Wie groß sollte ein Gewächshaus zur Ernährung von fünf Personen sein?
Wer fünf Personen regelmäßig mit frischem Gemüse aus dem eigenen Garten versorgen möchte, braucht mehr als ein kleines Hobbygewächshaus. Tomaten, Gurken und Paprika benötigen nicht nur ausreichend Beetfläche, sondern auch genügend Abstand, Licht, Luft und Höhe.
Als praxistaugliche Orientierung gilt:
Für einen Haushalt mit fünf Personen ist ein Gewächshaus mit etwa 40 bis 50 Quadratmetern Grundfläche empfehlenswert.
Sehr gut geeignet sind beispielsweise Gewächshäuser mit den Abmessungen:
- 5 × 8 Meter = 40 m²
- 5 × 10 Meter = 50 m²
- 6 × 8 Meter = 48 m²
Mit dieser Größe lässt sich während der Gartensaison reichlich Frischgemüse anbauen. Bei guter Planung können außerdem größere Mengen für Tomatensoßen, Suppen, Chutneys, eingelegtes Gemüse und andere Vorräte geerntet werden.
Für eine vollständige Ernährung von fünf Personen reicht ein Gewächshaus allein jedoch nicht aus. Dafür werden zusätzlich größere Freilandflächen für Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl, Möhren, Hülsenfrüchte, Kürbisse, Obst und andere lagerfähige Kulturen benötigt.
Die passende Gewächshausgröße nach dem Versorgungsziel
| Versorgungsziel | Empfohlene Gewächshausfläche | Realistische Nutzung |
|---|---|---|
| Kleine Ergänzung für den Sommer | 10–15 m² | Einige Tomaten, Gurken, Paprika und Kräuter |
| Gute saisonale Versorgung | 15–25 m² | Regelmäßig Frischgemüse für die Familie |
| Umfangreiche Versorgung | 25–35 m² | Viel Frischgemüse während der Hauptsaison |
| Familienversorgung mit Vorratshaltung | 40–50 m² | Reichliche Ernten und Gemüse zum Haltbarmachen |
| Sehr hoher Selbstversorgungsanteil | 60–80 m² | Intensiver Anbau vom zeitigen Frühjahr bis in den Winter |
| Nahezu vollständige Selbstversorgung | Gewächshaus allein nicht ausreichend | Zusätzlich große Freiland-, Obst- und Lagerflächen erforderlich |
Ein Gewächshaus mit weniger als 20 Quadratmetern kann durchaus einen wertvollen Beitrag zur Ernährung leisten. Für fünf Personen wird es jedoch schnell eng, sobald neben Tomaten auch Gurken, Paprika, Auberginen, Salate, Kräuter und Jungpflanzen Platz finden sollen.

Die klare Empfehlung: ein Gewächshaus mit 40 Quadratmetern
Ein Gewächshaus mit etwa 40 Quadratmetern ist für einen Fünf-Personen-Haushalt ein sehr guter Mittelweg. Es ist groß genug, um nennenswerte Erntemengen zu erzielen, bleibt hinsichtlich Pflege, Bewässerung, Belüftung und Anschaffungskosten aber noch überschaubar.
Eine besonders praktische Größe ist:
5 Meter Breite × 8 Meter Länge = 40 Quadratmeter
Die Breite von fünf Metern ermöglicht eine sinnvolle Aufteilung in mehrere Beete und ausreichend breite Wege.
Eine mögliche Innenaufteilung wäre:
- drei Beete mit jeweils etwa 1,20 Meter Breite
- zwei Hauptwege mit jeweils etwa 60 bis 70 Zentimetern Breite
- zusätzlicher Platz im Eingangsbereich
- eine kleine Arbeits- oder Anzuchtfläche
- Stellfläche für Wasserbehälter, Regale oder Gartengeräte
Bei drei Beeten mit jeweils 1,20 × 8 Metern entstehen insgesamt rund 28,8 Quadratmeter reine Beetfläche. Die verbleibende Fläche wird für Wege und Arbeitsbereiche genutzt.
Beispiel für die Beetaufteilung
| Beet | Hauptkultur im Sommer | Mögliche Vor- und Nachkulturen |
|---|---|---|
| Beet 1, etwa 9,6 m² | Tomaten | Radieschen, Spinat, Feldsalat |
| Beet 2, etwa 9,6 m² | Gurken, Paprika und Auberginen | Pflücksalat, Kohlrabi, Rauke |
| Beet 3, etwa 9,6 m² | Bohnen, Melonen, Kräuter oder wechselnde Kulturen | Winterportulak, Asia-Salate, Spinat |
Auf rund zehn Quadratmetern können je nach Sorte, Erziehungsform und Pflanzabstand ungefähr 20 bis 24 Tomatenpflanzen untergebracht werden. Etwas weniger ist oft sinnvoller, wenn zwischen den Tomaten Basilikum, Salate oder andere Begleitkulturen wachsen sollen.
Bei Gurken wird deutlich weniger Pflanzfläche benötigt, da sie an Schnüren oder Rankhilfen in die Höhe geleitet werden können. Paprika und Auberginen wachsen kompakter, benötigen aber ausreichend Licht und dürfen nicht zu dicht stehen.
Wie viel kann ein 40 bis 50 Quadratmeter großes Gewächshaus erzeugen?
Die tatsächliche Erntemenge hängt nicht allein von der Grundfläche ab. Entscheidend sind unter anderem:
- Bodenqualität
- Sortenauswahl
- Pflanzabstände
- Bewässerung
- Nährstoffversorgung
- Belüftung
- Sonneneinstrahlung
- Schädlings- und Krankheitsdruck
- konsequente Nutzung von Vor-, Haupt- und Nachkulturen
Ein gut geführtes Gewächshaus kann dieselbe Fläche im Jahresverlauf mehrfach nutzen.
Februar bis April: frühe Kulturen
Bereits im ausgehenden Winter und zeitigen Frühjahr können robuste Gemüsearten angebaut werden:
- Spinat
- Radieschen
- Pflücksalat
- Schnittsalat
- Rauke
- Frühlingszwiebeln
- frühe Kohlrabi
- Mangold
- Petersilie
Gleichzeitig dient das Gewächshaus zur Anzucht von Tomaten, Paprika, Gurken, Kürbissen, Zucchini, Kohl und Blumen.
Mai bis September: wärmeliebende Hauptkulturen
Während der warmen Monate wird der größte Teil der Fläche von wärmeliebenden Pflanzen belegt:
- Tomaten
- Gurken
- Paprika
- Chili
- Auberginen
- Melonen
- Basilikum
- Stangenbohnen
Zwischen den größeren Pflanzen können anfangs schnell wachsende Salate, Radieschen oder Kräuter stehen. Sobald die Hauptkulturen mehr Platz benötigen, werden die Zwischenkulturen abgeerntet.
September bis in den Winter: Nachkulturen
Nach dem Abräumen der Sommerkulturen sollte die Fläche nicht ungenutzt bleiben. Geeignete Nachkulturen sind:
- Feldsalat
- Winterportulak
- Spinat
- Rauke
- Asia-Salate
- Winterkopfsalat
- Petersilie
- Frühlingszwiebeln
In einem unbeheizten Gewächshaus wachsen diese Pflanzen während der lichtarmen Wintermonate deutlich langsamer. Dennoch verlängert das Gewächshaus die Erntesaison erheblich und schützt die Kulturen vor Starkregen, Schnee, kaltem Wind und starken Temperaturschwankungen.
Reicht ein Gewächshaus für die vollständige Ernährung von fünf Personen?
Ein übliches Gartengewächshaus kann fünf Menschen nicht vollständig ernähren. Es liefert zwar viele Vitamine, Mineralstoffe, Kräuter und frisches Gemüse, aber nur vergleichsweise wenige Kalorien.
Für eine umfassende Selbstversorgung werden auch energiereiche und lagerfähige Grundnahrungsmittel benötigt, beispielsweise:
- Kartoffeln
- Trockenbohnen
- Erbsen
- Mais
- Kürbisse
- Zwiebeln
- Möhren
- Rote Bete
- Kohl
- Getreide
- Nüsse
- Obst
Diese Kulturen lassen sich überwiegend wirtschaftlicher und platzsparender im Freiland anbauen. Das Gewächshaus sollte vor allem für Pflanzen genutzt werden, die von höheren Temperaturen, Regenschutz und einer verlängerten Saison besonders profitieren.
Dazu gehören in erster Linie Tomaten, Gurken, Paprika, Chili, Auberginen und Melonen.
Wie viel gesamte Anbaufläche benötigen fünf Personen?
Als grobe Orientierung kann für Gemüse, Kartoffeln und einen gewissen Obstanteil mit etwa 80 bis 100 Quadratmetern Anbaufläche pro Person gerechnet werden. Der tatsächliche Flächenbedarf hängt stark von der Ernährungsweise, der Bodenqualität, den angebauten Kulturen und dem gewünschten Selbstversorgungsgrad ab.
Für fünf Personen ergeben sich damit ungefähr:
- 400 bis 500 m² für eine umfangreiche Versorgung mit Gemüse, Kartoffeln und Obst
- 500 bis 700 m² für einen sehr hohen pflanzlichen Selbstversorgungsanteil
- deutlich mehr Fläche, wenn zusätzlich Getreide, Ölpflanzen oder Futtermittel erzeugt werden sollen
Wege, Kompostplätze, Geräteschuppen, Wasserbehälter, Obstbäume und Lagerflächen sind dabei noch zusätzlich zu berücksichtigen.
Sinnvolle Gesamtlösung für einen Fünf-Personen-Haushalt
Für eine ernsthafte Teilselbstversorgung wäre folgende Kombination gut geeignet:
- 40 bis 50 m² Gewächshaus
- 250 bis 400 m² Freiland für Gemüse und Kartoffeln
- zusätzliche Flächen für Beerensträucher und Obstbäume
- Kräuterbeete
- Kompostplatz
- Regentonnen oder Zisterne
- frostfreier Keller oder geeigneter Lagerraum
- Möglichkeiten zum Einkochen, Fermentieren, Trocknen und Einfrieren
Mit einer solchen Kombination lässt sich ein erheblicher Anteil des jährlichen Gemüse-, Kräuter-, Kartoffel- und Obstbedarfs selbst erzeugen.
Warum ein Gewächshaus häufig zu klein gekauft wird
Viele Gartenbesitzer entscheiden sich zunächst für ein Gewächshaus mit sechs, acht oder zehn Quadratmetern. Beim Aufbau wirkt ein solches Modell oft ausreichend groß. Nach der ersten Bepflanzung zeigt sich jedoch schnell, wie begrenzt die Fläche tatsächlich ist.
Bereits folgende Pflanzen können ein kleines Gewächshaus nahezu vollständig ausfüllen:
- zehn Tomatenpflanzen
- zwei Gurkenpflanzen
- vier Paprikapflanzen
- einige Kräuter
- eine kleine Anzuchtbank
Dann fehlen bereits Flächen für Auberginen, Chili, Melonen, Salate und Nachkulturen.
Bei Gewächshäusern gilt deshalb häufig:
Etwas größer zu bauen ist langfristig günstiger, als nach wenigen Jahren ein zweites Gewächshaus errichten zu müssen.
Wer ausreichend Platz besitzt und fünf Personen versorgen möchte, sollte möglichst nicht unter 25 bis 30 Quadratmetern planen. Die Größenklasse von 40 bis 50 Quadratmetern bietet deutlich mehr Möglichkeiten und bleibt auch bei steigenden Ansprüchen noch sinnvoll nutzbar.
Vorteile eines größeren Gewächshauses
Ein größeres Gewächshaus bietet nicht nur mehr Anbaufläche. Es besitzt auch weitere praktische Vorteile:
- mehr Luftvolumen
- langsamere Temperaturveränderungen
- bessere Luftzirkulation
- größere Pflanzabstände
- geringerer Krankheitsdruck
- bequemere Arbeitswege
- Platz für Fruchtfolge und Kulturwechsel
- zusätzliche Anzuchtmöglichkeiten
- Raum für Regentonnen und Arbeitsflächen
- bessere Nutzung der Höhe
- Möglichkeit zur späteren Unterteilung
In einem sehr kleinen Gewächshaus kann die Temperatur an sonnigen Tagen innerhalb kurzer Zeit extrem ansteigen. Ein größeres Luftvolumen erwärmt sich etwas langsamer. Trotzdem ist auch bei großen Modellen eine wirksame Belüftung unverzichtbar.
Die richtige Gewächshaushöhe
Nicht nur die Grundfläche, sondern auch die Höhe ist entscheidend. Tomaten und Gurken können bei guten Bedingungen deutlich über zwei Meter hoch werden.
Empfehlenswert sind:
- Traufenhöhe von mindestens 1,80 Metern
- Firsthöhe von mindestens 2,40 Metern
- besser eine Firsthöhe von 2,60 bis 3 Metern
- senkrechte oder nur leicht geneigte Seitenwände
- stabile Rankmöglichkeiten unter dem Dach
Eine ausreichende Höhe verbessert nicht nur die Nutzungsmöglichkeiten, sondern vergrößert auch das Luftvolumen. Dadurch entstehen ausgeglichenere Wachstumsbedingungen.
Gewächshäuser mit sehr niedrigen Seitenwänden sind für den intensiven Anbau hochwachsender Kulturen weniger gut geeignet. Pflanzen am Rand stoßen dort schnell an Dach oder Wände.
Belüftung ist wichtiger als viele Gartenbesitzer denken
An sonnigen Tagen kann es selbst im Frühjahr im Gewächshaus sehr heiß werden. Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius führen bei vielen Gemüsearten zu Wachstumsproblemen. Blüten können abfallen, Früchte werden nicht mehr zuverlässig angesetzt und die Pflanzen geraten unter Stress.
Ein Gewächshaus für fünf Personen sollte deshalb über eine großzügige Lüftung verfügen.
Sinnvoll sind:
- Türen an beiden Stirnseiten
- breite Türen oder Doppeltüren
- mehrere große Dachfenster
- zusätzliche Seitenfenster
- automatische Fensteröffner
- gegebenenfalls ein Ventilator
- Schattiergewebe für besonders heiße Perioden
Als Orientierung sollte die wirksame Lüftungsfläche einen erheblichen Anteil der Grundfläche erreichen. Bei einem 40 Quadratmeter großen Gewächshaus reichen ein oder zwei kleine Dachfenster normalerweise nicht aus.
Automatische Fensteröffner sind besonders hilfreich. Sie reagieren auf steigende Temperaturen und öffnen die Fenster auch dann, wenn niemand zu Hause ist.
Bewässerung für ein großes Familiengewächshaus
Ein 40 bis 50 Quadratmeter großes Gewächshaus sollte nicht dauerhaft mit der Gießkanne bewässert werden müssen. Der Zeitaufwand wäre erheblich und die Wasserversorgung häufig zu ungleichmäßig.
Empfehlenswert ist eine Tropfbewässerung.
Ihre Vorteile:
- Wasser gelangt gezielt an die Wurzeln
- Blätter bleiben weitgehend trocken
- geringerer Wasserverbrauch
- gleichmäßigere Bodenfeuchtigkeit
- weniger Gefahr von Pilzkrankheiten
- Bewässerung kann automatisiert werden
- Zeitersparnis während heißer Perioden
Idealerweise wird Regenwasser aus einer Zisterne oder größeren Regentonnen genutzt. Bei einer automatischen Anlage sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob alle Tropfstellen funktionieren.
Tomaten reagieren empfindlich auf starke Schwankungen zwischen Trockenheit und Nässe. Eine gleichmäßige Wasserversorgung verringert unter anderem das Risiko von aufgeplatzten Früchten und Blütenendfäule.
Standort und Ausrichtung des Gewächshauses
Das Gewächshaus sollte an einem möglichst hellen und sonnigen Standort stehen. Schatten durch Gebäude, große Bäume oder hohe Hecken kann den Ertrag deutlich vermindern.
Ein geeigneter Standort erfüllt möglichst folgende Voraussetzungen:
- ganztägig oder überwiegend sonnig
- keine großen Bäume unmittelbar daneben
- Schutz vor starken Nord- und Ostwinden
- kurzer Weg zum Wasseranschluss
- gute Erreichbarkeit vom Haus
- ausreichend Platz für Wartung und Reinigung
- tragfähiger und ebener Untergrund
- Möglichkeit für ein dauerhaftes Fundament
Für den überwiegenden Sommeranbau wird häufig eine Nord-Süd-Ausrichtung gewählt. Dadurch werden beide Gewächshausseiten im Tagesverlauf relativ gleichmäßig belichtet.
Für eine intensive Nutzung im Winter und zeitigen Frühjahr kann eine Ost-West-Ausrichtung vorteilhaft sein, da die tief stehende Sonne besser genutzt wird.
Bei der Standortwahl müssen jedoch immer auch die örtliche Verschattung, die Windrichtung und die Grundstücksform berücksichtigt werden.
Glas, Hohlkammerplatten oder Folientunnel?
Für ein Familiengewächshaus kommen unterschiedliche Bauarten infrage.
Gewächshaus mit Sicherheitsglas
Vorteile:
- hohe Lichtdurchlässigkeit
- langlebig
- hochwertige Optik
- leicht zu reinigen
- weitgehend unempfindlich gegen Kratzer
Nachteile:
- höheres Gewicht
- höhere Anschaffungskosten
- stärkerer Wärmeverlust als bei gut isolierenden Hohlkammerplatten
- stabiles Fundament erforderlich
Gewächshaus mit Hohlkammerplatten
Vorteile:
- bessere Wärmedämmung
- geringeres Gewicht
- weniger Bruchgefahr
- gute Eignung für Frühjahrs- und Herbstkulturen
- häufig günstiger als Sicherheitsglas
Nachteile:
- geringere Lichtdurchlässigkeit
- Platten können mit der Zeit verschmutzen oder vergilben
- empfindlicher gegen Sturm, wenn die Konstruktion zu leicht ist
- Reinigung der Hohlräume kann schwierig sein
Für einen intensiven Selbstversorgeranbau sind stabile Doppelsteg- oder Mehrfachstegplatten mit ausreichender Stärke meist sinnvoller als sehr dünne Platten.

Folientunnel
Vorteile:
- vergleichsweise günstig
- große Flächen möglich
- schnelle Errichtung
- gute Bedingungen für Tomaten, Gurken und Paprika
- flexibel erweiterbar
Nachteile:
- Folie hat eine begrenzte Lebensdauer
- stärkere Anfälligkeit für Sturm
- häufig geringere optische Wirkung
- Belüftung muss sorgfältig geplant werden
- je nach Modell weniger dauerhaft
Wer möglichst viel Anbaufläche zu vertretbaren Kosten schaffen möchte, kann mit einem professionellen Folientunnel eine sehr wirtschaftliche Lösung erhalten.
Beheizt oder unbeheizt?
Für die meisten privaten Selbstversorger ist ein unbeheiztes Gewächshaus ausreichend. Es verlängert die Saison im Frühjahr und Herbst und ermöglicht den Anbau wärmeliebender Kulturen während des Sommers.
Eine dauerhafte Beheizung verursacht dagegen erhebliche Kosten.
Sinnvoll kann eine begrenzte Heizung sein:
- zum Frostschutz
- während der Jungpflanzenanzucht
- für besonders empfindliche Pflanzen
- bei einer intensiven Nutzung im zeitigen Frühjahr
- in einem abgetrennten kleineren Gewächshausbereich
Statt das gesamte 40- oder 50-Quadratmeter-Gewächshaus zu beheizen, ist es häufig wirtschaftlicher, innerhalb des Gewächshauses einen kleineren Anzuchtbereich mit Folie, Frühbeetaufsatz oder isolierten Platten abzutrennen.
Wie groß sollte das Gewächshaus mindestens sein?
Für fünf Personen lassen sich folgende Empfehlungen zusammenfassen:
- Unter 15 m²: nur als Ergänzung geeignet
- 15 bis 25 m²: gute Versorgung mit einigen Hauptkulturen
- 25 bis 35 m²: umfangreiche saisonale Gemüseversorgung
- 40 bis 50 m²: empfehlenswerte Familiengröße
- 60 bis 80 m²: sehr intensive Selbstversorgung und größere Vorratserzeugung
Wer nur Tomaten und Gurken anbauen möchte, kommt auch mit einer kleineren Fläche aus. Wer jedoch Salate, Paprika, Auberginen, Kräuter, Jungpflanzen sowie Frühjahrs- und Winterkulturen einplanen möchte, sollte großzügiger bauen.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß sollte ein Gewächshaus für fünf Personen sein?
Für eine umfangreiche Versorgung mit Frischgemüse ist eine Grundfläche von etwa 40 bis 50 Quadratmetern empfehlenswert. Kleinere Gewächshäuser liefern ebenfalls gute Ernten, reichen aber für eine vielfältige Familienversorgung meist nicht aus.
Reichen 20 Quadratmeter für fünf Personen?
Ein Gewächshaus mit 20 Quadratmetern kann fünf Personen während des Sommers mit Tomaten, Gurken, Paprika und Salaten versorgen. Für größere Erntemengen, Vorratshaltung und eine breite Kulturvielfalt ist es jedoch eher knapp bemessen.
Kann man mit 40 Quadratmetern Gewächshaus Selbstversorger werden?
Mit 40 Quadratmetern Gewächshaus lässt sich ein erheblicher Teil des Bedarfs an Tomaten, Gurken, Paprika, Salaten und Kräutern decken. Für eine vollständige Selbstversorgung werden jedoch zusätzliche Freilandflächen für Kartoffeln, Lagergemüse, Hülsenfrüchte und Obst benötigt.
Wie viele Tomatenpflanzen passen in ein 40-Quadratmeter-Gewächshaus?
Da Wege und andere Kulturen ebenfalls Fläche benötigen, wird normalerweise nur ein Teil des Gewächshauses mit Tomaten bepflanzt. Auf einem etwa zehn Quadratmeter großen Tomatenbeet können je nach Sorte und Abstand ungefähr 20 bis 24 Pflanzen wachsen.
Ist ein 40-Quadratmeter-Gewächshaus genehmigungspflichtig?
Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, hängt vom Bundesland, der Gemeinde, dem Bebauungsplan, der Gewächshaushöhe, dem umbauten Raum und dem Standort auf dem Grundstück ab. Vor dem Kauf sollte deshalb immer das zuständige Bauamt gefragt werden.
Auch genehmigungsfreie Gewächshäuser müssen Abstandsflächen, örtliche Vorschriften und gegebenenfalls Regelungen eines Kleingartenvereins einhalten.
Welche Gewächshausbreite ist besonders praktisch?
Für ein größeres Familiengewächshaus sind etwa vier bis sechs Meter Breite sehr praktisch. Ab ungefähr fünf Metern lassen sich drei Beete und zwei ausreichend breite Wege anlegen.
Sollte man zwei kleine oder ein großes Gewächshaus bauen?
Ein großes Gewächshaus ist häufig günstiger und bietet ein besseres Verhältnis zwischen Nutzfläche, Außenfläche und Luftvolumen. Zwei getrennte Gewächshäuser ermöglichen dagegen unterschiedliche Temperaturbereiche und eine bessere Trennung von Kulturen.
Eine sinnvolle Lösung kann ein großes Gewächshaus mit einer abtrennbaren Innenzone sein.
Die ideale Gewächshausgröße für fünf Personen
Für einen Haushalt mit fünf Personen ist ein Gewächshaus mit 40 bis 50 Quadratmetern Grundfläche besonders empfehlenswert.
Ein Modell mit 5 × 8 Metern bietet genügend Platz für etwa 29 Quadratmeter Beetfläche, komfortable Wege, eine kleine Arbeitsfläche und mehrere aufeinanderfolgende Kulturen.
Damit können Sie große Mengen an Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Salaten und Kräutern ernten. Ein Teil der Ernte kann frisch verbraucht, ein weiterer Teil eingekocht, fermentiert, getrocknet oder eingefroren werden.
Wer nur eine sommerliche Ergänzung zum Einkauf wünscht, kann bereits mit 15 bis 25 Quadratmetern gute Ergebnisse erzielen. Für eine ernsthafte Familienversorgung und die Herstellung von Vorräten ist die Größenklasse von 40 bis 50 Quadratmetern jedoch deutlich zukunftssicherer.
Für eine weitgehende Selbstversorgung sollte das Gewächshaus mit mehreren Hundert Quadratmetern Freiland, Obstgehölzen, Kompostierung, Regenwassernutzung und geeigneten Lagerungsmöglichkeiten kombiniert werden.
Das Gewächshaus bildet dabei das besonders produktive Herzstück des Selbstversorgergartens – es ersetzt aber nicht die gesamte benötigte Anbaufläche.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesinformationszentrum Landwirtschaft: Selbstversorgergarten – Tipps für den Einstieg
- Royal Horticultural Society: Growing vegetables in a greenhouse
- Royal Horticultural Society: Choosing a greenhouse
- University of Minnesota Extension: Soil health and nutrient management in high tunnels
- Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: Informationen rund um Tomaten

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor