Zucchinibrot – saftig, einfach und unglaublich vielseitig
Zucchinibrot ist die vielleicht köstlichste Antwort auf eine reiche Zucchiniernte. Geraspelte Zucchini macht den Teig wunderbar saftig, ohne dass das fertige Brot deutlich nach Gemüse schmeckt. Dadurch lässt sich Zucchinibrot sowohl süß mit Zimt, Nüssen oder Schokolade als auch herzhaft mit Käse, Kräutern und Gewürzen zubereiten.
Besonders praktisch: Für Zucchinibrot braucht es weder Hefe noch lange Gehzeiten. Der Teig wird ähnlich wie ein Rührteig zubereitet, in eine Kastenform gefüllt und direkt gebacken. Das macht das Rezept ideal für alle, die ihre Zucchinischwemme schnell und unkompliziert verarbeiten möchten.
In diesem Artikel findest du ein gelingsicheres Grundrezept für süßes Zucchinibrot, eine herzhafte Variante, zahlreiche Ideen zum Abwandeln sowie praktische Tipps zur richtigen Zubereitung, Aufbewahrung und zum Einfrieren.
Das Wichtigste über Zucchinibrot auf einen Blick
- Zucchini macht den Teig saftig, schmeckt im fertigen Brot aber kaum hervor.
- Junge Zucchini müssen weder geschält noch entkernt werden.
- Die geraspelte Zucchini sollte für das süße Rezept nur leicht ausgedrückt werden.
- Der Teig darf nach der Zugabe des Mehls nicht zu lange gerührt werden.
- Süßes Zucchinibrot schmeckt am nächsten Tag oft noch aromatischer.
- Das Brot kann problemlos portionsweise eingefroren werden.
- Aus dem Grundrezept lassen sich auch Muffins backen.
Was ist Zucchinibrot eigentlich?
Der Name kann zunächst etwas irreführend sein. Süßes Zucchinibrot ist kein klassisches Brot aus Hefeteig, sondern ein sogenanntes schnelles Brot. Es ähnelt in seiner Zubereitung und Konsistenz eher einem saftigen Kastenkuchen.
Der Teig wird mit Backpulver gelockert und muss deshalb weder geknetet noch gehen gelassen werden. In den USA ist diese Form des „Zucchini Bread“ schon lange bekannt. Dort wird es häufig mit Zimt, Walnüssen, Vanille und braunem Zucker gebacken.
Daneben gibt es herzhafte Zucchinibrote, die mit Käse, Kräutern, Oliven oder getrockneten Tomaten zubereitet werden. Sie passen hervorragend zu Salaten, Suppen, Grillgerichten oder einem gemütlichen Abendessen.

Warum kommt Zucchini in den Teig?
Zucchini hat einen milden Eigengeschmack und enthält viel natürliche Feuchtigkeit. Beim Backen werden die feinen Raspel weich und verbinden sich nahezu vollständig mit dem Teig.
Das sorgt dafür, dass Zucchinibrot:
- angenehm saftig bleibt,
- nicht schnell austrocknet,
- eine weiche und lockere Krume bekommt,
- auch am nächsten Tag noch gut schmeckt,
- auf unterschiedliche Weise gewürzt werden kann.
Im süßen Zucchinibrot ist das Gemüse später meist kaum noch zu erkennen. Selbst Menschen, die Zucchini nicht besonders mögen, sind häufig überrascht, wie unauffällig sie sich in den Teig einfügt.
Welche Zucchini eignen sich für Zucchinibrot?
Am besten eignen sich kleine bis mittelgroße Zucchini. Sie haben eine dünne Schale, festes Fruchtfleisch und nur kleine Kerne. Grüne und gelbe Sorten können gleichermaßen verwendet werden.
Auch sehr große Zucchini aus dem Garten lassen sich zu Zucchinibrot verarbeiten. Bei älteren Früchten solltest du allerdings prüfen, ob die Schale bereits hart geworden ist. In diesem Fall wird die Zucchini vor dem Raspeln geschält.
Das schwammige Innere mit großen, festen Kernen kann mit einem Löffel entfernt werden. Das feste Fruchtfleisch wird anschließend wie gewohnt geraspelt.
Wichtiger Hinweis bei bitteren Zucchini
Probiere vor der Verarbeitung ein kleines Stück der rohen Zucchini. Schmeckt sie auffällig bitter, sollte sie nicht für das Zucchinibrot oder andere Gerichte verwendet werden.
Das gilt besonders für selbst gezogene Gartenfrüchte. Auch durch Kochen oder Backen verschwindet ein stark bitterer Geschmack nicht zuverlässig.
Muss man Zucchini für Zucchinibrot schälen?
Junge Zucchini müssen nicht geschält werden. Die Schale ist weich, essbar und wird beim Backen noch zarter. Außerdem sorgt sie bei grünen Sorten für kleine farbige Sprenkel im fertigen Brot.
Nur bei sehr großen, älteren Zucchini kann die Schale fest oder ledrig werden. Dann empfiehlt es sich, sie mit einem Sparschäler zu entfernen.
Muss man die Zucchiniraspel ausdrücken?
Das richtige Ausdrücken der Zucchini entscheidet darüber, ob das Brot angenehm saftig oder zu feucht und klitschig wird.
Für süßes Zucchinibrot werden die Raspel nur leicht ausgedrückt. Sie dürfen noch feucht sein, sollten aber nicht mehr tropfen. Drückst du sie vollständig trocken, verliert das Brot einen Teil seiner typischen Saftigkeit.
Für herzhaftes Zucchinibrot können die Raspel etwas gründlicher ausgedrückt werden. Käse, Milch, Eier und Öl bringen bereits zusätzliche Feuchtigkeit in den Teig.
Am einfachsten geht es so:
- Zucchini grob oder mittelfein raspeln.
- Die Raspel in ein sauberes Küchentuch geben.
- Das Tuch zusammenfalten.
- Die Zucchini vorsichtig zusammendrücken.
- Nicht so stark pressen, dass die Raspel völlig trocken werden.
Bei den folgenden Rezepten bezieht sich die angegebene Zucchinimenge auf die geraspelte Zucchini vor dem Ausdrücken.
Süßes Zucchinibrot mit Walnüssen und Zimt
Dieses süße Zucchinibrot wird besonders saftig und aromatisch. Zimt, Vanille und Walnüsse passen hervorragend zur milden Zucchini. Das Brot schmeckt zum Frühstück, zum Nachmittagskaffee oder einfach als kleiner Snack zwischendurch.
Rezept auf einen Blick
Menge: 1 Kastenform mit etwa 25 Zentimetern Länge
Portionen: ungefähr 12 Scheiben
Vorbereitungszeit: etwa 20 Minuten
Backzeit: etwa 55 bis 65 Minuten
Backtemperatur: 175 Grad Ober-/Unterhitze
Zutaten für das süße Zucchinibrot
- 300 g Zucchini, geraspelt und leicht ausgedrückt
- 250 g Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630
- 140 g brauner oder weißer Zucker
- 100 ml neutrales Pflanzenöl, beispielsweise Rapsöl
- 2 Eier Größe M
- 80 g Walnüsse
- 2 gestrichene TL Backpulver
- 1 TL Zimt
- 1 TL Vanillezucker oder Vanilleextrakt
- ½ TL Salz
- optional: etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone

Zucchinibrot Schritt für Schritt zubereiten
1. Backofen und Form vorbereiten
Heize den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vor. Fette die Kastenform sorgfältig ein und bestäube sie leicht mit Mehl. Alternativ kannst du sie mit Backpapier auslegen.
Das Backpapier lässt sich leichter an die Form anpassen, wenn du es vorher kurz zusammenknüllst und anschließend wieder auseinanderfaltest.
2. Zucchini raspeln
Wasche die Zucchini und trockne sie ab. Junge Früchte können ungeschält verwendet werden.
Raspel die Zucchini grob oder mittelfein. Wiege davon 300 Gramm ab und drücke die Raspel anschließend leicht aus. Sie sollen noch feucht sein, dürfen aber nicht stark tropfen.
3. Walnüsse vorbereiten
Hacke die Walnüsse grob. Für ein kräftigeres Aroma kannst du sie vorher einige Minuten ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Lass die gerösteten Nüsse vollständig abkühlen, bevor du sie in den Teig gibst.
4. Flüssige Zutaten verrühren
Gib Eier, Zucker und Vanille in eine große Rührschüssel. Verrühre alles etwa ein bis zwei Minuten, bis sich die Zutaten gut verbunden haben.
Gieße das Pflanzenöl langsam dazu und rühre weiter, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.
5. Trockene Zutaten mischen
Vermische in einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver, Zimt und Salz.
Durch das separate Vermischen verteilt sich das Backpulver später gleichmäßiger im Teig.
6. Teig fertigstellen
Gib die Mehlmischung zu den flüssigen Zutaten. Verrühre alles nur so lange, bis gerade eben kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.
Hebe anschließend die Zucchiniraspel und die gehackten Walnüsse vorsichtig mit einem Teigschaber unter.
Rühre den Teig nicht unnötig lange. Zu starkes Rühren kann dazu führen, dass das Zucchinibrot später fest oder zäh wird.
7. Zucchinibrot backen
Fülle den Teig in die vorbereitete Kastenform und streiche die Oberfläche glatt.
Backe das Zucchinibrot auf der mittleren Schiene etwa 55 bis 65 Minuten. Die genaue Backzeit hängt von der Form, dem Backofen und dem Wassergehalt der Zucchini ab.
Wird die Oberfläche zu dunkel, kannst du das Brot während der letzten 15 bis 20 Minuten locker mit Backpapier abdecken.
8. Stäbchenprobe machen
Stecke gegen Ende der Backzeit ein Holzstäbchen in die Mitte des Brotes.
Einige feuchte Krümel dürfen daran haften bleiben. Flüssiger oder klebriger Teig sollte jedoch nicht mehr zu sehen sein.
9. Vollständig auskühlen lassen
Lass das Zucchinibrot zunächst etwa 15 Minuten in der Form abkühlen. Löse es anschließend vorsichtig aus der Form und setze es auf ein Kuchengitter.
Schneide das Brot erst an, wenn es vollständig ausgekühlt ist. Im warmen Zustand ist die Krume noch empfindlich und kann beim Anschneiden zusammengedrückt wirken.
Warum schmeckt Zucchinibrot am nächsten Tag oft noch besser?
Nach dem vollständigen Auskühlen verteilen sich Feuchtigkeit und Gewürzaromen gleichmäßig im Brot. Dadurch wirkt die Krume am nächsten Tag häufig noch saftiger und der Geschmack von Zimt, Vanille und Nüssen kommt stärker zur Geltung.
Bewahre das ausgekühlte Brot dafür gut verschlossen auf. Verpacke es nicht, solange es noch warm ist, da sich sonst Kondenswasser bilden kann.
Die besten Varianten für süßes Zucchinibrot
Das Grundrezept lässt sich sehr einfach verändern. Wichtig ist lediglich, dass nicht zu viele zusätzliche feuchte Zutaten in den Teig gegeben werden.
Zucchinibrot mit Schokolade
Hebe zusätzlich 80 bis 100 Gramm grob gehackte Zartbitterschokolade oder Schokoladentropfen unter den Teig.
Für ein besonders schokoladiges Zucchinibrot kannst du außerdem 25 Gramm des Mehls durch ungesüßtes Kakaopulver ersetzen.
Zucchinibrot mit Zitrone
Gib die fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone in den Teig. Nach dem Auskühlen kannst du das Brot mit einem einfachen Zitronenguss überziehen.
Dafür verrührst du Puderzucker mit wenig Zitronensaft, bis ein dickflüssiger Guss entsteht.
Zucchinibrot mit Apfel
Ein kleiner geriebener Apfel macht das Brot noch fruchtiger. Da Äpfel zusätzliche Flüssigkeit enthalten, solltest du die Zucchini in diesem Fall etwas gründlicher ausdrücken.
Besonders gut passen Apfel, Walnüsse, Zimt und eine kleine Prise Kardamom zusammen.
Zucchinibrot mit Banane
Eine sehr reife, zerdrückte Banane bringt natürliche Süße und ein kräftiges Aroma in den Teig. Die Zuckermenge kann dabei etwas reduziert werden.
Da die Banane auch Feuchtigkeit liefert, sollte die Zucchini gut abtropfen.
Zucchinibrot mit Kokos
Ersetze einen Teil der Walnüsse durch 40 bis 50 Gramm Kokosraspel. Etwas Kardamom, Limettenschale oder Vanille ergänzt diese Variante besonders gut.
Zucchinibrot mit Haselnüssen
Statt Walnüssen kannst du gehackte Haselnüsse verwenden. Geröstete Haselnüsse geben dem Brot ein kräftigeres Aroma und passen hervorragend zu Schokolade.
Zucchinibrot ohne Nüsse
Die Nüsse können ersatzlos weggelassen werden. Alternativ eignen sich Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Haferflocken oder Schokoladenstückchen.
Werden die Nüsse vollständig weggelassen, verändert sich die Konsistenz des Teiges kaum.
Zucchinibrot mit weniger Zucker
Die Zuckermenge im Grundrezept lässt sich auf etwa 110 bis 120 Gramm reduzieren. Das Brot schmeckt dadurch weniger süß, bleibt aber weiterhin angenehm saftig.
Eine deutlich stärkere Reduzierung verändert nicht nur den Geschmack. Zucker beeinflusst auch die Bräunung, Feuchtigkeit und Struktur des Gebäcks.
Natürliche Süße kann zusätzlich durch folgende Zutaten in den Teig gelangen:
- geriebener Apfel
- reife Banane
- fein gehackte Trockenfrüchte
- ungesüßtes Apfelmus
Bei feuchten Zutaten muss die Flüssigkeitsmenge des Teiges im Blick behalten werden. Der fertige Teig sollte schwer reißend vom Löffel fallen und weder dünnflüssig noch trocken sein.
Zucchinibrot mit Vollkornmehl backen
Bis zur Hälfte des hellen Mehls kannst du problemlos durch Dinkelvollkornmehl oder Weizenvollkornmehl ersetzen.
Ein vollständig mit Vollkornmehl gebackenes Zucchinibrot wird meist etwas kompakter und benötigt möglicherweise zusätzliche Flüssigkeit. Gib bei Bedarf ein bis zwei Esslöffel Milch oder Pflanzendrink in den Teig.
Lass einen Vollkornteig vor dem Backen nicht lange stehen. Sobald das Backpulver mit den feuchten Zutaten vermischt ist, sollte der Teig möglichst bald in den Backofen.
Veganes Zucchinibrot ohne Ei
Für eine vegane Variante kannst du die beiden Eier durch Leinsamen-Eier ersetzen.
Vermische dafür:
- 2 EL fein geschrotete Leinsamen
- 6 EL Wasser
Lass die Mischung ungefähr zehn Minuten quellen. Anschließend wird sie wie die Eier in den Teig gegeben.
Verwende außerdem ausschließlich pflanzliche Zutaten und achte bei Schokolade oder anderen Ergänzungen auf die Zutatenliste.
Alternativ eignet sich ungesüßtes Apfelmus als Ei-Ersatz. Dabei sollte die zusätzliche Feuchtigkeit berücksichtigt werden.
Glutenfreies Zucchinibrot
Für ein glutenfreies Zucchinibrot kann das Weizen- oder Dinkelmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzt werden, die ausdrücklich für Kuchen und Rührteige geeignet ist.
Da sich glutenfreie Mischungen unterschiedlich verhalten, sollte die Teigkonsistenz vor dem Backen geprüft werden. Ist der Teig sehr fest, können ein bis zwei Esslöffel Milch oder Pflanzendrink ergänzt werden.
Herzhaftes Zucchinibrot mit Käse und Kräutern
Herzhaftes Zucchinibrot ist eine unkomplizierte Alternative zu klassischem Brot. Es schmeckt warm und kalt und eignet sich hervorragend als Beilage zum Grillen, zu einem Salat oder einer Suppe.
Rezept auf einen Blick
Menge: 1 Kastenform mit etwa 25 Zentimetern Länge
Vorbereitungszeit: etwa 20 Minuten
Backzeit: etwa 50 bis 60 Minuten
Backtemperatur: 175 Grad Ober-/Unterhitze
Zutaten für herzhaftes Zucchinibrot
- 300 g Zucchini, geraspelt und gut ausgedrückt
- 250 g Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630
- 120 g geriebener Käse, beispielsweise Gouda, Bergkäse oder Cheddar
- 2 Eier Größe M
- 80 ml Milch
- 70 ml Olivenöl
- 2 gestrichene TL Backpulver
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 2 bis 3 EL gehackter Schnittlauch oder Petersilie
- ½ bis ¾ TL Salz, abhängig vom verwendeten Käse
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- optional: ½ TL Knoblauchpulver oder eine fein gehackte Knoblauchzehe
Zubereitung des herzhaften Zucchinibrots
Heize den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vor. Fette eine Kastenform ein oder lege sie mit Backpapier aus.
Raspel die Zucchini und drücke sie in einem Küchentuch gut aus. Da der herzhafte Teig bereits Milch, Öl und Käse enthält, darf die Zucchini etwas trockener sein als beim süßen Rezept.
Verquirle Eier, Milch, Olivenöl und Senf in einer großen Schüssel.
Vermische in einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver, Salz und Pfeffer. Gib die trockenen Zutaten zur Eiermischung und verrühre alles nur kurz.
Hebe anschließend Zucchiniraspel, geriebenen Käse und Kräuter unter.
Fülle den Teig in die Kastenform und streiche die Oberfläche glatt. Nach Wunsch kannst du etwas zusätzlichen Käse, Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne darüberstreuen.
Backe das Zucchinibrot ungefähr 50 bis 60 Minuten. Führe zum Ende der Backzeit eine Stäbchenprobe durch.
Lass das Brot nach dem Backen zunächst etwa 15 Minuten in der Form abkühlen. Nimm es anschließend heraus und lass es auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.
Herzhafte Varianten des Zucchinibrots
Mediterranes Zucchinibrot
Ergänze den Teig mit:
- fein gehackten getrockneten Tomaten
- schwarzen oder grünen Oliven
- Rosmarin oder Thymian
- zerbröseltem Feta
Da Feta und Oliven bereits salzig sind, sollte die zusätzliche Salzmenge reduziert werden.
Zucchinibrot mit Speck und Zwiebeln
Brate fein gewürfelten Speck und Zwiebeln in einer Pfanne an. Lass die Mischung abkühlen und hebe sie anschließend unter den Teig.
In diesem Fall sollte ebenfalls weniger zusätzliches Salz verwendet werden.
Zucchinibrot mit Möhren
Ersetze etwa ein Drittel der Zucchini durch fein geriebene Möhren. Das Brot erhält dadurch eine leicht süßliche Note und eine schöne Farbe.
Zucchinibrot mit Feta
Ersetze einen Teil des geriebenen Käses durch zerbröselten Feta. Dazu passen Petersilie, Dill, Thymian und etwas Zitronenschale.
Zucchinibrot mit Kürbiskernen
Gib eine Handvoll Kürbiskerne in den Teig und streue weitere Kerne auf die Oberfläche. Auch Sonnenblumenkerne oder Sesam eignen sich gut.
Was passt zu herzhaftem Zucchinibrot?
Herzhaftes Zucchinibrot kann als Beilage, Zwischenmahlzeit oder leichtes Hauptgericht serviert werden.
Besonders gut passt es zu:
- Kräuterquark
- Frischkäse
- Kräuterbutter
- Tomatenbutter
- Hummus
- Tomaten- oder Gurkensalat
- grünem Blattsalat
- Kartoffelsuppe
- Gemüsesuppe
- gegrilltem Gemüse
- Antipasti
- Grillfleisch oder Grillkäse
Leicht angeröstet schmeckt das Brot auch am nächsten Tag noch sehr gut. Einzelne Scheiben können im Toaster, in einer trockenen Pfanne oder kurz im Backofen erwärmt werden.
Die häufigsten Fehler beim Backen von Zucchinibrot
Das Zucchinibrot ist innen klitschig
Eine zu feuchte oder klebrige Mitte kann verschiedene Ursachen haben:
- Die Zucchini wurde nicht ausreichend ausgedrückt.
- Es wurde mehr Zucchini als im Rezept angegeben verwendet.
- Das Brot wurde zu kurz gebacken.
- Die Kastenform war kleiner als vorgesehen.
- Das Brot wurde angeschnitten, bevor es vollständig ausgekühlt war.
- Der Backofen hat die eingestellte Temperatur noch nicht erreicht.
Verlängere bei Bedarf die Backzeit um fünf bis zehn Minuten. Wird die Oberfläche bereits dunkel, decke sie mit Backpapier ab.
Das Zucchinibrot ist zu trocken
Mögliche Ursachen sind:
- Die Zucchini wurde vollständig trocken ausgepresst.
- Das Brot wurde zu lange gebacken.
- Es wurde zu viel Mehl verwendet.
- Das Mehl wurde mit dem Messbecher statt mit einer Waage abgemessen.
- Es wurde sehr saugfähiges Vollkornmehl verwendet.
Wiege die Zutaten möglichst genau ab und kontrolliere das Brot rechtzeitig mit der Stäbchenprobe.
Das Brot geht nicht richtig auf
Dafür können folgende Gründe verantwortlich sein:
- Das Backpulver war zu alt.
- Der Teig wurde nach der Zugabe des Mehls zu lange gerührt.
- Der fertige Teig stand zu lange vor dem Backen.
- Es befand sich zu viel Flüssigkeit im Teig.
- Der Backofen war nicht vollständig vorgeheizt.
Backpulverteig sollte nach dem Vermischen möglichst schnell gebacken werden.
Das Zucchinibrot fällt nach dem Backen zusammen
Ein leichtes Absinken ist bei einem sehr saftigen Brot nicht ungewöhnlich. Sinkt es stark ein, war die Mitte wahrscheinlich noch nicht vollständig durchgebacken.
Öffne die Backofentür während der ersten 40 Minuten möglichst nicht. Kontrolliere das Brot erst gegen Ende der vorgesehenen Backzeit.
Das Zucchinibrot wird außen zu dunkel
Decke die Oberfläche nach etwa 40 Minuten locker mit Backpapier ab. Stelle die Form außerdem nicht zu weit oben in den Backofen.
Eine Temperatur von 175 Grad Ober-/Unterhitze ist für Zucchinibrot meist günstiger als eine sehr hohe Backtemperatur.
Der Teig ist zu fest
Die Feuchtigkeit von Zucchini kann stark variieren. Wirkt der Teig trocken und lässt sich nur schwer verrühren, gib esslöffelweise etwas Milch oder Pflanzendrink dazu.
Der Teig sollte dickflüssig sein und schwer reißend vom Löffel fallen.
Der Teig ist zu flüssig
Ist der Teig sehr dünn, war die Zucchini möglicherweise besonders wasserreich. Gib zunächst ein bis zwei Esslöffel Mehl dazu.
Zu viel zusätzliches Mehl sollte jedoch vermieden werden, da das Brot sonst trocken werden kann.
Zucchinibrot als Muffins backen
Aus beiden Grundrezepten lassen sich auch Zucchini-Muffins zubereiten.
Verteile den Teig auf gefettete oder mit Papierförmchen ausgelegte Muffinmulden. Fülle die Mulden nur etwa zu zwei Dritteln, damit der Teig beim Backen nicht überläuft.
Backe die Muffins bei 175 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 20 bis 25 Minuten. Führe bereits nach 20 Minuten eine Stäbchenprobe durch.
Zucchini-Muffins eignen sich besonders gut für:
- Picknick und Ausflug
- Frühstück und Pausenbrot
- Gartenfest und Buffet
- Kindergeburtstag
- portionsweises Einfrieren
Zucchinibrot richtig aufbewahren
Vor dem Verpacken muss das Zucchinibrot vollständig ausgekühlt sein. Wird es noch warm in eine Dose gegeben, sammelt sich Kondenswasser. Dadurch kann die Oberfläche feucht und klebrig werden.
Süßes Zucchinibrot aufbewahren
Süßes Zucchinibrot bleibt bei kühler Raumtemperatur in einer gut schließenden Dose etwa zwei bis drei Tage saftig.
Bei hohen Sommertemperaturen sollte es im Kühlschrank gelagert werden. Nimm die gewünschte Menge einige Zeit vor dem Essen heraus, damit sich das Aroma wieder entfalten kann.
Herzhaftes Zucchinibrot aufbewahren
Herzhaftes Zucchinibrot mit Käse, Milch und frischen Kräutern gehört in den Kühlschrank. Dort sollte es gut abgedeckt aufbewahrt und innerhalb weniger Tage gegessen werden.
Einzelne Scheiben schmecken besonders gut, wenn sie vor dem Servieren kurz aufgebacken oder getoastet werden.
Zucchinibrot einfrieren
Zucchinibrot lässt sich sehr gut einfrieren. Am praktischsten ist es, das vollständig ausgekühlte Brot vorher in Scheiben zu schneiden.
Lege zwischen die Scheiben kleine Stücke Backpapier. So kannst du später genau die Menge entnehmen, die du benötigst.
Verpacke das Brot luftdicht in einem geeigneten Gefrierbehälter oder Gefrierbeutel. Am besten wird es innerhalb von ungefähr drei Monaten verbraucht.
Zucchinibrot auftauen
Einzelne Scheiben können bei Raumtemperatur aufgetaut werden. Sie schmecken anschließend besonders gut, wenn sie kurz in den Toaster oder Backofen kommen.
Ein ganzes Brot lässt du am besten langsam in seiner Verpackung auftauen. So bleibt mehr Feuchtigkeit im Gebäck.
Kann man geraspelte Zucchini für später einfrieren?
Geraspelte Zucchini kann eingefroren und später für Zucchinibrot verwendet werden. Beim Auftauen tritt allerdings viel Wasser aus.
Lass die Zucchiniraspel vollständig auftauen und gib sie anschließend in ein Sieb. Drücke überschüssige Flüssigkeit vorsichtig aus.
Wiege die für das Rezept benötigte Menge erst nach dem Auftauen und Abtropfen ab. Da sich die Konsistenz verändert, sollte die Flüssigkeit des Teiges beim Rühren aufmerksam kontrolliert werden.
Zucchinischwemme: Weitere Ideen für die Ernte
Zucchinibrot ist nur eine von vielen Möglichkeiten, große Mengen Zucchini zu verarbeiten. Gerade im Hochsommer entwickeln selbst wenige Pflanzen oft mehr Früchte, als direkt verbraucht werden können.
Neben süßem und herzhaftem Zucchinibrot eignen sich die Früchte auch für:
- Zucchinikuchen
- Zucchini-Muffins
- Zucchinisuppe
- gefüllte Zucchini
- Zucchinipuffer
- Zucchini-Chutney
- eingelegte Zucchini
- Zucchini-Relish
- Zucchini-Auflauf
- Zucchini-Pasta
- gegrillte Zucchinispieße
- Zucchini-Kartoffel-Muffins
Sehr große Gartenfrüchte lassen sich außerdem gut für Suppen, Chutneys, Aufläufe und gefüllte Zucchini verwenden.
Häufig gestellte Fragen zu Zucchinibrot
Schmeckt Zucchinibrot stark nach Zucchini?
Nein. Zucchini hat einen milden Eigengeschmack und tritt im fertigen Brot kaum hervor. Im süßen Rezept bestimmen vor allem Zimt, Vanille, Nüsse oder Schokolade den Geschmack.
Wird die Zucchini vor oder nach dem Ausdrücken gewogen?
Bei diesem Rezept werden die Zucchiniraspel vor dem Ausdrücken gewogen. Anschließend wird nur die überschüssige Flüssigkeit entfernt.
Diese Angabe ist wichtig, da sich das Gewicht beim Ausdrücken deutlich verändern kann.
Welche Reibe eignet sich für Zucchinibrot?
Eine grobe oder mittelfeine Küchenreibe ist ideal. Sehr fein geriebene Zucchini gibt besonders viel Flüssigkeit ab und kann den Teig kompakter machen.
Kann ich gelbe Zucchini verwenden?
Ja. Gelbe Zucchini eignen sich genauso gut wie grüne Sorten. Das Brot wird dadurch etwas heller und die Raspel fallen optisch weniger auf.
Muss die Zucchini vor dem Raspeln gekocht werden?
Nein. Die Zucchini kommt roh in den Teig und wird während des Backens vollständig weich.
Kann ich sehr große Zucchini verwenden?
Ja. Schäle die Frucht bei Bedarf und entferne das weiche Innere mit den großen Kernen. Verwende anschließend nur das feste Fruchtfleisch.
Kann ich Zucchinibrot ohne Walnüsse backen?
Ja. Die Walnüsse können weggelassen oder durch Haselnüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Schokolade ersetzt werden.
Welches Öl eignet sich für süßes Zucchinibrot?
Ein neutrales Pflanzenöl wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl ist besonders geeignet. Olivenöl kann je nach Sorte einen deutlich wahrnehmbaren Eigengeschmack haben und eignet sich daher eher für die herzhafte Variante.
Kann ich Butter statt Öl verwenden?
Grundsätzlich kann geschmolzene Butter verwendet werden. Öl sorgt jedoch meist für eine besonders saftige und weiche Krume.
Lass geschmolzene Butter vor der Verarbeitung etwas abkühlen, damit die Eier nicht gerinnen.
Wie erkenne ich, dass das Zucchinibrot fertig ist?
Stecke ein Holzstäbchen in die Mitte des Brotes. Haftet kein flüssiger Teig mehr daran, ist das Brot durchgebacken.
Einige feuchte Krümel sind bei einem saftigen Zucchinibrot normal.
Warum sollte das Brot vor dem Anschneiden auskühlen?
Die Krume festigt sich während des Abkühlens. Wird das Brot zu früh angeschnitten, kann es zusammengedrückt, klebrig oder scheinbar nicht durchgebacken wirken.
Ist süßes Zucchinibrot ein Brot oder ein Kuchen?
Von der Zubereitung und Konsistenz her ähnelt süßes Zucchinibrot eher einem Kastenkuchen. Der Begriff „Brot“ stammt von der typischen Form und der internationalen Bezeichnung als „Zucchini Bread“.
Kann man den Teig am Vortag vorbereiten?
Das ist nicht empfehlenswert. Sobald Backpulver und Flüssigkeit miteinander vermischt sind, beginnt das Backtriebmittel zu arbeiten.
Der fertige Teig sollte deshalb möglichst direkt gebacken werden.
Kann ich Zucchinibrot in einer runden Form backen?
Ja. Die Backzeit kann sich dabei verändern. In einer breiten Form wird der Teig flacher und ist meist schneller fertig als in einer schmalen Kastenform.
Kontrolliere das Brot deshalb frühzeitig mit der Stäbchenprobe.
Zucchinibrot ist die köstliche Lösung für die Zucchinischwemme
Zucchinibrot ist unkompliziert, saftig und erstaunlich wandelbar. Die geraspelte Zucchini sorgt für Feuchtigkeit, ohne geschmacklich stark hervorzutreten. Dadurch eignet sie sich sowohl für ein süßes Brot mit Zimt, Walnüssen und Schokolade als auch für eine herzhafte Variante mit Käse, Kräutern oder mediterranen Zutaten.
Für ein gelungenes Ergebnis kommt es vor allem auf drei Dinge an: Die Zucchini darf weder tropfnass noch vollständig trocken sein, der Teig sollte nur kurz verrührt werden und das Brot muss vollständig durchbacken und auskühlen.
Ob als Frühstück, Kuchen zum Kaffee, herzhafte Beilage oder Vorrat für den Gefrierschrank: Mit diesem Rezept lässt sich die sommerliche Zucchiniernte besonders vielseitig genießen.

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor