelt der gemahlene Senf seine typische Schärfe. Gelbe Senfkörner schmecken eher mild und würzig, während braune Senfkörner deutlich kräftiger sind.
Für einen milderen Senf können Sie den Essig schon kurz nach dem Wasser hinzufügen. Soll der Senf schärfer werden, lassen Sie das Senfmehl zunächst einige Minuten nur mit dem kalten Wasser reagieren.
4. Essig, Honig und Salz verrühren
Vermischen Sie in einem kleinen Gefäß:
den Apfelessig oder Weißweinessig,
den Honig,
das Salz
und gegebenenfalls eine kleine Prise Kurkuma.
Rühren Sie so lange, bis sich Honig und Salz gleichmäßig verteilt haben. Ein Erhitzen ist nicht notwendig.
Apfelessig gibt dem Meerrettich-Senf einen etwas weicheren und fruchtigeren Geschmack. Weißweinessig schmeckt klarer und lässt das Aroma von Senf und Meerrettich stärker hervortreten.
5. Frischen Meerrettich vorbereiten
Waschen und schälen Sie den Meerrettich. Reiben Sie anschließend 50 Gramm möglichst fein.
Verarbeiten Sie den Meerrettich am besten bei geöffnetem Fenster oder unter einer laufenden Dunstabzugshaube. Die beim Reiben frei werdenden Scharfstoffe können Augen und Nase ähnlich stark reizen wie eine frisch geschnittene Zwiebel.
Reiben Sie den Meerrettich erst unmittelbar vor der Verwendung. Sein typisches Aroma entwickelt sich beim Zerkleinern und verliert mit zunehmender Standzeit an Kraft.
Für eine mildere Variante geben Sie den frisch geriebenen Meerrettich sofort zur Essigmischung. Für mehr Schärfe können Sie ihn zwei bis drei Minuten stehen lassen und erst danach mit dem Essig vermischen.
Lassen Sie geriebenen Meerrettich jedoch nicht unnötig lange offen stehen. Er kann an Aroma verlieren, sich verfärben und bei zu langer Standzeit unangenehm bitter werden.
6. Senfmasse fertigstellen
Gießen Sie die Essig-Honig-Mischung zum gequollenen Senfmehl. Verrühren oder mixen Sie alles, bis eine gleichmäßige Paste entsteht.
Geben Sie anschließend den frisch geriebenen Meerrettich hinzu und mixen Sie die Masse noch einmal kurz durch.
Die Konsistenz darf zu diesem Zeitpunkt etwas weicher sein als der gewünschte fertige Senf. Während der Reifezeit quillt das Senfmehl weiter auf und die Paste wird meistens noch fester.
Ist die Masse bereits sehr dick, geben Sie esslöffelweise zusätzliches kaltes Wasser hinzu. Arbeiten Sie langsam, denn schon eine kleine Menge Flüssigkeit kann die Konsistenz deutlich verändern.
7. Meerrettich-Senf abfüllen
Füllen Sie den fertigen Senf in die vorbereiteten Gläser. Streichen Sie die Oberfläche möglichst glatt und verschließen Sie die Gläser sofort.
Notieren Sie das Herstellungsdatum auf einem Etikett. Stellen Sie den Senf anschließend direkt in den Kühlschrank.
8. Senf zwei bis drei Tage reifen lassen
Direkt nach der Zubereitung kann der Meerrettich-Senf ungewöhnlich scharf, leicht bitter oder noch wenig ausgewogen schmecken. Das ist bei frisch hergestelltem Senf nicht ungewöhnlich.
Lassen Sie ihn mindestens zwei Tage, besser drei Tage, im Kühlschrank reifen. Während dieser Zeit verbinden sich Senf, Meerrettich, Essig, Salz und Honig zu einem deutlich harmonischeren Geschmack.
Probieren Sie den Meerrettich-Senf erst nach der Reifezeit erneut und nehmen Sie dann bei Bedarf kleine Korrekturen vor.
Warum muss selbst gemachter Senf reifen?
Die Reifezeit ist einer der wichtigsten Schritte bei der Senfherstellung. Frisch gemahlene Senfkörner entwickeln zunächst eine sehr direkte und teilweise stechende Schärfe. Zusätzlich können natürliche Bitterstoffe deutlicher wahrnehmbar sein.
Während der folgenden Tage verändert sich der Geschmack:
Die anfängliche Bitterkeit nimmt ab.
Die Säure wirkt weniger vordergründig.
Süße und Salz verteilen sich gleichmäßiger.
Senf- und Meerrettichschärfe verbinden sich.
Die Konsistenz wird fester und geschmeidiger.
Ein häufiger Fehler besteht darin, den Senf unmittelbar nach dem Mixen zu stark nachzusüßen. Nach zwei oder drei Tagen kann er dadurch wesentlich süßer schmecken als beabsichtigt.
Warten Sie deshalb mit größeren Geschmackskorrekturen bis nach der Reifezeit.
Welche Senfkörner eignen sich für Meerrettich-Senf?
Die Auswahl der Senfkörner beeinflusst Geschmack, Farbe und Schärfe erheblich.
Gelbe Senfkörner
Gelbe oder weiße Senfkörner besitzen einen vergleichsweise milden, leicht süßlich-würzigen Geschmack. Sie bilden eine gute Grundlage für mittelscharfen Meerrettich-Senf.
Wer empfindlich auf sehr scharfe Speisen reagiert, kann ausschließlich gelbe Senfkörner verwenden.
Braune Senfkörner
Braune Senfkörner sind kräftiger und schärfer. Bereits ein Anteil von 20 bis 30 Prozent reicht aus, um dem Senf deutlich mehr Würze und Tiefe zu verleihen.
Die Mischung aus 80 Prozent gelben und 20 Prozent braunen Senfkörnern ergibt einen ausgewogenen Meerrettich-Senf, der zu vielen Gerichten passt.
Schwarze Senfkörner
Schwarze Senfkörner schmecken besonders intensiv und scharf. Sie sind nicht überall erhältlich und werden in der heimischen Senfküche seltener verwendet.
Für einen ausgesprochen kräftigen Senf kann ein kleiner Teil der braunen Körner durch schwarze Senfkörner ersetzt werden. Mehr als 10 bis 15 Prozent sind für einen alltagstauglichen Meerrettich-Senf meist nicht erforderlich.
So lässt sich die Schärfe des Meerrettich-Senfs steuern
Die Schärfe hängt nicht allein von der Menge des Meerrettichs ab. Auch die verwendeten Senfkörner, die Temperatur des Wassers und der Zeitpunkt der Essigzugabe spielen eine wichtige Rolle.
Milder Meerrettich-Senf
Verwenden Sie:
100 Gramm gelbe Senfkörner
30 bis 35 Gramm frischen Meerrettich
25 bis 30 Gramm Honig
Geben Sie den Essig unmittelbar nach dem Wasser zum Senfmehl. Vermischen Sie auch den frisch geriebenen Meerrettich sofort mit der Essigmischung.
Diese milde Variante passt besonders gut zu Käse, Eiern, Geflügel und Sandwiches.
Mittelscharfer Meerrettich-Senf
Verwenden Sie die Mengen des Grundrezepts:
80 Gramm gelbe Senfkörner
20 Gramm braune Senfkörner
50 Gramm frischen Meerrettich
Lassen Sie das Senfmehl etwa zehn Minuten mit kaltem Wasser stehen und geben Sie anschließend den Essig hinzu.
Scharfer Meerrettich-Senf
Verwenden Sie:
60 Gramm gelbe Senfkörner
40 Gramm braune Senfkörner
60 bis 70 Gramm frischen Meerrettich
10 bis 15 Gramm Honig
Lassen Sie das Senfmehl zunächst zehn bis fünfzehn Minuten mit kaltem Wasser reagieren. Reiben Sie den Meerrettich frisch und warten Sie vor der Zugabe zur Essigmischung ungefähr zwei bis drei Minuten.
Je länger Senf und Meerrettich vor der Essigzugabe reagieren, desto kräftiger kann ihre Schärfe werden. Dabei sollten die Zutaten jedoch nicht über längere Zeit offen stehen.
Frischen Meerrettich richtig auswählen
Guter Meerrettich besitzt eine feste, schwere und möglichst gerade Wurzel. Die Schale darf etwas unregelmäßig sein, sollte aber keine weichen, schimmeligen oder stark ausgetrockneten Stellen aufweisen.
Nach dem Anschneiden sollte das Innere:
weiß bis cremefarben,
fest,
saftig
und frei von dunklen Flecken sein.
Sehr weiche oder schwammige Wurzeln haben bereits viel Feuchtigkeit und Aroma verloren.
Benötigen Sie nur einen Teil der Wurzel, wickeln Sie den Rest in ein leicht feuchtes Küchentuch und legen ihn in das Gemüsefach des Kühlschranks.
Alternativ kann geschälter Meerrettich portionsweise eingefroren und später direkt im gefrorenen Zustand gerieben werden.
Muss Meerrettich geschält werden?
Die äußere Schicht des Meerrettichs ist häufig erdig, trocken und etwas holzig. Für eine feine Würzpaste sollte sie deshalb vollständig entfernt werden.
Ein Sparschäler eignet sich gut für gerade Wurzeln. Unebene Stellen lassen sich mit einem kleinen Küchenmesser bearbeiten.
Schälen Sie nur so viel Meerrettich, wie Sie unmittelbar benötigen. Eine bereits geschälte Wurzel trocknet schneller aus und verliert an Aroma.
Meerrettich-Senf ohne Gewürzmühle herstellen
Nicht jeder Haushalt besitzt eine Gewürzmühle. In diesem Fall können die Senfkörner eingeweicht und anschließend in einem kräftigen Mixer zerkleinert werden.
Alternative Zubereitung mit eingeweichten Senfkörnern
Vermischen Sie die Senfkörner mit dem kalten Wasser.
Stellen Sie die Mischung abgedeckt für 8 bis 12 Stunden in den Kühlschrank.
Geben Sie die aufgequollenen Körner in einen Mixer.
Fügen Sie Essig, Honig und Salz hinzu.
Mixen Sie alles bis zur gewünschten Konsistenz.
Arbeiten Sie zuletzt den frisch geriebenen Meerrettich ein.
Füllen Sie den Senf in saubere Gläser.
Lassen Sie ihn zwei bis drei Tage im Kühlschrank reifen.
Diese Methode ergibt häufig einen etwas milderen und gröberen Senf. Für eine rustikale Variante ist sie besonders gut geeignet.
Bei Bedarf können Sie einen Teil der Senfkörner vor dem Einweichen mit einem Mörser leicht zerdrücken.
Schneller Meerrettich-Senf mit fertigem Senf
Soll es besonders schnell gehen, kann Meerrettich-Senf auch auf der Grundlage eines gekauften Senfs hergestellt werden.
Zutaten für die schnelle Variante
200 Gramm mittelscharfer Senf
40 bis 50 Gramm frischer Meerrettich
1 Esslöffel Honig
1 bis 2 Teelöffel Apfelessig
bei Bedarf eine kleine Prise Salz
Reiben Sie den Meerrettich fein und vermischen Sie ihn mit den übrigen Zutaten. Füllen Sie den Meerrettich-Senf in ein sauberes Glas und lassen Sie ihn über Nacht im Kühlschrank ziehen.
Diese Variante ist zwar nicht vollständig von Grund auf selbst gemacht, eignet sich aber gut, um einen einfachen Tafelsenf schnell zu verfeinern.
Was tun, wenn der Meerrettich-Senf nicht gelingt?
Der Senf ist zu dick
Frisch gemahlene Senfkörner können viel Flüssigkeit aufnehmen. Außerdem dickt der Senf während der ersten Tage weiter nach.
Rühren Sie teelöffelweise kaltes Wasser ein. Soll gleichzeitig die Säure verstärkt werden, kann stattdessen ein wenig Essig verwendet werden.
Geben Sie nie eine größere Menge Flüssigkeit auf einmal hinzu.
Der Senf ist zu dünn
Warten Sie zunächst 24 Stunden. Häufig wird die Masse durch das weitere Quellen von selbst fester.
Bleibt der Senf zu flüssig, rühren Sie einen halben Teelöffel fein gemahlenes Senfmehl ein. Lassen Sie ihn anschließend erneut mindestens einen Tag reifen.
Der Senf schmeckt bitter
Eine leichte Bitterkeit unmittelbar nach der Zubereitung ist nicht ungewöhnlich. Lassen Sie den Senf zunächst drei bis fünf Tage reifen.
Bleibt er danach zu bitter, können Sie eine kleine Menge Honig oder Zucker unterrühren. Auch ein wenig zusätzlicher Essig kann den Geschmack ausgleichen.
Starke Bitterkeit kann außerdem entstehen, wenn geriebener Meerrettich zu lange offen stehen gelassen wurde.
Der Meerrettich-Senf ist zu scharf
Rühren Sie etwas zusätzlichen Honig ein. Sie können den kräftigen Meerrettich-Senf bei Bedarf auch mit einem milden Tafelsenf vermischen.
Für einen Dip lässt er sich mit Quark, Schmand, Frischkäse oder Naturjoghurt abmildern. Milchprodukte sollten jedoch immer nur in die Portion gegeben werden, die zeitnah gegessen wird.
Der Senf ist zu mild
Rühren Sie kurz vor dem Servieren etwas frisch geriebenen Meerrettich unter.
Alternativ können Sie einen Teelöffel braunes Senfmehl mit wenig kaltem Wasser verrühren, einige Minuten stehen lassen und anschließend unter den Senf mischen. Danach sollte die Mischung erneut ein bis zwei Tage reifen.
Der Senf schmeckt zu sauer
Geben Sie etwas Honig hinzu und lassen Sie den Senf einen weiteren Tag ruhen. Die Säure wirkt nach der Reifezeit häufig bereits weniger dominant.
Reduzieren Sie den Essig bei zukünftigen Ansätzen nicht zu stark. Er gehört zum typischen Senfgeschmack und unterstützt gemeinsam mit sauberer Verarbeitung und Kühlung die Haltbarkeit.
Der Meerrettich verfärbt sich
Geriebener Meerrettich kann sich durch den Kontakt mit Sauerstoff cremefarben bis leicht gräulich verfärben.
Reiben Sie ihn deshalb erst unmittelbar vor der Verarbeitung und mischen Sie ihn zügig unter die säurehaltige Senfmasse.
Eine leichte, gleichmäßige Farbveränderung ist nicht automatisch ein Zeichen für Verderb. Bei ungewöhnlichem Geruch, Schimmel oder deutlich auffälligen Veränderungen sollte der Senf jedoch entsorgt werden.
Sieben köstliche Varianten von Meerrettich-Senf
1. Honig-Meerrettich-Senf
Erhöhen Sie die Honigmenge auf 35 bis 40 Gramm. Verwenden Sie möglichst einen milden Honig, damit das Meerretticharoma erhalten bleibt.
Diese süßlich-scharfe Variante passt besonders gut zu:
Käse
Schinken
gebratenem Fleisch
Ofengemüse
Sandwiches
Salatdressings
2. Körniger Meerrettich-Senf
Mahlen oder mixen Sie die Senfkörner nur grob. Ein Teil der Körner darf vollständig erhalten bleiben.
Körniger Meerrettich-Senf passt besonders gut zu Bratwurst, Kasseler, kaltem Braten und einer kräftigen Brotzeit.
3. Apfel-Meerrettich-Senf
Rühren Sie ein bis zwei Esslöffel fein geriebenen, säuerlichen Apfel unter den fertigen Senf.
Der Apfel mildert die Schärfe und gibt dem Senf eine fruchtige Note. Bereiten Sie diese Variante nur in einer kleinen Menge zu und verbrauchen Sie sie wegen des frischen Apfels möglichst innerhalb weniger Tage.
4. Meerrettich-Senf mit Roter Bete
Ein bis zwei Esslöffel fein pürierte, gegarte Rote Bete färben den Senf kräftig rosa und geben ihm eine leicht erdige Süße.
Die auffällige Farbe macht diese Variante zu einem besonderen Begleiter auf kalten Platten. Auch hier empfiehlt sich eine kleine Menge, die zeitnah verzehrt wird.
5. Kräuter-Meerrettich-Senf
Vermischen Sie eine kleine Portion des fertigen Senfs mit fein geschnittenem:
Schnittlauch
Dill
Petersilie
Kerbel
Frische Kräuter passen besonders gut zu Fisch, Eiern und Kartoffeln. Sie verkürzen jedoch die Haltbarkeit. Geben Sie die Kräuter deshalb am besten erst kurz vor dem Servieren hinzu.
6. Zitroniger Meerrettich-Senf
Rühren Sie etwas fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone unter den fertigen Senf. Verwenden Sie nur eine kleine Menge, damit das Zitronenaroma den Meerrettich nicht überdeckt.
Diese frische Variante passt besonders gut zu Fisch, Geflügel und leichten Kartoffelgerichten.
7. Pfeffer-Meerrettich-Senf
Geben Sie einen halben Teelöffel frisch gemahlenen schwarzen oder bunten Pfeffer in den fertigen Senf.
Die zusätzliche Pfefferschärfe passt besonders gut zu Roastbeef, Steaks, Schinken und herzhaften Sandwiches.
Wozu passt selbst gemachter Meerrettich-Senf?
Meerrettich-Senf ist wesentlich vielseitiger als gewöhnlicher Tafelsenf. Seine frische, klare Schärfe harmoniert sowohl mit deftigen als auch mit leichteren Speisen.
Besonders gut passt er zu:
Bratwurst und Bockwurst
Tafelspitz und gekochtem Rindfleisch
Roastbeef und kaltem Braten
Kasseler und Schinken
geräuchertem Fisch
Lachs und Forelle
Fischfrikadellen
gekochten Eiern
Eiersalat
Käse und Käsebrot
Kartoffelpuffern
Bratkartoffeln
Ofenkartoffeln
Wurzelgemüse
Blumenkohl
Sandwiches
belegten Broten
Salatdressings
kalten Saucen
Drei schnelle Saucen mit Meerrettich-Senf
Meerrettich-Senf-Dressing
Verrühren Sie:
1 Teelöffel Meerrettich-Senf
2 Esslöffel Apfelessig
4 Esslöffel Raps- oder Sonnenblumenöl
1 Teelöffel Honig
1 bis 2 Esslöffel Wasser
etwas Salz und Pfeffer
Das Dressing passt zu Blattsalat, Gurkensalat, Kartoffelsalat und fein geschnittenem Weißkohl.
Cremiger Meerrettich-Senf-Dip
Vermischen Sie:
150 Gramm Quark oder Naturjoghurt
1 bis 2 Teelöffel Meerrettich-Senf
1 Teelöffel Honig
etwas Salz
fein geschnittenen Schnittlauch
Der Dip schmeckt zu Ofenkartoffeln, Gemüse, Räucherfisch und kaltem Fleisch.
Meerrettich-Senf-Kruste
Vermischen Sie:
2 Esslöffel Meerrettich-Senf
2 Esslöffel Semmelbrösel
1 Esslöffel weiche Butter
etwas gehackte Petersilie
Die Masse kann dünn auf Fischfilet, Schweinefilet oder vorgegartes Gemüse gestrichen und anschließend im Backofen überbacken werden.
Meerrettich-Senf richtig aufbewahren
Der fertige Meerrettich-Senf gehört unmittelbar nach der Zubereitung in den Kühlschrank. Er ist nicht als ungekühlt haltbare Konserve gedacht.
Beachten Sie folgende Grundregeln:
Verwenden Sie sehr saubere Gläser und Deckel.
Lagern Sie den Senf stets gut verschlossen.
Entnehmen Sie ihn nur mit einem sauberen, trockenen Löffel.
Lassen Sie das Glas beim Essen nicht unnötig lange bei Zimmertemperatur stehen.
Füllen Sie lieber mehrere kleine als ein großes Glas.
Beschriften Sie jedes Glas mit dem Herstellungsdatum.
Lagern Sie den Senf im kühlen Bereich des Kühlschranks.
Für das Grundrezept empfiehlt es sich, den Meerrettich-Senf möglichst innerhalb von drei bis vier Wochen zu verbrauchen. Mit der Zeit kann er zwar noch genießbar sein, verliert jedoch zunehmend an frischer Meerrettichschärfe.
Varianten mit frischen Kräutern, Apfel, Roter Bete oder Milchprodukten sollten deutlich schneller verbraucht werden.
Hat sich das Aussehen oder der Geruch auffällig verändert oder ist Schimmel sichtbar, darf der Senf nicht mehr gegessen werden. Entfernen Sie bei Schimmel nicht nur die Oberfläche, sondern entsorgen Sie das gesamte Glas.
Kann man Meerrettich-Senf einkochen?
Das hier beschriebene Rezept sollte nicht eingekocht und anschließend bei Zimmertemperatur gelagert werden.
Dafür gibt es zwei wichtige Gründe:
Erstens schwächt längeres Erhitzen das frische Aroma von Meerrettich und Senf. Zweitens handelt es sich nicht um ein geprüftes Einkochrezept für eine ungekühlte Vorratshaltung.
Füllen Sie den Senf stattdessen in mehrere kleine Gläser und lagern Sie diese durchgehend im Kühlschrank. So bleiben Geschmack und Schärfe wesentlich besser erhalten.
Meerrettich-Senf als Geschenk aus der Küche
Selbst gemachter Meerrettich-Senf ist eine schöne Geschenkidee für Menschen, die traditionelle und herzhafte Würzmittel mögen.
Verwenden Sie kleine Gläser und versehen Sie jedes Glas mit einem Etikett. Darauf sollten folgende Angaben stehen:
Meerrettich-Senf
Herstellungsdatum
enthaltene Zutaten
Hinweis „Im Kühlschrank aufbewahren“
Hinweis „Mit sauberem Löffel entnehmen“
Empfehlung zum zeitnahen Verbrauch
Senf gehört zu den Zutaten, die bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen können. Kennzeichnen Sie ihn deshalb auf dem Etikett gut sichtbar.
Verschenken Sie den Senf möglichst gut gekühlt und weisen Sie den Empfänger darauf hin, dass das Glas anschließend wieder in den Kühlschrank gehört.
Häufige Fragen zum selbst gemachten Meerrettich-Senf
Kann ich Senfpulver statt Senfkörnern verwenden?
Ja. Ersetzen Sie die 100 Gramm Senfkörner durch 100 Gramm reines Senfmehl.
Rühren Sie das Senfmehl zunächst mit etwa 80 Millilitern kaltem Wasser an. Geben Sie anschließend den Essig schrittweise hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Fein gemahlenes Senfmehl bindet häufig schneller als selbst gemahlene Körner. Geben Sie die Flüssigkeit deshalb vorsichtig hinzu.
Kann ich Meerrettich aus dem Glas verwenden?
Grundsätzlich ja. Frischer Meerrettich liefert jedoch gewöhnlich das kräftigere und frischere Aroma.
Prüfen Sie bei gekauftem Meerrettich die Zutatenliste. Viele Produkte enthalten bereits Essig, Salz, Zucker, Öl oder Sahne. Reduzieren Sie deshalb zunächst Salz, Süße und Essig im Rezept und schmecken Sie die Mischung erst am Ende ab.
Je nach Produkt können für 50 Gramm frischen Meerrettich ungefähr 60 bis 80 Gramm geriebener Meerrettich aus dem Glas verwendet werden.
Eignet sich Sahnemeerrettich?
Sahnemeerrettich ergibt einen deutlich milderen und cremigeren Senf. Wegen der enthaltenen Milchbestandteile eignet er sich jedoch weniger gut für eine längere Aufbewahrung.
Mischen Sie Sahnemeerrettich besser nur portionsweise unter den fertigen Senf und verbrauchen Sie diese Mischung zeitnah.
Kann ich den Honig weglassen?
Ja. Der Senf wird dann säuerlicher und die Schärfe tritt deutlicher hervor.
Statt Honig können Sie Zucker, Apfeldicksaft oder eine kleine Menge Ahornsirup verwenden. Für eine vegane Variante eignen sich Zucker oder pflanzlicher Sirup.
Kann ich Öl hinzufügen?
Ein wenig neutrales Pflanzenöl kann den Meerrettich-Senf geschmeidiger machen. Erforderlich ist es jedoch nicht.
Möchten Sie Öl verwenden, geben Sie höchstens einen Esslöffel Raps- oder Sonnenblumenöl in die fertige Masse. Kräftiges Olivenöl kann das typische Meerretticharoma überdecken.
Während der Lagerung kann sich das Öl teilweise wieder absetzen. Rühren Sie den Senf dann vor der Verwendung kurz durch.
Warum wird der Senf nach einem Tag so fest?
Senfmehl nimmt nach der Zubereitung weiter Flüssigkeit auf. Deshalb wird frisch angerührter Senf während der ersten ein bis zwei Tage häufig deutlich fester.
Rühren Sie bei Bedarf wenig kaltes Wasser ein, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Warum schmeckt der Senf direkt nach der Herstellung unangenehm?
Frischer Senf kann zunächst bitter, stechend und wenig ausgewogen schmecken. Erst durch die Reifezeit verbinden sich die einzelnen Aromen.
Warten Sie mindestens zwei bis drei Tage, bevor Sie das Rezept grundlegend verändern.
Kann ich Knoblauch hinzufügen?
Geschmacklich ist das möglich, allerdings überdeckt Knoblauch schnell das feine Meerretticharoma.
Möchten Sie Knoblauch verwenden, geben Sie ihn besser nur in eine kleine Teilmenge, die innerhalb weniger Tage gegessen wird. Für das Grundrezept ist Knoblauch nicht erforderlich.
Kann man fertigen Meerrettich-Senf einfrieren?
Das ist grundsätzlich möglich, aber nicht ideal. Nach dem Auftauen können sich Konsistenz und Aroma verändern.
Sinnvoller ist es, frischen Meerrettich portionsweise einzufrieren und bei Bedarf direkt gefroren zu reiben. Den Meerrettich-Senf können Sie anschließend frisch in kleinen Mengen zubereiten.
Wie lange sollte der Senf vor dem ersten Probieren reifen?
Mindestens 48 Stunden sind empfehlenswert. Nach drei bis fünf Tagen schmeckt er häufig noch harmonischer.
Ist der Senf sofort nach der Zubereitung essbar?
Grundsätzlich kann der Meerrettich-Senf sofort probiert werden. Sein Geschmack ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht vollständig entwickelt.
Besonders Bitterkeit und Schärfe können wesentlich stärker wirken als nach einigen Tagen Reifezeit.
Kann ich fertigen Meerrettich-Senf nachträglich verändern?
Ja. Nach der Reifezeit können Sie den Geschmack vorsichtig anpassen.
Für mehr Süße eignet sich etwas Honig. Zusätzlicher Essig verstärkt die Säure. Frisch geriebener Meerrettich sorgt für mehr Schärfe. Ist der Senf zu kräftig, kann er mit einem milden Tafelsenf vermischt werden.
Verändern Sie immer nur kleine Mengen und probieren Sie zwischendurch.
Die häufigsten Fehler bei selbst gemachtem Meerrettich-Senf
Zu warmes Wasser verwenden
Warmes oder heißes Wasser kann die typische Senfschärfe abschwächen. Verwenden Sie deshalb kaltes oder höchstens zimmerwarmes Wasser.
Den Essig zu früh hinzufügen
Wer einen scharfen Senf möchte, sollte das gemahlene Senfmehl zunächst einige Minuten nur mit Wasser reagieren lassen. Wird der Essig sofort hinzugegeben, fällt das Ergebnis meistens milder aus.
Meerrettich zu früh reiben
Geriebener Meerrettich verliert mit der Zeit an Aroma und kann sich verfärben. Reiben Sie ihn deshalb erst kurz vor dem Untermischen.
Den frischen Senf sofort stark nachwürzen
Unmittelbar nach der Herstellung schmeckt der Senf oft bitterer und schärfer als nach der Reifezeit. Warten Sie einige Tage, bevor Sie größere Mengen Honig, Salz oder Essig ergänzen.
Die endgültige Konsistenz sofort erwarten
Der Senf dickt während der Reifezeit weiter nach. Eine anfangs leicht weiche Konsistenz ist daher kein Problem.
Den Senf ungekühlt aufbewahren
Selbst gemachter Meerrettich-Senf ist kein haltbares Vorratsprodukt für das Küchenregal. Er muss durchgehend im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Meerrettich-Senf lässt sich einfach selbst herstellen
Meerrettich-Senf selber zu machen erfordert nur wenige Zutaten und etwa 25 Minuten aktive Arbeitszeit. Entscheidend sind gute Senfkörner, eine feste frische Meerrettichwurzel, kaltes Wasser und ausreichend Reifezeit.
Mit gelben und braunen Senfkörnern entsteht ein ausgewogenes Grundrezept. Über die Zusammensetzung der Senfsaat, die Menge des Meerrettichs und den Zeitpunkt der Essigzugabe können Sie die Schärfe gezielt beeinflussen.
Nach zwei bis drei Tagen im Kühlschrank schmeckt der selbst gemachte Meerrettich-Senf deutlich runder als unmittelbar nach der Zubereitung. In kleinen Gläsern abgefüllt, sauber entnommen und gut gekühlt ist er ein vielseitiger Begleiter zu Fleisch, Fisch, Eiern, Käse, Kartoffeln, Brotzeiten und Salaten.
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