Zwiebelkuchen selber machen: Klassisches Rezept wie bei Oma
Wenn Zwiebeln langsam in der Pfanne weich werden und aus dem Ofen der Duft von frisch gebackenem Hefeteig zieht, wird aus einfachen Zutaten ein gemütliches Herbstessen. Ein Blech auf dem Tisch, ein knackiger Salat dazu und genügend Zeit zum gemeinsamen Genießen: Mehr braucht es nicht.
Wer Zwiebelkuchen selber machen möchte, findet hier ein klassisches Rezept vom Blech mit Hefeteig, Speck und Crème fraîche. Die Anleitung führt Sie vom Kneten bis zum Anschneiden durch die Zubereitung. Entscheidend sind ein gut aufgegangener Teig, weich gedünstete Zwiebeln und ein Belag, der saftig ist, ohne den Boden zu durchnässen.
Außerdem erfahren Sie, wie Sie typische Backfehler vermeiden, den Zwiebelkuchen am Vortag vorbereiten und übrige Stücke aufbewahren oder wieder aufwärmen. So lässt sich das Rezept auch für einen Abend mit Gästen gut einplanen.
Zwiebelkuchen selber machen: Das Wichtigste vorab
Für dieses Rezept werden zuerst ein Hefeteig geknetet und Zwiebeln mit Speck vorbereitet. Die abgekühlte Zwiebelmasse wird mit Eiern und Crème fraîche vermischt, auf dem Teig verteilt und bei 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft gebacken. Planen Sie etwa 30–40 Minuten Backzeit ein und kontrollieren Sie zusätzlich Boden und Füllung.
Der wichtigste Handgriff: Die Zwiebeln sollen vor dem Belegen weich sein, aber nicht in austretender Flüssigkeit schwimmen. Mehr Hitze allein kann einen zu nassen Belag nicht zuverlässig ausgleichen.

Das Rezept: Zwiebelkuchen vom Blech mit Hefeteig
Die Mengen sind für ein Backblech mit einer nutzbaren Innenfläche von ungefähr 30 × 40 cm gedacht. Verwenden Sie ein Blech mit Rand, keine völlig flache Backplatte.
| Rezeptangabe | Orientierung |
|---|---|
| Menge | 1 Blech, etwa 12 Stücke |
| Portionen | Etwa 6 Personen als Hauptgericht mit Salat |
| Arbeitszeit | Etwa 45–60 Minuten |
| Erste Gehzeit | Etwa 60–90 Minuten, abhängig von der Teigentwicklung |
| Zweite Gehzeit | Etwa 15 Minuten, bei kühlem Teig gegebenenfalls länger |
| Backzeit | Etwa 30–40 Minuten |
| Ruhezeit nach dem Backen | Etwa 10 Minuten |
| Gesamtzeit | Rund 2½–3 Stunden; die Belagvorbereitung läuft während der ersten Gehzeit |
| Backtemperatur | 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft, vorgeheizt |
| Einschub | Unteres Drittel des Backofens |
Die Zeiten sind Richtwerte. Ein Teig, der in einer kühlen Küche kaum aufgegangen ist, braucht zusätzliche Zeit; ein anders geformtes Blech kann die Backdauer verändern.
Zutaten für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 550, alternativ Type 405
- 21 g frische Hefe oder 7 g Trockenhefe
- 250 ml lauwarme Milch, bei Bedarf zusätzlich 1–2 EL
- 50 g weiche Butter
- 8 g Salz
- 1 TL Zucker
Zutaten für den Belag
- 1 kg Zwiebeln, geschält gewogen
- 200 g durchwachsener, geräucherter Speck, gewürfelt
- 200 g Crème fraîche
- 2 Eier, Größe M
- 1 EL Rapsöl, nur bei Bedarf zum Dünsten
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- ½–1 TL Kümmel, nach Geschmack
- wenig Salz, abhängig vom Salzgehalt des Specks
Zusätzlich benötigen Sie etwas Mehl zum Ausrollen und Fett oder Backpapier für das Blech. Praktisch sind eine große Rührschüssel, ein Nudelholz und eine breite Pfanne oder ein Bräter.
Wichtig zur Hefe: Ein üblicher Frischhefewürfel wiegt 42 g. Für dieses Rezept verwenden Sie einen halben Würfel. Die gebräuchliche Alternative dazu ist ein Beutel mit 7 g Trockenhefe; prüfen Sie bei abweichenden Produkten die Packungsangabe. Ein ganzer Würfel und ein einzelner 7-g-Beutel sind keine gleichwertigen Mengen.

1. Hefeteig ansetzen und kneten
Erwärmen Sie die Milch nur lauwarm. Bröckeln Sie die frische Hefe hinein und rühren Sie den Zucker unter, bis sich die Hefe verteilt hat. Bei üblicher direkt verwendbarer Trockenhefe mischen Sie diese zunächst mit dem Mehl; abweichende Zubereitungshinweise auf der Packung gehen vor.
Geben Sie Mehl und Salz in eine Schüssel. Fügen Sie die Hefemilch und die weiche Butter hinzu. Verkneten Sie alles zu einem zusammenhängenden, geschmeidigen Teig. Rechnen Sie von Hand mit ungefähr acht bis zehn Minuten; bei einer Küchenmaschine richten Sie sich auch nach den Gerätehinweisen.
Der Teig soll sich zu einer weichen Kugel formen lassen und darf noch leicht an den Fingern haften. Bleibt er trocken und bröselig, arbeiten Sie zusätzliche Milch esslöffelweise ein. Klebt er zunächst etwas, kneten Sie weiter, bevor Sie größere Mengen Mehl ergänzen.
2. Teig ausreichend gehen lassen
Decken Sie die Schüssel ab, damit die Oberfläche nicht austrocknet. Lassen Sie den Teig an einem angenehm warmen, zugfreien Platz etwa 60–90 Minuten gehen.
Entscheidend ist nicht allein die Uhr: Das Volumen soll sich deutlich vergrößern, möglichst ungefähr verdoppeln. Stellen Sie die Schüssel dafür weder auf eine heiße Herdplatte noch in einen stark aufgeheizten Ofen. Geduld ist sinnvoller als übermäßige Wärme.
Während dieser Zeit bereiten Sie den Belag vor.
3. Zwiebeln schneiden und Speck anbraten
Schälen Sie die Zwiebeln und wiegen Sie anschließend ein Kilogramm ab. Halbieren Sie sie und schneiden Sie gleichmäßige, ungefähr zwei bis drei Millimeter dünne Streifen.
Braten Sie die Speckwürfel in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze leicht an. Sobald etwas Fett ausgetreten ist, nehmen Sie die Würfel heraus und stellen sie beiseite. Sie müssen noch nicht vollständig knusprig sein, denn sie kommen später erneut in den Ofen.
Lassen Sie etwas Speckfett zum Dünsten in der Pfanne. Hat der Speck nur wenig Fett abgegeben, ergänzen Sie bei Bedarf das Rapsöl. Überschüssiges Fett müssen Sie dagegen nicht vollständig in den Belag übernehmen.
4. Zwiebeln weich dünsten und abkühlen lassen
Geben Sie die Zwiebeln in die Pfanne. Dünsten Sie sie bei mittlerer bis eher niedriger Hitze unter regelmäßigem Wenden weich und glasig. Planen Sie je nach Pfannengröße und Schnitt ungefähr 20–30 Minuten ein.
Eine leichte goldene Farbe ist in Ordnung. Dunkelbraune oder angebrannte Zwiebeln sind für dieses Rezept nicht das Ziel. Werden die Zwiebeln außen dunkel, während sie innen noch fest sind, reduzieren Sie die Hitze.
Ein Kilogramm Zwiebeln braucht Platz. Arbeiten Sie bei einer kleinen Pfanne lieber in zwei Portionen. Lassen Sie am Ende ohne Deckel weiterdünsten, falls sich noch freie Flüssigkeit am Pfannenboden sammelt.
Füllen Sie die fertigen Zwiebeln in eine flache Schüssel um und lassen Sie sie handwarm abkühlen. Erst danach kommen die Eier dazu.
5. Teig ausrollen und das Blech vorbereiten
Fetten Sie das Backblech dünn ein oder legen Sie es mit Backpapier aus. Geben Sie den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und kneten Sie ihn nur kurz durch.
Rollen Sie ihn gleichmäßig auf Blechgröße aus. Legen Sie ihn auf das Blech und drücken Sie an den Seiten einen kleinen Rand hoch. Zieht sich der Teig beim Ausrollen immer wieder zusammen, lassen Sie ihn zugedeckt fünf bis zehn Minuten entspannen und versuchen Sie es erneut.
Lassen Sie den ausgerollten Boden ungefähr 15 Minuten zugedeckt ruhen. Er soll wieder etwas lockerer werden. Heizen Sie den Backofen währenddessen vollständig vor.
6. Belag mischen und verteilen
Verrühren Sie Crème fraîche und Eier mit Pfeffer und nach Wunsch Kümmel. Heben Sie die handwarmen Zwiebeln und die Speckwürfel unter.
Gehen Sie mit zusätzlichem Salz sparsam um. Zum Abschmecken eignet sich die gegarte Zwiebel-Speck-Mischung vor der Zugabe der rohen Eier.
Verteilen Sie den Belag gleichmäßig auf dem Teig. Achten Sie besonders darauf, dass die Mitte nicht deutlich höher belegt ist als die Randbereiche. Der hochgezogene Teigrand bleibt sichtbar.
7. Zwiebelkuchen backen
Schieben Sie das Blech in das untere Drittel des vorgeheizten Ofens. Backen Sie den Zwiebelkuchen bei 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft ungefähr 30–40 Minuten.
Kontrollieren Sie ab etwa 30 Minuten den Zustand: Der Rand soll gebräunt sein, die Eiermasse in der Mitte nicht mehr flüssig wirken und der Boden durchgebacken sein. Heben Sie zur Kontrolle eine Ecke vorsichtig mit einem Pfannenwender an.
Ist die Oberfläche schon dunkel, während der Boden noch weich und teigig wirkt, decken Sie die Oberseite locker ab und backen Sie weiter. Eine schöne Farbe allein beweist nicht, dass der Kuchen vollständig durchgegart ist.
8. Kurz ruhen lassen und anschneiden
Nehmen Sie das Blech aus dem Ofen und lassen Sie den Kuchen ungefähr zehn Minuten ruhen. Schneiden Sie ihn anschließend in zwölf Stücke, beispielsweise in drei Reihen mit jeweils vier Stücken.
Servieren Sie ihn warm, aber nicht mehr brennend heiß. Ein grüner Salat ist dazu eine unkomplizierte Ergänzung.

Welche Zutaten passen zu klassischem Zwiebelkuchen?
Zwiebeln: gleichmäßig schneiden statt möglichst fein hacken
Für dieses Rezept können Sie gewöhnliche gelbe Speisezwiebeln verwenden. Große Gemüsezwiebeln sind eine praktische Alternative, wenn Sie weniger einzelne Zwiebeln schälen möchten.
Wichtiger als eine besondere Sorte sind einwandfreie Zwiebeln, gleichmäßige Streifen und ausreichend Zeit in der Pfanne. Verarbeiten Sie keine schimmeligen oder fauligen Exemplare, nur weil der Kuchen anschließend gebacken wird.
Für den Belag ist das Gewicht nach dem Schälen gemeint. Ein ungeöffnetes Ein-Kilogramm-Netz liefert durch Schalen und abgeschnittene Stellen entsprechend weniger verwendbare Zwiebeln.
Wer selbst anbaut, findet ergänzende Hinweise in unserem Beitrag Zwiebeln anbauen, pflegen, ernten und lagern.
Crème fraîche oder Schmand?
Das Grundrezept verwendet Crème fraîche. Als Abwandlung können Sie die 200 g durch dieselbe Menge Schmand ersetzen.
Die Produkte sind allerdings nicht identisch: Crème fraîche enthält mindestens 30 Prozent Fett, Schmand meist etwa 24 Prozent. Saure Sahne ist mit rund 10 Prozent Fett deutlich fettärmer und reagiert beim Erhitzen empfindlicher.
Für einen ersten Backversuch empfiehlt es sich, bei der angegebenen Crème fraîche zu bleiben. Ersetzen Sie sie nicht ohne weitere Anpassung durch dieselbe Menge dünnflüssiger Milch oder Joghurt: Damit verändern Sie die Zusammensetzung des Gusses deutlich.
Kümmel: eine Geschmacksfrage
Kümmel gehört bereits im Grundrezept zu den optionalen Zutaten. Ganze Samen sorgen für deutlich wahrnehmbare Würze; gemahlener Kümmel verteilt sich gleichmäßiger.
Beginnen Sie bei Unsicherheit mit einer kleinen Menge oder lassen Sie ihn weg. Der Zwiebelkuchen gelingt auch ohne Kümmel. Ein Gewürz ist außerdem keine Garantie dafür, dass jeder Mensch eine große Portion Zwiebeln gut verträgt.
Zwiebelkuchen gelingt nicht? Häufige Backfehler und ihre Lösung
| Problem | Mögliche Ursache | Was Sie ändern können |
|---|---|---|
| Der Boden bleibt feucht | Zu viel Flüssigkeit im Belag oder zu wenig Backzeit | Zwiebeln vor dem Belegen weiter ausdampfen lassen; auf niedrigerer Einschubhöhe fertig backen. |
| Der Hefeteig bleibt kompakt | Zu kurze Gehzeit, sehr kühle Bedingungen oder wenig aktive Hefe | Vor dem Ausrollen auf sichtbare Volumenzunahme warten; die Hefe nicht mit heißer Milch vermischen. |
| Der Belag ist oben dunkel, innen aber noch nicht fertig | Zu hohe Einschubposition oder ungleichmäßig hoher Belag | Weiter unten backen, Oberfläche locker abdecken und die Mitte erneut prüfen. |
| Die Zwiebeln schmecken bitter | Zu starke Bräunung oder angebrannte Stellen | Beim nächsten Mal sanfter dünsten; angebrannte Pfannenrückstände nicht in die Füllung kratzen. |
| Die Masse läuft beim Anschneiden auseinander | Noch flüssiger Guss oder unmittelbar nach dem Backen angeschnitten | Vollständig durchbacken und vor dem Portionieren ungefähr zehn Minuten ruhen lassen. |
Für einen guten Boden greifen mehrere Dinge ineinander: ein vorgeheizter Ofen, ein passendes Blech, ein nicht zu nasser Belag und genügend Backzeit. Zusätzliche Crème fraîche oder immer mehr Eier sind dagegen keine allgemeine Lösung für Backprobleme.
Zwiebelkuchen vorbereiten: Was geht schon am Vortag?
Den Hefeteig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen
Bereiten Sie den Teig mit kalter statt lauwarmer Milch zu. Geben Sie ihn in eine ausreichend große, leicht geölte Schüssel und decken Sie ihn so ab, dass die Oberfläche nicht austrocknet. Stellen Sie ihn anschließend direkt in den Kühlschrank; die warme erste Gehzeit entfällt.
Am nächsten Tag nehmen Sie ihn heraus und lassen ihn so weit temperieren, dass er sich gut ausrollen lässt. Nach dem Formen braucht kalter Teig gegebenenfalls länger als die genannten 15 Minuten, bis er wieder etwas aufgegangen ist.
Den Belag getrennt vorbereiten
Sie können die Zwiebeln und den Speck bereits am Vortag garen. Kühlen Sie beides zügig in flachen Behältern ab und lagern Sie es abgedeckt im Kühlschrank. Eier und Crème fraîche mischen Sie erst am Backtag darunter.
Belegen Sie den Teig ebenfalls erst kurz vor dem Backen. So vermeiden Sie, dass der feuchte Belag über viele Stunden auf dem ungebackenen Boden liegt.
Den Kuchen vollständig vorbacken
Für einen Abend mit Gästen ist es oft unkomplizierter, den Zwiebelkuchen schon vollständig zu backen und später portionsweise aufzuwärmen. Entscheidend sind dann eine zügige Kühlung und gründliches Wiedererhitzen. Einen fertig gebackenen Kuchen nicht einfach über Nacht auf der Arbeitsplatte stehen lassen.
Zwiebelkuchen aufbewahren, einfrieren und aufwärmen
Wie lange hält sich Zwiebelkuchen im Kühlschrank?
Reste gehören wegen des feuchten Belags mit Eiern und Milchprodukt in den Kühlschrank. Lassen Sie sie nicht stundenlang als großes, warmes Blech stehen, sondern kühlen Sie übrig gebliebene Stücke zügig in flachen Behältern ab.
Lagern Sie den Kuchen abgedeckt bei höchstens 7 °C, besser unter 5 °C. Verbrauchen Sie korrekt gekühlte Reste innerhalb von zwei bis drei Tagen. Voraussetzung sind saubere Zubereitung, vollständiges Durchbacken und zügiges Abkühlen. Diese Zeitspanne ist keine Haltbarkeitsgarantie für falsch gelagerte Speisen.
Kann man Zwiebelkuchen einfrieren?
Für einen Vorrat können Sie fertig gebackene und abgekühlte Stücke portionsweise einfrieren. Verpacken Sie sie möglichst luftdicht in geeigneten Gefrierbehältern oder Gefrierbeuteln und beschriften Sie die Portionen mit dem Datum.
Lagern Sie die Portionen bei −18 °C oder kälter. Tauen Sie die benötigten Stücke im Kühlschrank auf und erhitzen Sie sie anschließend vollständig. Nehmen Sie möglichst nur so viele Portionen heraus, wie Sie tatsächlich benötigen.
Planen Sie den Vorrat möglichst für die nächsten Wochen ein. Eine pauschale monatelange Qualitätsgarantie lässt sich für jeden Belag und jede Verpackung nicht geben.
Wie wärmt man Zwiebelkuchen wieder auf?
Legen Sie gekühlte oder im Kühlschrank aufgetaute Stücke auf ein Blech. Als Ausgangspunkt eignen sich 160–170 °C Ober-/Unterhitze und ungefähr 15–20 Minuten im vorgeheizten Ofen. Dicke Stücke können länger brauchen; achten Sie darauf, dass die Ränder nicht austrocknen.
Entscheidend ist die Temperatur im Lebensmittel: Beim Wiedererhitzen sollten an allen Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreicht werden. Kontrollieren Sie besonders die Mitte dicker Stücke, am besten mit einem Küchenthermometer. Eine heiße Oberfläche allein genügt nicht.
In der Mikrowelle lassen sich einzelne Stücke ebenfalls erwärmen. Für einen wieder etwas knusprigeren Boden ist der Backofen die passendere Wahl. Erhitzen Sie möglichst nur die Portionen, die Sie tatsächlich essen möchten.
Drei Varianten, die zum Grundrezept passen
Vegetarischer Zwiebelkuchen ohne Speck
Lassen Sie den Speck weg und dünsten Sie die Zwiebeln stattdessen in etwas Rapsöl oder Butter. Als würzige Ergänzung eignen sich beispielsweise geriebener Käse und frisch gehackter Thymian oder Schnittlauch.
Beginnen Sie mit etwa 100–150 g Käse, damit die Zwiebeln im Mittelpunkt bleiben. Achten Sie bei streng vegetarischer Ernährung auf eine passende Käsekennzeichnung. Die vegetarische Variante enthält weiterhin Eier und Milchprodukte und ist nicht vegan.
Zwiebelkuchen mit Apfel und Speck
Schneiden Sie einen kleinen säuerlichen Apfel in dünne Scheiben und dünsten Sie ihn gegen Ende kurz mit den Zwiebeln. Lassen Sie eventuell austretenden Saft verdampfen, bevor die Mischung abkühlt.
Diese Abwandlung ergänzt das Grundrezept um eine fruchtige Note. Beginnen Sie bewusst mit einem kleinen Apfel, statt den Belag gleich mit mehreren großen Früchten deutlich feuchter zu machen.
Herbstlicher Zwiebelkuchen mit Kürbis
Ersetzen Sie versuchsweise 200 g der geschälten Zwiebeln durch 200 g fein geriebenen Kürbis. Dünsten Sie den Kürbis mit, bis er weich ist und keine freie Flüssigkeit mehr in der Pfanne steht.
Etwas Thymian oder fein gehackter Rosmarin passt als zusätzliche Würze. Kontrollieren Sie den Garzustand auch bei dieser Variante; ein veränderter Gemüsebelag kann sich anders verhalten als das Grundrezept.
Was passt zu Zwiebelkuchen?
Ein grüner Salat mit einer milden Essig-Öl-Vinaigrette ist eine einfache Beilage. Für eine eigene Mischung verrühren Sie beispielsweise drei Esslöffel Öl mit einem Esslöffel Apfelessig, etwas Senf, Salz und Pfeffer. Geben Sie das Dressing erst unmittelbar vor dem Servieren an den Salat.
Wer die Salatbeilage selbst anbauen möchte, findet Anregungen in unserem Vergleich Feldsalat, Spinat oder Winterportulak: Was wächst im Winter am besten?.
Als Getränk können Sie Federweißer oder einen trockenen Weißwein dazu reichen. Alkoholfrei passen Apfelsaftschorle, Traubensaftschorle oder Mineralwasser. Wählen Sie die Begleitung danach, was Ihnen und Ihren Gästen schmeckt.
Eine kleinere Menge: Zwiebelkuchen für die Springform
Für eine Springform mit 28 cm Durchmesser können Sie sich rechnerisch an der halben Zutatenmenge orientieren. Ihre Grundfläche entspricht ungefähr der Hälfte eines 30 × 40 cm großen Blechs.
Das bedeutet unter anderem: 250 g Mehl, 500 g geschälte Zwiebeln, 100 g Speck, 100 g Crème fraîche und ein Ei. Auch Milch, Butter, Salz und Hefe werden halbiert.
Die Backzeit wird dagegen nicht halbiert. Prüfen Sie auch hier ab etwa 30 Minuten Boden und Mitte. Ein höher gezogener Rand oder eine dickere Füllung kann mehr Zeit benötigen.
Häufige Fragen zum Zwiebelkuchen
Muss man die Zwiebeln vorher anbraten?
Für dieses Rezept werden die Zwiebeln vor dem Backen weich und glasig gedünstet. Kräftiges, dunkles Anbraten ist nicht nötig. Geben Sie das Kilogramm Zwiebeln nicht ungegart auf den Teig, wenn Sie nach dieser Anleitung backen.
Kann ich den Teigboden vorbacken?
Im beschriebenen Ablauf ist Vorbacken nicht vorgesehen. Beginnen Sie mit dem vollständigen Vorheizen, einem gut vorbereiteten Belag und der unteren Einschubposition. Ein separat vorgebackener Boden wäre eine zusätzliche Rezeptänderung, für die Backzeit und Ablauf angepasst werden müssten.
Geht Zwiebelkuchen auch ohne Hefe?
Ja, dafür lässt sich ein anderes Grundrezept verwenden, etwa mit Mürbeteig oder Quark-Öl-Teig. Lassen Sie die Hefe in diesem Hefeteigrezept aber nicht einfach ersatzlos weg. Die Zutatenverhältnisse eines anderen Teigtyps müssen dazu passen.
Darf Zwiebelkuchen kalt gegessen werden?
Ein vollständig durchgebackener Zwiebelkuchen lässt sich grundsätzlich auch kalt servieren. Kalt essen bedeutet jedoch nicht ungekühlt aufbewahren: Reste müssen zügig gekühlt und anschließend korrekt im Kühlschrank gelagert werden.
Wie viele Zwiebeln braucht man für ein Blech?
Für das hier beschriebene 30 × 40 cm große Blech verwenden Sie ein Kilogramm geschälte Zwiebeln. Andere Rezepte können stärker belegt sein. Übertragen Sie eine höhere Zwiebelmenge nicht automatisch auf diesen Guss, ohne die übrigen Mengen und den Backverlauf mit zu berücksichtigen.
Ist das ein überliefertes Originalrezept?
Hier finden Sie eine klassische Zubereitung mit Hefeteig, Zwiebeln, Speck und Crème fraîche. Die Formulierung „wie bei Oma“ beschreibt den vertrauten, traditionellen Charakter. Eine belegte Familienüberlieferung oder ein bestimmtes regionales Original wird damit nicht behauptet.
Zwiebelkuchen aus eigener Ernte: einfach kochen, bewusst genießen
Ein Blech Zwiebelkuchen ist eine schöne Gelegenheit, selbst angebaute Zwiebeln zu verarbeiten und gemeinsam zu essen. Bleibt von der Ernte mehr übrig, als Sie sinnvoll verwenden können, finden Sie in unserem Beitrag Ernteüberschuss teilen statt wegwerfen weitere Ideen für die Weitergabe.
Für das Backen bleibt die wichtigste Kombination einfach: gut aufgegangener Teig, weich gedünstete Zwiebeln, ein nicht zu nasser Belag und ausreichend Zeit im Ofen. Genau darauf kommt es bei diesem klassischen Zwiebelkuchen vom Blech an.
Mit oder ohne Kümmel – wie mögen Sie Ihren Zwiebelkuchen am liebsten? Teilen Sie Ihre Variante und Ihre Backerfahrung in den Kommentaren.

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor