Schokoladenpudding selber machen – mit echter Schokolade und Haselnüssen
Ein Topf Milch, eine Tafel Schokolade und etwas Speisestärke: Mehr braucht es kaum, wenn du Schokoladenpudding selber machen möchtest. Statt eine fertige Puddingmischung aufzureißen, entsteht dieses klassische Dessert direkt im Kochtopf. Für den besonderen Abschluss kommen geröstete Haselnüsse darüber.
Das Grundprinzip ist erstaunlich einfach. Ein Teil der kalten Milch wird mit Speisestärke verrührt. Die restliche Milch wird erhitzt und anschließend mit der Stärke gebunden. Erst danach kommt die klein gebrochene Vollmilchschokolade dazu. Sie schmilzt in der heißen Masse und sorgt für Schokoladengeschmack und Süße.
So entsteht ein Schokoladenpudding ohne Puddingpulver und ohne Ei, der sich gut vorbereiten lässt und nach einigen Stunden im Kühlschrank servierbereit ist.
Schokoladenpudding selber machen: das Wichtigste auf einen Blick
Portionen: 4 Dessertportionen
Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten
Kühlzeit: mindestens 2 Stunden
Schwierigkeit: einfach
Zubereitung: im Kochtopf
Besonderheit: ohne Puddingpulver und ohne Ei
Topping: geröstete Haselnüsse
Für das beste Ergebnis solltest du zusätzlich etwas Zeit zum Abkühlen einplanen. Möchtest du den Schokoladenpudding beispielsweise am Abend servieren, kannst du ihn problemlos bereits am Nachmittag vorbereiten.
Noch bequemer ist es, den Pudding am Vortag zu kochen und bis zum Servieren gekühlt aufzubewahren.

Zutaten für selbst gemachten Schokoladenpudding
Für vier Dessertportionen benötigst du:
- 500 ml Milch
- 100 g Vollmilchschokolade ohne Füllung
- 30 g Speisestärke
- 25 g gehackte Haselnüsse
- 1 Prise Salz
Außerdem brauchst du:
- einen Kochtopf
- einen Schneebesen
- eine kleine Schüssel
- eine Pfanne
- vier Dessertschälchen
Wichtig: Von den insgesamt 500 ml Milch werden 100 ml zum Anrühren der Speisestärke verwendet. Es werden also nicht 500 ml plus weitere 100 ml Milch benötigt.
Das Verhältnis lautet:
400 ml Milch für den Topf + 100 ml Milch für die Speisestärke = 500 ml Milch insgesamt.
Welche Schokolade eignet sich für Schokoladenpudding?
Für dieses Rezept eignet sich eine klassische Vollmilchschokolade ohne Füllung.
Schokoladen mit Cremefüllung, Waffeln, Keksen oder anderen größeren Bestandteilen sind weniger geeignet, weil sie die Konsistenz verändern können.
Eine einfache Tafelschokolade ist vollkommen ausreichend.
Wichtig ist außerdem die tatsächliche Menge. Verwende 100 g Schokolade und orientiere dich nicht ausschließlich an der Angabe „eine Tafel“, denn Tafelschokolade wird inzwischen in unterschiedlichen Packungsgrößen angeboten.
Wer einen kräftigeren Schokoladengeschmack bevorzugt, kann grundsätzlich mit Schokolade mit höherem Kakaoanteil experimentieren. Dabei verändern sich jedoch auch Süße, Aroma und unter Umständen die Konsistenz.
Für die erste Zubereitung empfiehlt es sich deshalb, das Grundrezept zunächst unverändert auszuprobieren.
Braucht selbst gemachter Schokoladenpudding Zucker?
Bei diesem Rezept wird kein zusätzlicher Zucker verwendet.
Die Vollmilchschokolade bringt bereits Süße mit.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der Pudding zuckerfrei ist. In der Schokolade ist selbstverständlich Zucker enthalten.
Gerade für Menschen, denen viele Desserts zu süß sind, ist diese Vorgehensweise praktisch: Statt zusätzlich Zucker in die Milch zu geben, wird zunächst ausschließlich mit der Süße der verwendeten Schokolade gearbeitet.
Nach der ersten Zubereitung kannst du entscheiden, ob das Ergebnis deinem persönlichen Geschmack entspricht.
Schokoladenpudding selber machen: Schritt für Schritt
Damit der Pudding möglichst gleichmäßig wird, lohnt es sich, alle Zutaten vorzubereiten, bevor der Topf auf den Herd kommt.
Der eigentliche Kochvorgang dauert nur wenige Minuten. Während dieser Zeit solltest du jedoch am Herd bleiben.
1. Milch aufteilen
Miss insgesamt 500 ml Milch ab.
Davon gibst du 100 ml kalte Milch in eine kleine Schüssel.
Die übrigen 400 ml Milch kommen in den Kochtopf.
Stelle die 100 ml zunächst beiseite. Sie werden gleich benötigt, um die Speisestärke klümpchenfrei anzurühren.
2. Schokolade vorbereiten
Brich die 100 g Vollmilchschokolade in kleine Stücke oder hacke sie grob mit einem Messer.
Je kleiner die Stücke sind, desto schneller schmelzen sie später im heißen Pudding.
Die Schokolade muss nicht separat geschmolzen werden.
Stelle sie neben dem Herd bereit, damit du sie später sofort in die heiße Puddingmasse geben kannst.
3. Speisestärke kalt anrühren
Gib 30 g Speisestärke zu den 100 ml kalter Milch.
Verrühre beides gründlich mit einem Schneebesen oder einer Gabel.
Am Ende sollte eine gleichmäßige, milchige Flüssigkeit ohne sichtbare Stärkeklumpen entstanden sein.
Dieser Arbeitsschritt ist entscheidend.
Speisestärke sollte nicht trocken in die heiße Milch geschüttet werden.
Trifft trockene Stärke unmittelbar auf heiße Flüssigkeit, können sich sehr schnell Klümpchen bilden.
Durch das vorherige Anrühren in kalter Milch verteilt sich die Stärke wesentlich gleichmäßiger.
4. Milch erhitzen
Gib eine Prise Salz zu den 400 ml Milch im Topf.
Erhitze die Milch bei mittlerer Temperatur.
Rühre dabei gelegentlich über den Topfboden, damit die Milch nicht ansetzt.
Eine sehr hohe Herdstufe ist nicht notwendig. Kontrolliertes Erhitzen ist beim Puddingkochen meist einfacher als maximale Hitze.
5. Stärkemischung nochmals durchrühren
Während die Milch heiß wird, kann sich ein Teil der Stärke in der kleinen Schüssel wieder am Boden absetzen.
Deshalb solltest du die Mischung unmittelbar vor dem Eingießen noch einmal kräftig umrühren.
Dieser kleine Handgriff kann einen großen Unterschied machen.
6. Speisestärke in die heiße Milch geben
Gieße die angerührte Speisestärke langsam in die heiße Milch.
Dabei rührst du mit dem Schneebesen kontinuierlich weiter.
Erhitze die Mischung anschließend weiter.
Nach kurzer Zeit merkst du, wie sich die Konsistenz verändert. Aus der zunächst dünnflüssigen Milch entsteht eine zunehmend dickere Masse.
7. Pudding aufkochen
Bringe die Milch-Stärke-Mischung unter ständigem Rühren zum Aufkochen.
Sobald sie deutlich eindickt und Blasen aufsteigen, reduzierst du die Temperatur.
Lasse die Masse ungefähr eine Minute sanft köcheln und rühre dabei weiter.
Führe den Schneebesen nicht nur durch die Mitte des Topfes. Fahre auch regelmäßig über den Boden und entlang des Randes.
Gerade dort kann Pudding schnell ansetzen.
8. Topf vom Herd nehmen
Sobald die Masse deutlich gebunden ist, nimmst du den Topf von der Herdplatte.
Jetzt kommt die Schokolade ins Spiel.
9. Schokolade im heißen Pudding schmelzen
Gib die vorbereiteten Schokoladenstücke in die heiße Puddingmasse.
Rühre so lange, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist.
Die Farbe wird nun zunehmend gleichmäßig schokoladig.
Achte beim Rühren auch auf den Topfboden. Einzelne Schokoladenstücke können sich dort verstecken, obwohl die Oberfläche bereits vollkommen glatt aussieht.
Ein zusätzliches Wasserbad ist nicht notwendig. Die Wärme des frisch gekochten Puddings reicht aus, um die kleinen Schokoladenstücke zu schmelzen.
10. Schokoladenpudding portionieren
Verteile den noch heißen Pudding gleichmäßig auf vier hitzebeständige Dessertschälchen.
Jetzt beginnt die Abkühlphase.
Lasse die Portionen zunächst kurz abdampfen und kühle sie anschließend zügig weiter.
Danach kommen die Schälchen für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank.
Möchtest du den Pudding erst später oder am folgenden Tag servieren, bewahrst du ihn abgedeckt im Kühlschrank auf.
Schokoladenpudding mit oder ohne Haut?
Kaum ein Detail bei Pudding spaltet die Gemüter so zuverlässig wie die Puddinghaut.
Für manche gehört sie seit der Kindheit unbedingt dazu. Andere möchten ihren Pudding von oben bis unten möglichst gleichmäßig cremig.
Beides lässt sich berücksichtigen.
Wenn du Puddinghaut magst
Lasse die Oberfläche beim ersten Abkühlen unbedeckt.
Dadurch kann sich die typische festere Schicht bilden.
Wenn du keine Puddinghaut möchtest
Soll die Haut möglichst vermieden werden, kannst du eine dafür geeignete Frischhaltefolie unmittelbar auf die Oberfläche des Puddings legen.
Beachte dabei die Temperatur- und Verwendungshinweise des jeweiligen Produkts.
Nur einen Deckel auf das Schälchen zu legen, erzielt nicht denselben Effekt, wenn zwischen Deckel und Pudding weiterhin Luft vorhanden ist.
Haselnüsse richtig rösten
Die gerösteten Haselnüsse sind mehr als Dekoration.
Sie bringen einen zweiten Geschmack und vor allem eine zweite Textur in das Dessert. Zum weichen Pudding kommt der Biss der Nüsse.
Gib die 25 g gehackten Haselnüsse ohne zusätzliches Fett in eine trockene Pfanne.
Erhitze sie bei mittlerer Temperatur.
Bewege die Nüsse regelmäßig mit einem Pfannenwender oder schwenke die Pfanne vorsichtig.
Nach wenigen Minuten verändert sich ihr Duft deutlich. Gleichzeitig beginnen die kleinen Stücke leicht zu bräunen.
Jetzt solltest du besonders aufmerksam sein.
Zwischen angenehm gerösteten und verbrannten Nüssen liegt nur wenig Zeit.
Sobald die gewünschte Röstung erreicht ist, gibst du die Haselnüsse sofort auf einen Teller.
Lässt du sie in der heißen Pfanne liegen, rösten sie durch die gespeicherte Wärme weiter.
Warum kommen die Haselnüsse erst beim Servieren auf den Pudding?
Die Nüsse sollten vollständig auskühlen und getrennt vom Pudding aufbewahrt werden.
Streue sie erst unmittelbar vor dem Servieren darüber.
Dadurch bleiben sie knackiger.
Würden die Haselnüsse bereits mehrere Stunden auf dem feuchten Pudding liegen, könnten sie mit der Zeit weicher werden.
Gerade der Gegensatz aus cremigem Pudding und knackigen Nüssen macht diese Variante interessant.
Warum wird Schokoladenpudding mit Speisestärke fest?
Das Geheimnis selbst gemachten Puddings steckt vor allem in der Speisestärke.
Stärke besteht aus sehr kleinen Stärkekörnern. Werden diese gemeinsam mit ausreichend Flüssigkeit erhitzt, nehmen sie Wasser auf und quellen.
Dadurch verändert sich die Flüssigkeit: Aus dünner Milch entsteht eine gebundene, dickere Masse.
Deshalb reicht es nicht aus, Speisestärke lediglich in lauwarme Milch einzurühren. Die Mischung muss ausreichend erhitzt werden.
Beim anschließenden Abkühlen verändert sich die Struktur weiter. Deshalb solltest du die endgültige Konsistenz nicht unmittelbar nach dem Kochen beurteilen.
Der Pudding bekommt im Kühlschrank noch Zeit, vollständig abzukühlen und sich zu setzen.
Die häufigsten Fehler beim Schokoladenpudding
Pudding gehört zu den einfachen Desserts. Trotzdem gibt es einige typische Fehler, die das Ergebnis beeinträchtigen können.
Fehler 1: Speisestärke direkt in die heiße Milch geben
Das kann Klümpchen verursachen.
Besser: Stärke zunächst mit einem Teil der kalten Milch glatt rühren.
Fehler 2: Die Stärkemischung zu lange stehen lassen
Speisestärke kann sich am Boden der Schüssel absetzen.
Besser: Direkt vor dem Eingießen noch einmal kräftig umrühren.
Fehler 3: Nicht ausreichend rühren
Stärkehaltige Flüssigkeiten können beim Erhitzen am Topfboden ansetzen.
Besser: Während des Bindens kontinuierlich rühren und dabei Boden sowie Topfrand berücksichtigen.
Fehler 4: Die Milchmenge falsch berechnen
Die 100 ml Milch zum Anrühren der Stärke gehören bereits zu den insgesamt 500 ml.
Besser: 400 ml in den Topf und 100 ml in die Schüssel geben.
Fehler 5: Trockene Stärke nachträglich hineinschütten
Wenn der Pudding zunächst zu dünn erscheint, ist die Versuchung groß, einfach weitere Stärke hineinzustreuen.
Dadurch können jedoch Klumpen entstehen.
Besser: Zuerst prüfen, ob die Masse tatsächlich ausreichend aufgekocht wurde.
Fehler 6: Die Haselnüsse unbeaufsichtigt rösten
Nüsse können innerhalb kurzer Zeit von goldbraun zu verbrannt wechseln.
Besser: An der Pfanne bleiben und die Nüsse anschließend sofort herausnehmen.
Fehler 7: Die Nüsse zu früh auf den Pudding geben
Dann verlieren sie einen Teil ihres Bisses.
Besser: Erst unmittelbar vor dem Servieren darüberstreuen.
Was tun, wenn der Schokoladenpudding Klümpchen bekommt?
Wenn sich Klümpchen bilden, solltest du zunächst kräftig mit dem Schneebesen weiterrühren.
Kleine Klümpchen lassen sich dadurch häufig noch auflösen.
Noch wichtiger ist allerdings die Vorbeugung:
Die Stärke wird mit kalter Milch vollständig glatt gerührt und anschließend unter ständigem Rühren in die heiße Milch gegeben.
Achte außerdem darauf, die Stärkemischung kurz vor der Verwendung noch einmal aufzurühren.
Was tun, wenn der Schokoladenpudding nicht fest wird?
Wirkt der Pudding noch zu dünn, solltest du nicht sofort zusätzliche Stärke hineingeben.
Prüfe zunächst drei Punkte:
Wurde die richtige Milchmenge verwendet?
Insgesamt gehören 500 ml Milch ins Rezept – nicht 600 ml.
Wurde die richtige Stärkemenge verwendet?
Für dieses Rezept sind 30 g vorgesehen.
Ist die Milch-Stärke-Mischung tatsächlich aufgekocht?
Die Stärke benötigt ausreichend Hitze, um ihre Bindewirkung zu entfalten.
Erst nach dem Aufkochen und der anschließenden kurzen Kochzeit solltest du die Konsistenz beurteilen.
Bedenke außerdem, dass der Pudding beim Abkühlen noch fester wird.
Warum sollte man beim Probieren immer einen frischen Löffel nehmen?
Das ist bei stärkegebundenen Speisen tatsächlich wichtig.
Menschlicher Speichel enthält das Enzym Amylase. Dieses Enzym kann Stärke abbauen.
Wenn du also mit einem Löffel probierst und denselben Löffel anschließend wieder in den Topf steckst, gelangt Speichel in den Pudding. Das kann die Stärke und damit die Bindung beeinflussen.
Daneben ist ein frischer Probierlöffel natürlich auch hygienischer.
Die einfache Küchenregel lautet deshalb:
Pudding mit einem sauberen Löffel entnehmen, probieren und den benutzten Löffel nicht wieder in den Topf stecken.
Schokoladenpudding schön anrichten
Ein selbst gemachtes Dessert braucht keine komplizierte Dekoration.
Gerade bei Schokoladenpudding kann eine zurückhaltende Präsentation besonders appetitlich aussehen.
Streue die gerösteten Haselnüsse beispielsweise nur über die Mitte des Puddings. So bleibt ein Teil der glatten Schokoladenoberfläche sichtbar.
Für Gäste kannst du das Dessert auch in kleinen Gläsern servieren.
Möchtest du daraus ein etwas üppigeres Dessert machen, passt ein kleiner Klecks ungesüßte Schlagsahne dazu.
Auch Früchte können einen schönen Kontrast zur Schokolade bilden. Birnen passen beispielsweise hervorragend zu Schokolade und Haselnüssen.
Wer herbstliche Desserts mag, kann außerdem unsere <a href=”https://heimatwurzel.de/brataepfel-mit-pflaumenmus/” target=”_blank” rel=”noopener”>Bratäpfel mit Pflaumenmus und knuspriger Haferfüllung</a> ausprobieren.
Auch Äpfel und Walnüsse ergeben eine klassische Kombination. Eine weitere passende Idee sind unsere <a href=”https://heimatwurzel.de/apfel-quark-taschen-mit-walnuessen/” target=”_blank” rel=”noopener”>Apfel-Quark-Taschen mit Walnüssen</a>.
Schokoladenpudding vorbereiten – ideal für Gäste
Einer der praktischen Vorteile von Pudding ist, dass du nicht unmittelbar vor dem Essen in der Küche stehen musst.
Das Dessert kann mehrere Stunden vorher vorbereitet werden.
Koche den Pudding nach Anleitung, verteile ihn direkt auf die vorgesehenen Dessertschälchen und lasse ihn zügig abkühlen.
Anschließend wird er abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt.
Die gerösteten Haselnüsse bleiben in einem separaten Behälter.
Kurz vor dem Servieren holst du die Schälchen aus dem Kühlschrank und verteilst die Nüsse darauf.
So dauert das Anrichten nur wenige Augenblicke.
Kann man Schokoladenpudding am Vortag zubereiten?
Ja.
Wenn du Gäste erwartest oder am nächsten Tag wenig Zeit hast, kannst du den Pudding bereits am Vortag kochen.
Nach dem Abkühlen kommt er abgedeckt in den Kühlschrank.
Die gerösteten Haseln
SEO-Titel: Schokoladenpudding selber machen – einfach ohne Puddingpulver
Meta-Beschreibung: Schokoladenpudding selber machen: einfaches Rezept mit echter Schokolade, Milch und Stärke. Ohne Puddingpulver, dazu geröstete Haselnüsse.
Hauptkeyword: Schokoladenpudding selber machen
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URL-Slug: schokoladenpudding-selber-machen
Schokoladenpudding selber machen – mit echter Schokolade und Haselnüssen
Ein Topf Milch, eine Tafel Schokolade und etwas Speisestärke: Mehr braucht es kaum, wenn du Schokoladenpudding selber machen möchtest. Statt eine fertige Puddingmischung aufzureißen, entsteht dieses klassische Dessert direkt im Kochtopf. Für den besonderen Abschluss kommen geröstete Haselnüsse darüber.
Das Grundprinzip ist erstaunlich einfach. Ein Teil der kalten Milch wird mit Speisestärke verrührt. Die restliche Milch wird erhitzt und anschließend mit der Stärke gebunden. Erst danach kommt die klein gebrochene Vollmilchschokolade dazu. Sie schmilzt in der heißen Masse und sorgt für Schokoladengeschmack und Süße.
So entsteht ein Schokoladenpudding ohne Puddingpulver und ohne Ei, der sich gut vorbereiten lässt und nach einigen Stunden im Kühlschrank servierbereit ist.
Schokoladenpudding selber machen: das Wichtigste auf einen Blick
Portionen: 4 Dessertportionen
Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten
Kühlzeit: mindestens 2 Stunden
Schwierigkeit: einfach
Zubereitung: im Kochtopf
Besonderheit: ohne Puddingpulver und ohne Ei
Topping: geröstete Haselnüsse
Für das beste Ergebnis solltest du zusätzlich etwas Zeit zum Abkühlen einplanen. Möchtest du den Schokoladenpudding beispielsweise am Abend servieren, kannst du ihn problemlos bereits am Nachmittag vorbereiten.
Noch bequemer ist es, den Pudding am Vortag zu kochen und bis zum Servieren gekühlt aufzubewahren.

Zutaten für selbst gemachten Schokoladenpudding
Für vier Dessertportionen benötigst du:
- 500 ml Milch
- 100 g Vollmilchschokolade ohne Füllung
- 30 g Speisestärke
- 25 g gehackte Haselnüsse
- 1 Prise Salz
Außerdem brauchst du:
- einen Kochtopf
- einen Schneebesen
- eine kleine Schüssel
- eine Pfanne
- vier Dessertschälchen
Wichtig: Von den insgesamt 500 ml Milch werden 100 ml zum Anrühren der Speisestärke verwendet. Es werden also nicht 500 ml plus weitere 100 ml Milch benötigt.
Das Verhältnis lautet:
400 ml Milch für den Topf + 100 ml Milch für die Speisestärke = 500 ml Milch insgesamt.
Welche Schokolade eignet sich für Schokoladenpudding?
Für dieses Rezept eignet sich eine klassische Vollmilchschokolade ohne Füllung.
Schokoladen mit Cremefüllung, Waffeln, Keksen oder anderen größeren Bestandteilen sind weniger geeignet, weil sie die Konsistenz verändern können.
Eine einfache Tafelschokolade ist vollkommen ausreichend.
Wichtig ist außerdem die tatsächliche Menge. Verwende 100 g Schokolade und orientiere dich nicht ausschließlich an der Angabe „eine Tafel“, denn Tafelschokolade wird inzwischen in unterschiedlichen Packungsgrößen angeboten.
Wer einen kräftigeren Schokoladengeschmack bevorzugt, kann grundsätzlich mit Schokolade mit höherem Kakaoanteil experimentieren. Dabei verändern sich jedoch auch Süße, Aroma und unter Umständen die Konsistenz.
Für die erste Zubereitung empfiehlt es sich deshalb, das Grundrezept zunächst unverändert auszuprobieren.
Braucht selbst gemachter Schokoladenpudding Zucker?
Bei diesem Rezept wird kein zusätzlicher Zucker verwendet.
Die Vollmilchschokolade bringt bereits Süße mit.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der Pudding zuckerfrei ist. In der Schokolade ist selbstverständlich Zucker enthalten.
Gerade für Menschen, denen viele Desserts zu süß sind, ist diese Vorgehensweise praktisch: Statt zusätzlich Zucker in die Milch zu geben, wird zunächst ausschließlich mit der Süße der verwendeten Schokolade gearbeitet.
Nach der ersten Zubereitung kannst du entscheiden, ob das Ergebnis deinem persönlichen Geschmack entspricht.
Schokoladenpudding selber machen: Schritt für Schritt
Damit der Pudding möglichst gleichmäßig wird, lohnt es sich, alle Zutaten vorzubereiten, bevor der Topf auf den Herd kommt.
Der eigentliche Kochvorgang dauert nur wenige Minuten. Während dieser Zeit solltest du jedoch am Herd bleiben.
1. Milch aufteilen
Miss insgesamt 500 ml Milch ab.
Davon gibst du 100 ml kalte Milch in eine kleine Schüssel.
Die übrigen 400 ml Milch kommen in den Kochtopf.
Stelle die 100 ml zunächst beiseite. Sie werden gleich benötigt, um die Speisestärke klümpchenfrei anzurühren.
2. Schokolade vorbereiten
Brich die 100 g Vollmilchschokolade in kleine Stücke oder hacke sie grob mit einem Messer.
Je kleiner die Stücke sind, desto schneller schmelzen sie später im heißen Pudding.
Die Schokolade muss nicht separat geschmolzen werden.
Stelle sie neben dem Herd bereit, damit du sie später sofort in die heiße Puddingmasse geben kannst.
3. Speisestärke kalt anrühren
Gib 30 g Speisestärke zu den 100 ml kalter Milch.
Verrühre beides gründlich mit einem Schneebesen oder einer Gabel.
Am Ende sollte eine gleichmäßige, milchige Flüssigkeit ohne sichtbare Stärkeklumpen entstanden sein.
Dieser Arbeitsschritt ist entscheidend.
Speisestärke sollte nicht trocken in die heiße Milch geschüttet werden.
Trifft trockene Stärke unmittelbar auf heiße Flüssigkeit, können sich sehr schnell Klümpchen bilden.
Durch das vorherige Anrühren in kalter Milch verteilt sich die Stärke wesentlich gleichmäßiger.
4. Milch erhitzen
Gib eine Prise Salz zu den 400 ml Milch im Topf.
Erhitze die Milch bei mittlerer Temperatur.
Rühre dabei gelegentlich über den Topfboden, damit die Milch nicht ansetzt.
Eine sehr hohe Herdstufe ist nicht notwendig. Kontrolliertes Erhitzen ist beim Puddingkochen meist einfacher als maximale Hitze.
5. Stärkemischung nochmals durchrühren
Während die Milch heiß wird, kann sich ein Teil der Stärke in der kleinen Schüssel wieder am Boden absetzen.
Deshalb solltest du die Mischung unmittelbar vor dem Eingießen noch einmal kräftig umrühren.
Dieser kleine Handgriff kann einen großen Unterschied machen.
6. Speisestärke in die heiße Milch geben
Gieße die angerührte Speisestärke langsam in die heiße Milch.
Dabei rührst du mit dem Schneebesen kontinuierlich weiter.
Erhitze die Mischung anschließend weiter.
Nach kurzer Zeit merkst du, wie sich die Konsistenz verändert. Aus der zunächst dünnflüssigen Milch entsteht eine zunehmend dickere Masse.
7. Pudding aufkochen
Bringe die Milch-Stärke-Mischung unter ständigem Rühren zum Aufkochen.
Sobald sie deutlich eindickt und Blasen aufsteigen, reduzierst du die Temperatur.
Lasse die Masse ungefähr eine Minute sanft köcheln und rühre dabei weiter.
Führe den Schneebesen nicht nur durch die Mitte des Topfes. Fahre auch regelmäßig über den Boden und entlang des Randes.
Gerade dort kann Pudding schnell ansetzen.
8. Topf vom Herd nehmen
Sobald die Masse deutlich gebunden ist, nimmst du den Topf von der Herdplatte.
Jetzt kommt die Schokolade ins Spiel.
9. Schokolade im heißen Pudding schmelzen
Gib die vorbereiteten Schokoladenstücke in die heiße Puddingmasse.
Rühre so lange, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist.
Die Farbe wird nun zunehmend gleichmäßig schokoladig.
Achte beim Rühren auch auf den Topfboden. Einzelne Schokoladenstücke können sich dort verstecken, obwohl die Oberfläche bereits vollkommen glatt aussieht.
Ein zusätzliches Wasserbad ist nicht notwendig. Die Wärme des frisch gekochten Puddings reicht aus, um die kleinen Schokoladenstücke zu schmelzen.
10. Schokoladenpudding portionieren
Verteile den noch heißen Pudding gleichmäßig auf vier hitzebeständige Dessertschälchen.
Jetzt beginnt die Abkühlphase.
Lasse die Portionen zunächst kurz abdampfen und kühle sie anschließend zügig weiter.
Danach kommen die Schälchen für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank.
Möchtest du den Pudding erst später oder am folgenden Tag servieren, bewahrst du ihn abgedeckt im Kühlschrank auf.
Schokoladenpudding mit oder ohne Haut?
Kaum ein Detail bei Pudding spaltet die Gemüter so zuverlässig wie die Puddinghaut.
Für manche gehört sie seit der Kindheit unbedingt dazu. Andere möchten ihren Pudding von oben bis unten möglichst gleichmäßig cremig.
Beides lässt sich berücksichtigen.
Wenn du Puddinghaut magst
Lasse die Oberfläche beim ersten Abkühlen unbedeckt.
Dadurch kann sich die typische festere Schicht bilden.
Wenn du keine Puddinghaut möchtest
Soll die Haut möglichst vermieden werden, kannst du eine dafür geeignete Frischhaltefolie unmittelbar auf die Oberfläche des Puddings legen.
Beachte dabei die Temperatur- und Verwendungshinweise des jeweiligen Produkts.
Nur einen Deckel auf das Schälchen zu legen, erzielt nicht denselben Effekt, wenn zwischen Deckel und Pudding weiterhin Luft vorhanden ist.
Haselnüsse richtig rösten
Die gerösteten Haselnüsse sind mehr als Dekoration.
Sie bringen einen zweiten Geschmack und vor allem eine zweite Textur in das Dessert. Zum weichen Pudding kommt der Biss der Nüsse.
Gib die 25 g gehackten Haselnüsse ohne zusätzliches Fett in eine trockene Pfanne.
Erhitze sie bei mittlerer Temperatur.
Bewege die Nüsse regelmäßig mit einem Pfannenwender oder schwenke die Pfanne vorsichtig.
Nach wenigen Minuten verändert sich ihr Duft deutlich. Gleichzeitig beginnen die kleinen Stücke leicht zu bräunen.
Jetzt solltest du besonders aufmerksam sein.
Zwischen angenehm gerösteten und verbrannten Nüssen liegt nur wenig Zeit.
Sobald die gewünschte Röstung erreicht ist, gibst du die Haselnüsse sofort auf einen Teller.
Lässt du sie in der heißen Pfanne liegen, rösten sie durch die gespeicherte Wärme weiter.
Warum kommen die Haselnüsse erst beim Servieren auf den Pudding?
Die Nüsse sollten vollständig auskühlen und getrennt vom Pudding aufbewahrt werden.
Streue sie erst unmittelbar vor dem Servieren darüber.
Dadurch bleiben sie knackiger.
Würden die Haselnüsse bereits mehrere Stunden auf dem feuchten Pudding liegen, könnten sie mit der Zeit weicher werden.
Gerade der Gegensatz aus cremigem Pudding und knackigen Nüssen macht diese Variante interessant.
Warum wird Schokoladenpudding mit Speisestärke fest?
Das Geheimnis selbst gemachten Puddings steckt vor allem in der Speisestärke.
Stärke besteht aus sehr kleinen Stärkekörnern. Werden diese gemeinsam mit ausreichend Flüssigkeit erhitzt, nehmen sie Wasser auf und quellen.
Dadurch verändert sich die Flüssigkeit: Aus dünner Milch entsteht eine gebundene, dickere Masse.
Deshalb reicht es nicht aus, Speisestärke lediglich in lauwarme Milch einzurühren. Die Mischung muss ausreichend erhitzt werden.
Beim anschließenden Abkühlen verändert sich die Struktur weiter. Deshalb solltest du die endgültige Konsistenz nicht unmittelbar nach dem Kochen beurteilen.
Der Pudding bekommt im Kühlschrank noch Zeit, vollständig abzukühlen und sich zu setzen.
Die häufigsten Fehler beim Schokoladenpudding
Pudding gehört zu den einfachen Desserts. Trotzdem gibt es einige typische Fehler, die das Ergebnis beeinträchtigen können.
Fehler 1: Speisestärke direkt in die heiße Milch geben
Das kann Klümpchen verursachen.
Besser: Stärke zunächst mit einem Teil der kalten Milch glatt rühren.
Fehler 2: Die Stärkemischung zu lange stehen lassen
Speisestärke kann sich am Boden der Schüssel absetzen.
Besser: Direkt vor dem Eingießen noch einmal kräftig umrühren.
Fehler 3: Nicht ausreichend rühren
Stärkehaltige Flüssigkeiten können beim Erhitzen am Topfboden ansetzen.
Besser: Während des Bindens kontinuierlich rühren und dabei Boden sowie Topfrand berücksichtigen.
Fehler 4: Die Milchmenge falsch berechnen
Die 100 ml Milch zum Anrühren der Stärke gehören bereits zu den insgesamt 500 ml.
Besser: 400 ml in den Topf und 100 ml in die Schüssel geben.
Fehler 5: Trockene Stärke nachträglich hineinschütten
Wenn der Pudding zunächst zu dünn erscheint, ist die Versuchung groß, einfach weitere Stärke hineinzustreuen.
Dadurch können jedoch Klumpen entstehen.
Besser: Zuerst prüfen, ob die Masse tatsächlich ausreichend aufgekocht wurde.
Fehler 6: Die Haselnüsse unbeaufsichtigt rösten
Nüsse können innerhalb kurzer Zeit von goldbraun zu verbrannt wechseln.
Besser: An der Pfanne bleiben und die Nüsse anschließend sofort herausnehmen.
Fehler 7: Die Nüsse zu früh auf den Pudding geben
Dann verlieren sie einen Teil ihres Bisses.
Besser: Erst unmittelbar vor dem Servieren darüberstreuen.
Was tun, wenn der Schokoladenpudding Klümpchen bekommt?
Wenn sich Klümpchen bilden, solltest du zunächst kräftig mit dem Schneebesen weiterrühren.
Kleine Klümpchen lassen sich dadurch häufig noch auflösen.
Noch wichtiger ist allerdings die Vorbeugung:
Die Stärke wird mit kalter Milch vollständig glatt gerührt und anschließend unter ständigem Rühren in die heiße Milch gegeben.
Achte außerdem darauf, die Stärkemischung kurz vor der Verwendung noch einmal aufzurühren.
Was tun, wenn der Schokoladenpudding nicht fest wird?
Wirkt der Pudding noch zu dünn, solltest du nicht sofort zusätzliche Stärke hineingeben.
Prüfe zunächst drei Punkte:
Wurde die richtige Milchmenge verwendet?
Insgesamt gehören 500 ml Milch ins Rezept – nicht 600 ml.
Wurde die richtige Stärkemenge verwendet?
Für dieses Rezept sind 30 g vorgesehen.
Ist die Milch-Stärke-Mischung tatsächlich aufgekocht?
Die Stärke benötigt ausreichend Hitze, um ihre Bindewirkung zu entfalten.
Erst nach dem Aufkochen und der anschließenden kurzen Kochzeit solltest du die Konsistenz beurteilen.
Bedenke außerdem, dass der Pudding beim Abkühlen noch fester wird.
Warum sollte man beim Probieren immer einen frischen Löffel nehmen?
Das ist bei stärkegebundenen Speisen tatsächlich wichtig.
Menschlicher Speichel enthält das Enzym Amylase. Dieses Enzym kann Stärke abbauen.
Wenn du also mit einem Löffel probierst und denselben Löffel anschließend wieder in den Topf steckst, gelangt Speichel in den Pudding. Das kann die Stärke und damit die Bindung beeinflussen.
Daneben ist ein frischer Probierlöffel natürlich auch hygienischer.
Die einfache Küchenregel lautet deshalb:
Pudding mit einem sauberen Löffel entnehmen, probieren und den benutzten Löffel nicht wieder in den Topf stecken.
Schokoladenpudding schön anrichten
Ein selbst gemachtes Dessert braucht keine komplizierte Dekoration.
Gerade bei Schokoladenpudding kann eine zurückhaltende Präsentation besonders appetitlich aussehen.
Streue die gerösteten Haselnüsse beispielsweise nur über die Mitte des Puddings. So bleibt ein Teil der glatten Schokoladenoberfläche sichtbar.
Für Gäste kannst du das Dessert auch in kleinen Gläsern servieren.
Möchtest du daraus ein etwas üppigeres Dessert machen, passt ein kleiner Klecks ungesüßte Schlagsahne dazu.
Auch Früchte können einen schönen Kontrast zur Schokolade bilden. Birnen passen beispielsweise hervorragend zu Schokolade und Haselnüssen.
Wer herbstliche Desserts mag, kann außerdem unsere Bratäpfel mit Pflaumenmus und knuspriger Haferfüllung ausprobieren.
Auch Äpfel und Walnüsse ergeben eine klassische Kombination. Eine weitere passende Idee sind unsere Apfel-Quark-Taschen mit Walnüssen.
Schokoladenpudding vorbereiten – ideal für Gäste
Einer der praktischen Vorteile von Pudding ist, dass du nicht unmittelbar vor dem Essen in der Küche stehen musst.
Das Dessert kann mehrere Stunden vorher vorbereitet werden.
Koche den Pudding nach Anleitung, verteile ihn direkt auf die vorgesehenen Dessertschälchen und lasse ihn zügig abkühlen.
Anschließend wird er abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt.
Die gerösteten Haselnüsse bleiben in einem separaten Behälter.
Kurz vor dem Servieren holst du die Schälchen aus dem Kühlschrank und verteilst die Nüsse darauf.
So dauert das Anrichten nur wenige Augenblicke.
Kann man Schokoladenpudding am Vortag zubereiten?
Ja.
Wenn du Gäste erwartest oder am nächsten Tag wenig Zeit hast, kannst du den Pudding bereits am Vortag kochen.
Nach dem Abkühlen kommt er abgedeckt in den Kühlschrank.
Die gerösteten Haseln
üsse bewahrst du separat und trocken auf. Erst unmittelbar vor dem Servieren kommen sie auf den Pudding.
Das hat gleich zwei Vorteile: Du hast am Tag des Essens kaum noch Arbeit und die Haselnüsse bleiben schön knackig.
Wie lange ist selbst gemachter Schokoladenpudding haltbar?
Selbst gemachter Schokoladenpudding enthält Milch und gehört deshalb nach dem Abkühlen in den Kühlschrank.
Für die heimische Küche ist es sinnvoll, den Pudding möglichst frisch zu essen. Wenn sauber gearbeitet wurde und das Dessert durchgehend ausreichend gekühlt bleibt, kannst du es gut für den nächsten Tag vorbereiten.
Als vorsichtige Orientierung bietet sich für diesen selbst gemachten Milchpudding ein Verzehr innerhalb von ein bis zwei Tagen an.
Wichtig ist dabei eine durchgehende Kühlung.
Lasse den fertigen Pudding deshalb nicht über längere Zeit bei Zimmertemperatur stehen. Nach dem ersten Abdampfen sollte er zügig heruntergekühlt und anschließend im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Bestehen Zweifel daran, ob das Dessert noch einwandfrei ist, sollte es nicht mehr gegessen werden.
Kann man Schokoladenpudding einfrieren?
Theoretisch lassen sich viele Desserts einfrieren. Für diesen Schokoladenpudding ist das jedoch nicht die bevorzugte Aufbewahrungsmethode.
Stärkegebundene Speisen können nach dem Einfrieren und Auftauen ihre ursprüngliche Konsistenz verändern. Der Pudding kann anschließend beispielsweise wässriger oder weniger homogen wirken.
Da die Zubereitung nur etwa 20 Minuten aktive Arbeitszeit benötigt, ist es sinnvoller, eine passende Menge frisch zu kochen und im Kühlschrank aufzubewahren.
Selbst gemachter Schokoladenpudding statt Puddingpulver
Wer Pudding bisher hauptsächlich aus einer Fertigmischung kennt, stellt beim Selbermachen schnell fest, wie überschaubar das Grundprinzip eigentlich ist.
Für diese Variante reichen im Wesentlichen drei Zutaten:
Milch + Speisestärke + Schokolade.
Eine Prise Salz und die gerösteten Haselnüsse ergänzen das Dessert.
Dabei geht es nicht darum, fertiges Puddingpulver grundsätzlich abzuwerten. Viel interessanter ist das Wissen darüber, warum ein Pudding überhaupt fest wird.
Wer einmal verstanden hat, wie Speisestärke eine Flüssigkeit beim Erhitzen bindet, kann dieses Prinzip auch in anderen Bereichen der Küche einsetzen.
Genau darin liegt für Heimatwurzel ein besonderer Reiz solcher einfachen Rezepte: Nicht nur nach Anleitung kochen, sondern verstehen, was im Topf passiert.
Schokoladenpudding selber machen mit Kindern
Die überschaubare Zutatenliste macht Schokoladenpudding auch zu einem interessanten Rezept, um Kindern grundlegende Vorgänge beim Kochen zu zeigen.
Sie können – abhängig von ihrem Alter – beispielsweise die kalte Milch abmessen, Schokolade in Stücke brechen oder die abgekühlten Haselnüsse später auf den fertigen Pudding streuen.
Am heißen Herd, beim Aufkochen des Puddings und beim Rösten der Nüsse ist dagegen die Aufsicht eines Erwachsenen erforderlich.
Spannend ist vor allem die sichtbare Veränderung der Konsistenz: Zunächst sind Milch und Stärke dünnflüssig. Durch das Erhitzen wird daraus innerhalb kurzer Zeit ein Pudding.
So wird aus einem einfachen Dessert gleichzeitig eine kleine Küchenlektion.
Schokoladenpudding ohne Ei
Für dieses Rezept wird kein Ei benötigt.
Die Bindung übernimmt vollständig die Speisestärke.
Das macht die Zubereitung besonders unkompliziert, denn es müssen weder Eier getrennt noch Eigelb temperiert oder andere empfindlichere Arbeitsschritte durchgeführt werden.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das Dessert für jede Allergie oder Unverträglichkeit geeignet ist. Wer aus gesundheitlichen Gründen bestimmte Zutaten vermeiden muss, sollte die Zutaten- und Allergenkennzeichnung der verwendeten Schokolade sowie aller anderen verpackten Lebensmittel prüfen.
Kann man Schokoladenpudding ohne Haselnüsse zubereiten?
Ja. Die Haselnüsse sind ein Topping und für die Bindung des Puddings nicht erforderlich.
Du kannst den Pudding also grundsätzlich auch ohne die 25 g gehackten Haselnüsse servieren.
Bei einer Nussallergie reicht es allerdings nicht aus, lediglich das Topping wegzulassen. Auch die verwendete Schokolade muss hinsichtlich ihrer Zutaten und Allergenhinweise geprüft werden.
Deshalb sollte die Variante ohne Topping nicht pauschal als „nussfrei“ bezeichnet werden.
Welche Milch eignet sich für Schokoladenpudding?
Das vorliegende Grundrezept ist für normale Kuhmilch gedacht.
Der Fettgehalt der Milch kann Geschmack und Mundgefühl beeinflussen. Für einen klassischen, vollmundigen Dessertcharakter eignet sich Vollmilch besonders gut.
Wer andere Milchsorten oder pflanzliche Alternativen verwenden möchte, sollte bedenken, dass sich dadurch Geschmack und möglicherweise auch die Konsistenz verändern können.
Gerade pflanzliche Drinks unterscheiden sich teilweise deutlich hinsichtlich Zusammensetzung, Fett-, Eiweiß- und Zuckergehalt.
Eine solche Variante sollte deshalb separat ausprobiert werden, bevor dafür dieselben Mengen und Ergebnisse versprochen werden.
Vollmilchschokolade oder Zartbitterschokolade?
Dieses Rezept ist bewusst für Vollmilchschokolade ausgelegt.
Sie sorgt für einen milden, süßen und klassischen Schokoladengeschmack.
Zartbitterschokolade enthält in der Regel mehr Kakao und schmeckt kräftiger beziehungsweise herber. Ein Austausch verändert deshalb den Charakter des Desserts deutlich.
Wer weniger Süße und mehr Kakaoaroma bevorzugt, kann später mit anderen Schokoladensorten experimentieren.
Für eine verlässliche erste Zubereitung solltest du jedoch bei den angegebenen 100 g Vollmilchschokolade bleiben.
Kann man statt Schokolade einfach Kakaopulver verwenden?
Nicht im Verhältnis 1:1.
Tafelschokolade und Kakaopulver sind zwei unterschiedliche Zutaten. Sie unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Fett- und Zuckergehalt.
100 g Vollmilchschokolade können deshalb nicht einfach durch 100 g Kakaopulver ersetzt werden.
Für einen klassischen Schokoladenpudding mit Kakaopulver wäre eine eigene Rezeptur sinnvoll, bei der die Mengen von Kakao, Zucker, Milch und Stärke aufeinander abgestimmt werden.
Wer dieses Rezept nachkochen möchte, verwendet deshalb tatsächlich Tafelschokolade.
Warum kommt eine Prise Salz in den Schokoladenpudding?
Die kleine Menge Salz soll den Pudding selbstverständlich nicht salzig machen.
Eine Prise Salz wird bei vielen süßen Speisen eingesetzt, weil sie die Geschmackswahrnehmung beeinflusst und andere Aromen hervorheben kann.
Gerade bei Schokolade kann dieser kleine Kontrast angenehm sein.
Wichtig ist tatsächlich die Bezeichnung Prise. Eine größere Menge ist für dieses Rezept weder notwendig noch vorgesehen.
Schokoladenpudding warm oder kalt essen?
Grundsätzlich kann frisch gekochter Pudding auch warm gegessen werden.
Dieses Rezept ist allerdings als gekühltes Dessert mit gerösteten Haselnüssen konzipiert.
Nach mindestens zwei Stunden im Kühlschrank hat sich die Konsistenz weiter entwickelt und der Pudding lässt sich zusammen mit dem knackigen Nusstopping servieren.
Wer Pudding gerne warm isst, kann natürlich schon früher eine kleine Portion probieren. Das Ergebnis entspricht dann aber nicht vollständig der hier vorgesehenen Dessertvariante.
Ein einfaches Dessert für Herbst und Winter
Schokoladenpudding lässt sich zwar das ganze Jahr über zubereiten, doch gerade in der kühleren Jahreszeit passen Schokolade und geröstete Haselnüsse besonders gut auf den Tisch.
Nach einem deftigen Essen genügt häufig bereits eine kleine Portion.
Wer saisonal kocht und gerne klassische Gerichte neu entdeckt, kann auf Heimatwurzel beispielsweise auch unsere <a href=”https://heimatwurzel.de/gefuellte-paprika/” target=”_blank” rel=”noopener”>gefüllten Paprika</a> als herzhaftes Hauptgericht ausprobieren.
Für Kartoffelfreunde sind außerdem unsere <a href=”https://heimatwurzel.de/faecherkartoffeln/” target=”_blank” rel=”noopener”>Fächerkartoffeln</a> eine passende Idee für die Alltagsküche.
So lässt sich aus einfachen Gerichten und einem selbst gemachten Dessert ein vollständiges Essen zusammenstellen.
Kosten: Was kostet selbst gemachter Schokoladenpudding?
Die tatsächlichen Kosten hängen stark davon ab, welche Milch, Schokolade und Haselnüsse verwendet werden und ob einzelne Zutaten gerade im Angebot sind.
Für die vorliegende Rezeptidee wurde mit einem Angebotspreis von 0,99 Euro für die benötigten 100 g Vollmilchschokolade gerechnet.
Wenn dieser Angebotspreis tatsächlich für die verwendete Schokolade gilt, ergeben sich:
0,99 Euro Schokoladenkosten für das gesamte Rezept.
Bei vier Portionen sind das rechnerisch:
rund 0,25 Euro Schokolade pro Portion.
Hinzu kommen die Kosten für:
- 500 ml Milch
- 30 g Speisestärke
- 25 g Haselnüsse
- eine Prise Salz
Die 0,25 Euro dürfen deshalb nicht als Gesamtpreis pro Portion bezeichnet werden. Sie beziehen sich ausschließlich auf den Schokoladenanteil bei einem angenommenen Preis von 0,99 Euro für die benötigten 100 g.
Aktionspreise sollten grundsätzlich unmittelbar vor der Veröffentlichung beziehungsweise während des Angebotszeitraums geprüft werden.
Häufige Fragen zum Schokoladenpudding selber machen
Kann man Schokoladenpudding ohne Puddingpulver selber machen?
Ja. Genau darauf basiert dieses Rezept. Statt einer fertigen Puddingmischung wird reine Speisestärke zum Binden verwendet. Den Schokoladengeschmack liefert echte Vollmilchschokolade.
Wie viel Speisestärke braucht man für 500 ml Milch?
Für dieses Rezept werden 30 g Speisestärke auf insgesamt 500 ml Milch verwendet. Davon werden 100 ml Milch zum kalten Anrühren der Stärke abgenommen.
Wie viel Schokolade braucht man für 500 ml Milch?
In diesem Rezept werden 100 g Vollmilchschokolade auf 500 ml Milch verwendet. Dadurch bekommt der Pudding seinen Schokoladengeschmack und einen Teil seiner Süße.
Muss Schokoladenpudding mit Ei zubereitet werden?
Nein. Für dieses Rezept wird kein Ei benötigt. Die gewünschte Bindung entsteht durch Speisestärke.
Braucht man Zucker für selbst gemachten Schokoladenpudding?
Bei dieser Variante wird kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt. Die verwendete Vollmilchschokolade enthält bereits Zucker und bringt die gewünschte Süße mit.
Warum wird mein Schokoladenpudding nicht fest?
Mögliche Ursachen sind eine falsche Milchmenge, zu wenig Stärke oder eine zu geringe Erhitzung. Die Milch-Stärke-Mischung muss unter Rühren aufkochen, damit die Stärke ausreichend bindet. Außerdem wird der Pudding während des Abkühlens noch fester.
Warum hat mein Pudding Klumpen?
Klümpchen können entstehen, wenn Speisestärke direkt in heiße Flüssigkeit gegeben oder vorher nicht vollständig mit kalter Milch verrührt wurde. Deshalb wird die Stärke zunächst in 100 ml kalter Milch glatt gerührt.
Warum wird mein Pudding wieder flüssig?
Bei stärkegebundenen Speisen kann Speichel eine Rolle spielen. Er enthält Enzyme, die Stärke abbauen. Deshalb sollte ein bereits benutzter Probierlöffel nicht wieder in den Topf gesteckt werden.
Muss die Schokolade vorher geschmolzen werden?
Nein. Die Schokolade wird klein gebrochen oder gehackt und nach dem Kochen direkt in die heiße Puddingmasse gegeben. Dort schmilzt sie beim Rühren.
Kann ich Zartbitterschokolade statt Vollmilchschokolade verwenden?
Grundsätzlich kann mit anderen Schokoladensorten experimentiert werden. Geschmack und Süße verändern sich dadurch allerdings. Das vorliegende Rezept ist auf Vollmilchschokolade ausgelegt.
Kann ich die Haselnüsse weglassen?
Ja. Die Haselnüsse dienen als Topping und sind für die Bindung des Puddings nicht erforderlich. Bei einer Nussallergie muss zusätzlich geprüft werden, ob die verwendete Schokolade Nüsse enthält oder entsprechende Allergenhinweise trägt.
Warum sollte man Haselnüsse vorher rösten?
Durch das Rösten entwickeln die Haselnüsse ein intensiveres Aroma. Gleichzeitig sorgen sie als knackiges Topping für einen deutlichen Kontrast zur weichen Konsistenz des Puddings.
Kann ich Schokoladenpudding am Vortag zubereiten?
Ja. Der Pudding lässt sich gut vorbereiten. Nach dem Abkühlen wird er abgedeckt im Kühlschrank gelagert. Die gerösteten Haselnüsse sollten separat aufbewahrt und erst vor dem Servieren darübergegeben werden.
Wie lange muss Schokoladenpudding in den Kühlschrank?
Für dieses Rezept solltest du mindestens zwei Stunden Kühlzeit einplanen. Je nach Größe und Material der Dessertschälchen kann es länger dauern, bis der Pudding vollständig durchgekühlt ist.
Wie lange hält sich selbst gemachter Schokoladenpudding?
Am besten schmeckt er frisch oder am folgenden Tag. Bei sauberer Zubereitung und durchgehender Kühlung ist für dieses Rezept ein Verzehr innerhalb von ein bis zwei Tagen eine vorsichtige Orientierung.
Kann man Schokoladenpudding warm essen?
Ja. Pudding kann grundsätzlich auch warm gegessen werden. Dieses Rezept ist allerdings für mindestens zwei Stunden Kühlzeit und das anschließende Servieren mit gerösteten Haselnüssen vorgesehen.
Schokoladenpudding selber machen ist erstaunlich einfach
Schokoladenpudding selber machen bedeutet bei diesem Rezept vor allem, vier grundlegende Arbeitsschritte zu beherrschen: Speisestärke kalt anrühren, Milch erhitzen, die Flüssigkeit mit der Stärke binden und anschließend echte Schokolade darin schmelzen.
Mehr braucht es für das Grundrezept kaum.
Aus 500 ml Milch, 100 g Vollmilchschokolade und 30 g Speisestärke entstehen vier kleine Dessertportionen. Eine Prise Salz ergänzt den Geschmack, während geröstete Haselnüsse unmittelbar vor dem Servieren für einen knackigen Abschluss sorgen.
Gerade die Einfachheit macht dieses Dessert interessant. Du weißt, welche Zutaten im Topf landen, kannst beobachten, wie die Stärke die Milch bindet, und brauchst dafür keine fertige Puddingmischung.
Und vielleicht ist genau das der schönste Teil solcher alten und einfachen Küchenprinzipien: Man stellt fest, dass manches, was selbstverständlich aus einer Packung gekauft wird, mit wenigen Grundzutaten auch selbst gemacht werden kann.

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor