Pflaumenkuchen Rezept: Omas Blechkuchen mit Hefeteig und Streuseln
Wenn der Duft von Butterstreuseln, warmem Hefeteig und reifen Pflaumen durch die Küche zieht, ist die Vorfreude auf den Nachmittagskaffee groß. Auf dem Tisch stehen die Tassen bereit, die Sahne wartet im Kühlschrank, und im Ofen bekommt der Kuchen seine goldbraune Kruste. So schmeckt ein gemütlicher Nachmittag im Spätsommer.
Dieses Pflaumenkuchen Rezept verbindet einen lockeren Hefeteigboden mit saftigen Früchten und knusprigen Butterstreuseln. Die Anleitung ist auf ein Blech mit 30 × 40 Zentimetern Backfläche abgestimmt. Dazu findest du Lösungen für einen matschigen Boden, Hinweise zum Einfrieren und eine schnelle Variante ohne Hefe.
Das Hauptrezept im Überblick: Du backst den Pflaumenkuchen mit 500 g Mehl im Hefeteig und 1,8 kg ganzen Früchten. Als Richtwert gelten 180 °C Ober-/Unterhitze und 40–50 Minuten Backzeit. Plane außerdem zwei Gehphasen ein. Entscheidend sind ein sichtbar aufgegangener Teig und ein durchgebackener Boden, nicht allein die Uhr.
Pflaumenkuchen vom Blech: Mengen, Zeiten und Backform
Angabe
Für das Hauptrezept
Backform
Backblech mit Rand, nutzbare Innenfläche etwa 30 × 40 cm
Menge
24 kleinere oder 12 große Stücke
Aktive Arbeitszeit
Etwa 45–50 Minuten
Erste Gehzeit
Etwa 60–90 Minuten
Zweite Gehzeit
Etwa 20–30 Minuten
Backtemperatur
180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft, vorgeheizt
Backzeit
Etwa 40–50 Minuten; ab 35 Minuten kontrollieren
Abkühlen
Mindestens 30 Minuten vor dem Anschneiden
Gesamtdauer
Etwa 3–4 Stunden einschließlich Gehzeiten, Backen und erster Abkühlzeit; einige Arbeiten überschneiden sich
Die Angaben beziehen sich auf frische Früchte und ein Metallblech. Bei einem anderen Ofen, einer dickeren Teigschicht oder besonders saftigem Obst kann sich die Backzeit verändern.
Miss die tatsächlich nutzbare Backfläche. Die Außenmaße eines Blechs können deutlich größer sein als die Fläche, auf der der Kuchen liegt.
Pflaumenkuchen Rezept
Zutaten für Pflaumenkuchen mit Streuseln
Für den Hefeteig
500 g Weizenmehl Type 405
21 g frische Hefe oder 7 g Trockenbackhefe
250 ml lauwarme Milch
80 g Zucker
80 g weiche Butter
1 Ei, Größe M
5 g Salz
Verwende nur eine der beiden Hefearten. Die Mengen sind für diesen Teig vorgesehen; beachte bei speziellen Hefeprodukten zusätzlich die Packungsangabe. Ein ganzer Würfel frische Hefe wird hier nicht benötigt.
Für den Fruchtbelag
1,8 kg Pflaumen oder Zwetschgen, vor dem Entsteinen gewogen
1 TL gemahlener Zimt, nach Geschmack
optional 20 g feine, ungewürzte Semmelbrösel für sehr saftige Früchte
optional 10–20 g Zucker zum Nachsüßen nach dem Backen
Für die Butterstreusel
200 g Weizenmehl Type 405
120 g Zucker
120 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
8 g Vanillezucker
1 Prise Salz
Zusätzlich brauchst du etwas Mehl zum Ausrollen sowie Backpapier oder wenig Butter zum Einfetten des Blechs.
Zutatenhinweis: Das Hauptrezept enthält Weizen beziehungsweise Gluten, Milch und Ei. Prüfe bei Unverträglichkeiten auch die Zutaten der verwendeten Semmelbrösel und Ersatzprodukte.
Zubereitung: Pflaumenkuchen mit Hefeteig Schritt für Schritt
1. Hefe und Zutaten vorbereiten
Erwärme die Milch nur leicht. Sie soll lauwarm sein, nicht heiß. Etwa 30 °C sind ein brauchbarer Orientierungswert.
Bei frischer Hefe bröselst du die 21 g in die Milch und rührst, bis sie sich verteilt hat. Ein gesonderter Vorteig ist für diese Zubereitung nicht erforderlich.
Bei üblicher Trockenbackhefe mischst du die 7 g zunächst mit dem Mehl. Eine ausdrücklich auf der Packung verlangte Aktivierung hat Vorrang.
2. Den Hefeteig kneten
Gib Mehl, Zucker, Ei, weiche Butter, Salz und die vorbereitete Milch beziehungsweise Hefemilch in eine große Schüssel. Verarbeite alles zunächst langsam zu einem zusammenhängenden Teig.
Knete anschließend etwa 5–8 Minuten mit geeigneten Knethaken. Von Hand kannst du ungefähr 10 Minuten einplanen.
Die benötigte Zeit hängt auch vom Gerät ab: Der Teig soll glatt und elastisch werden und sich überwiegend vom Schüsselrand lösen. Ein leichtes Kleben ist in Ordnung.
Gib nicht sofort zusätzliches Mehl dazu, nur weil der Teig am Anfang noch klebt. Prüfe seine Konsistenz erst nach einigen Minuten Kneten. Bleibt er dann ausgesprochen schmierig, arbeite jeweils einen Teelöffel Mehl ein. Ist er dagegen ungewöhnlich fest, ergänze die Milch esslöffelweise.
3. Den Teig gehen lassen
Forme den Teig zu einer Kugel und lege ihn zurück in die Schüssel. Decke sie ab und stelle sie an einen zugfreien, mäßig warmen Platz.
Rechne mit 60–90 Minuten, bis der Teig deutlich größer geworden ist, möglichst annähernd doppelt so groß. In einer kühlen Küche kann es länger dauern. Stelle die Schüssel deshalb nicht an einen sehr heißen Ort, sondern gib dem Teig mehr Zeit.
Ein praktischer Vergleich: Fotografiere den Teig zu Beginn kurz von oben oder markiere bei einer durchsichtigen Schüssel die ursprüngliche Höhe. So erkennst du die Volumenzunahme leichter.
4. Pflaumen waschen, trocknen und entsteinen
Bereite die Früchte während der ersten Gehzeit vor. Wasche sie, lasse sie abtropfen und trockne sie behutsam ab.
Schneide Zwetschgen längs auf und entferne die Steine. Die Hälften dürfen an einer Seite zusammenhängen. Größere, runde Pflaumen kannst du vierteln, damit sie sich gleichmäßiger verteilen lassen.
Achte darauf, dass keine Steinreste im Fruchtfleisch bleiben. Sortiere faule, gärende oder angeschimmelte Früchte vollständig aus.
Zucker kommt in diesem Rezept noch nicht an die vorbereiteten Früchte.
5. Butterstreusel herstellen
Vermische Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz. Gib die kalten Butterwürfel dazu und verreibe die Zutaten zwischen den Fingerspitzen zu Streuseln. Alternativ arbeitest du kurz mit dem Rührgerät.
Sobald sich unregelmäßige Krümel bilden, drücke einige davon leicht zusammen. So entsteht eine Mischung aus kleineren und größeren Streuseln. Knete die Masse nicht zu einer geschlossenen Teigkugel.
Stelle die Streusel bis zum Belegen in den Kühlschrank. Kalte Butter lässt sich etwas langsamer einarbeiten, unterstützt bei dieser Zubereitung aber ein knuspriges Ergebnis.
6. Hefeteig auf dem Blech verteilen
Lege das Blech mit Backpapier aus oder fette es dünn ein. Knete den aufgegangenen Teig kurz durch und rolle ihn auf wenig Mehl ungefähr auf Blechgröße aus.
Lege ihn auf das Blech und drücke ihn vorsichtig bis in die Ecken. Achte auf eine möglichst gleichmäßige Dicke; forme keinen massiven, hohen Rand.
Zieht sich der Teig beim Ausrollen immer wieder zusammen, decke ihn ab und lasse ihn etwa 5–10 Minuten entspannen. Danach lässt er sich häufig leichter verteilen.
7. Früchte und Streusel auflegen
Bei sehr saftigen Pflaumen verteilst du die optionalen Semmelbrösel dünn auf dem Boden. Lege anschließend die Früchte dicht nebeneinander, leicht überlappend und mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig.
Verteile sie über die gesamte Fläche, statt in der Mitte einen hohen Fruchtberg aufzuschichten. Bestreue sie nach Geschmack mit Zimt und gib die gekühlten Streusel darüber.
Lasse den belegten Kuchen nochmals ungefähr 20–30 Minuten ruhen. An den sichtbaren Teigstellen sollte er dabei etwas luftiger werden.
Heize währenddessen den Backofen vollständig vor.
8. Pflaumenkuchen backen
Backe den Kuchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft im unteren Drittel des Ofens. Für dieses Rezept ist Ober-/Unterhitze die bevorzugte Einstellung.
Kontrolliere den Kuchen erstmals nach etwa 35 Minuten. Als Richtwert gelten insgesamt 40–50 Minuten. Fertig ist er, wenn die Streusel goldbraun, die Früchte weich und der Boden durchgebacken sind.
Verlasse dich nicht ausschließlich auf die Farbe der Streusel. Hebe den Rand mit einem Pfannenwender vorsichtig an: Die Unterseite sollte leicht gebräunt und nicht mehr blass-teigig sein.
Prüfe bei Bedarf zusätzlich den Teig zwischen den Früchten mit einem Holzstäbchen. Fruchtsaft am Stäbchen ist etwas anderes als klebriger, roher Teig.
Werden die Streusel zu dunkel, bevor der Boden fertig ist, decke die Oberfläche locker mit einem geeigneten Stück Backpapier ab und backe weiter. Halte dabei ausreichend Abstand zu den Heizstäben ein.
9. Abkühlen lassen und schneiden
Stelle das Blech auf einen hitzefesten Rost und lasse den Kuchen mindestens 30 Minuten abkühlen.
Schneide ihn erst dann in Stücke: Vier Reihen mit jeweils sechs Stücken ergeben 24 Portionen.
Für eine Kaffeetafel kannst du den Kuchen lauwarm servieren. Zum Verpacken oder Einfrieren muss er vollständig ausgekühlt sein.
Pflaumenkuchen Rezept Infografik
Pflaumen oder Zwetschgen: Welche Früchte sind besser?
Für einen Blechkuchen sind reife, noch feste Zwetschgen häufig die praktischere Wahl. Ihr Fruchtfleisch ist meist fester und enthält etwas weniger Wasser. Dadurch verlieren sie beim Backen weniger Saft und behalten besser ihre Form.
Runde Pflaumen funktionieren ebenfalls. Je nach Sorte und Reifegrad können sie allerdings weicher und saftiger sein. Nicht jede Pflaume ist automatisch ungeeignet und nicht jede Zwetschge gleich: Entscheidend ist auch der Zustand deiner Früchte.
Probiere vor dem Backen eine einwandfreie Frucht. So merkst du, ob später zusätzlicher Zucker sinnvoll ist.
Sehr weiche Früchte, die beim Schneiden bereits viel Saft abgeben, solltest du nicht besonders hoch aufschichten. Verwende bei solchen Pflaumen eher 1,5 kg statt 1,8 kg und die vorgesehenen Semmelbrösel.
Ein saftiger Fruchtbelag ist erwünscht. Eine klitschige, nicht durchgebackene Teigschicht darunter nicht.
Prüfe deshalb zuerst, ob tatsächlich zu viel Fruchtsaft im Spiel ist oder ob der Kuchen schlicht noch Backzeit braucht.
Fruchtmenge und Feuchtigkeit begrenzen
Trockne die gewaschenen Früchte ab, lege sie mit der Schnittfläche nach oben auf und verwende bei sehr saftigen Pflaumen eine dünne Schicht Semmelbrösel.
Sie kann einen Teil der austretenden Feuchtigkeit aufnehmen. Eine dicke Bröselschicht macht aus sehr wässrigem Obst allerdings keinen trockenen Belag.
Zuckere die Früchte nicht längere Zeit vor dem Belegen. Süße lieber den fertig gebackenen Kuchen nach, sofern das überhaupt nötig ist. Der Teig und die Streusel enthalten bereits Zucker.
Den Boden kontrollieren, nicht nur die Oberfläche
Ein kleineres Blech macht aus derselben Teigmenge einen dickeren Boden. Auch eine schwere Glas- oder Keramikform kann ein anderes Backverhalten zeigen als das vorgesehene Metallblech.
Übernimm die Minutenangabe deshalb nicht unbesehen.
Ist der Kuchen oben ausreichend gebräunt, unten aber noch teigig, schütze die Oberfläche und lasse ihn weiterbacken. Ein fertig gebackener Boden kann direkt unter den Früchten trotzdem feuchter bleiben als am Rand. Er sollte aber keine rohe, klebrige Teigschicht haben.
Warmen Kuchen nicht luftdicht verschließen
Verpacke den Kuchen erst nach dem Auskühlen. Sonst sammelt sich unter der Abdeckung Feuchtigkeit, die besonders den Streuseln ihre Knusprigkeit nimmt.
Häufige Backfehler und passende Lösungen
Problem
Mögliche Ursache
Was du tun kannst
Der Hefeteig geht kaum auf
Kalte Umgebung, wenig aktive Hefe oder zu heiße Milch
Mäßig warm stellen und länger warten; bei weiterhin fehlender Volumenzunahme die Hefe als Ursache prüfen
Der Teig zieht sich zusammen
Er steht beim Ausrollen noch unter Spannung
Abdecken, 5–10 Minuten ruhen lassen und dann weiter ausrollen
Der Boden ist dick und kompakt
Zu kleine Backfläche oder zu kurze Gehzeit
Innenmaße prüfen und vor dem Backen auf die sichtbare Teigentwicklung achten
Streusel werden zu einer klebrigen Masse
Die Butter wurde bei der Verarbeitung sehr weich
Masse kühlen und anschließend in Stücke zupfen; nicht sofort viel Mehl einarbeiten
Streusel sind dunkel, der Boden ist noch roh
Zu starke Oberhitze oder ungünstige Einschubhöhe
Oberfläche schützen, gegebenenfalls tiefer einschieben und den Boden weiterbacken
Der Kuchen schmeckt zu säuerlich
Die Früchte waren wenig süß
Nach dem Backen sparsam nachsüßen und milde Schlagsahne dazu servieren
Pflaumenkuchen ohne Hefe: schnelle Variante mit Quark-Öl-Teig
Für Tage ohne Zeit für Gehphasen kannst du den Hefeteig durch einen Quark-Öl-Teig ersetzen. Diese Variante hat eine andere Textur, lässt sich aber ebenfalls als Blechkuchen zubereiten.
Zutaten für den Quark-Öl-Teig
Für ein Blech mit 30 × 40 cm brauchst du:
300 g Weizenmehl
3 gestrichene TL Backpulver
75 g Zucker
8 g Vanillezucker
1 Prise Salz
125 g Magerquark
100 ml Milch
100 ml neutrales Öl
Zubereitung der schnellen Variante
Vermische Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker und Salz. Gib Quark, Milch und Öl dazu. Verknete alles nur kurz zu einem zusammenhängenden Teig und rolle ihn auf dem vorbereiteten Blech aus.
Belege ihn mit 1,5 kg Pflaumen oder Zwetschgen, vor dem Entsteinen gewogen. Verwende die Streuselmenge aus dem Hauptrezept und bei saftigen Früchten die optionalen Semmelbrösel.
Backe den Kuchen ohne Gehzeit im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze. Kontrolliere ab etwa 35 Minuten. Je nach Früchten und Ofen sind ungefähr 35–45 Minuten oder auch etwas länger erforderlich.
Prüfe den Boden wie beim Hauptrezept.
Wichtig: Dieser Teig braucht weder Hefe noch langes Kneten. Bereite Früchte und Streusel deshalb vor dem Teig vor und schiebe den belegten Kuchen anschließend zügig in den Ofen.
Kleine Abwandlungen des Hauptrezepts
Pflaumenkuchen ohne Streusel
Lasse ausschließlich die Streuselzutaten weg und bereite Teig und Belag unverändert zu.
Kontrolliere den Kuchen bereits ab etwa 30 Minuten, da die Oberfläche ohne Streusel anders bräunt. Die tatsächlich nötige Backzeit bestimmst du anhand des Bodens.
Verteile bei Bedarf nach dem Backen wenig Zucker über den Früchten. Diese Variante ist besonders passend, wenn du den Fruchtgeschmack in den Vordergrund stellen möchtest.
Pflaumenkuchen mit Mandelstreuseln
Ersetze von den 200 g Streuselmehl 50 g durch 50 g gemahlene Mandeln. Alle anderen Streuselzutaten bleiben unverändert.
Die Mandeln bringen ein zusätzliches Allergen in das Rezept. Berücksichtige das, wenn du für Gäste backst.
Pflaumenkuchen mit weniger zugesetztem Zucker
Für eine zurückhaltendere Süße kannst du den Zucker im Hefeteig auf 60 g und in den Streuseln auf 100 g reduzieren.
Wähle dafür gut ausgereifte Früchte und lasse den optionalen Zucker auf dem Belag weg.
Das ist weiterhin ein gesüßter Kuchen, kein zuckerfreies Rezept. Die Streusel können durch die Änderung etwas anders bräunen und knuspern.
Rezept auf eine kleinere Backform umrechnen
Für ähnliche Teigdicke rechnest du nach der Backfläche, nicht nach dem Volumen der Form:
Neue Zutatenmenge = ursprüngliche Zutatenmenge × neue Backfläche ÷ 1.200 cm².
Backform
Faktor für sämtliche Zutaten
Rechteckig, 20 × 30 cm
0,50 – die halbe Menge
Rund, 26 cm Durchmesser
Etwa 0,44
Rund, 28 cm Durchmesser
Etwa 0,51 – ungefähr die halbe Menge
Rechteckig, 40 × 45 cm
1,50 – die eineinhalbfache Menge
Für die halbe Menge schlägst du das Ei auf, verquirlst es und wiegst die Hälfte ab. Auch Hefe, Salz, Früchte und Streusel werden entsprechend halbiert.
Die Backtemperatur bleibt zunächst gleich. Die Backzeit wird nicht einfach halbiert, denn die angestrebte Teigdicke bleibt ähnlich. Beginne etwas früher mit der Kontrolle und beurteile das tatsächliche Backergebnis.
Pflaumenkuchen vorbereiten, aufbewahren und einfrieren
Kann ich den Kuchen am Vortag backen?
Ja. Lasse ihn auf einem Rost zügig auskühlen und bewahre ihn anschließend abgedeckt im Kühlschrank auf. Stelle auch übrig gebliebene Stücke nach dem Servieren wieder kühl.
Durch den Fruchtbelag ist der Kuchen anders zu behandeln als ein trockener Sandkuchen.
Plane ein, die gekühlten Reste innerhalb von 2–3 Tagen aufzubrauchen. Das ist ein Richtwert, keine Haltbarkeitsgarantie: Sauberkeit, Fruchtzustand, Temperatur und die Zeit auf dem Kaffeetisch beeinflussen die Haltbarkeit.
Für möglichst knusprige Streusel bleibt der Backtag die beste Wahl. Du kannst aber die Streusel bereits am Vorabend vorbereiten und abgedeckt kühlen. Die Früchte bereitest du am besten vor, während der Hefeteig geht.
So frierst du Pflaumenkuchen portionsweise ein
Lasse den Kuchen ganz auskühlen, schneide ihn in Stücke und verpacke diese möglichst luftdicht in geeigneten Gefrierbehältern oder Gefrierbeuteln.
Trenne übereinanderliegende Stücke mit Backpapier und beschrifte die Verpackung mit dem Datum.
Als vorsichtigen Qualitätsrichtwert empfehle ich, ihn bei durchgehend −18 °C innerhalb von etwa drei Monaten aufzubrauchen. Nach dem Auftauen können die Früchte weicher und die Streusel weniger knusprig sein.
Das Einfrieren eignet sich gut zum Bevorraten, ersetzt aber nicht vollständig das Ergebnis vom Backtag.
Gefrorenen Pflaumenkuchen auftauen und erwärmen
Taue die benötigten Stücke abgedeckt im Kühlschrank auf. Zum Servieren kannst du sie kurz temperieren lassen oder im Ofen erwärmen.
Für bereits aufgetaute Stücke sind etwa 10–15 Minuten bei 150 °C Ober-/Unterhitze ein Ausgangspunkt. Kontrolliere zwischendurch, damit der Kuchen nicht austrocknet.
Sahne gibst du frisch dazu.
Was gilt bei Schimmel?
Verwende keine angeschimmelten Pflaumen, auch nicht nach dem Abschneiden der sichtbaren Stelle.
Backen macht solche Früchte nicht zuverlässig wieder sicher: Schimmelpilzgifte können die Erhitzung überstehen.
Zeigt der Kuchen Schimmel, entsorge den betroffenen Kuchen beziehungsweise die gemeinsam gelagerten Reste vollständig. Entferne nicht nur den sichtbaren Fleck und iss den Rest weiter.
Servieren und die Ernte sinnvoll nutzen
Zum lauwarmen Pflaumenkuchen passt wenig gesüßte Schlagsahne. Eine Kugel Vanilleeis ist eine andere Möglichkeit. Stelle Sahne und Eis erst zum Servieren dazu, damit jeder seine Portion selbst ergänzen kann.
Für eine größere Runde lassen sich kleinere Stücke anbieten, von denen sich jeder nachnehmen kann. Für einen kleinen Haushalt lohnt es sich, einen Teil schon am Backtag nach dem Auskühlen einzufrieren.
Bleiben nach dem Belegen noch viele Früchte übrig, findest du Anregungen bei unseren Pflaumenmus-Variationen.
Für das Hauptrezept auf 30 × 40 cm sind 1,8 kg ganze Früchte vorgesehen. Sie werden vor dem Entsteinen gewogen.
Bei ausgesprochen saftigen Pflaumen empfiehlt sich die beschriebene Anpassung auf 1,5 kg.
Welche Hefe nehme ich für 500 g Mehl?
In diesem Rezept verwendest du 21 g frische Hefe oder 7 g übliche Trockenbackhefe.
Die angegebene Gehzeit bleibt ein Richtwert. Ausschlaggebend ist, dass sich der Teig sichtbar vergrößert.
Muss ich Pflaumen für Kuchen schälen?
Nein. Für dieses Rezept werden sie gewaschen, getrocknet, entsteint und mit Schale verarbeitet.
Schneide große Früchte gegebenenfalls in Viertel.
Kommt Zucker vor oder nach dem Backen auf die Pflaumen?
In dieser Rezeptfassung kommt zusätzlicher Zucker erst nach dem Backen auf die Früchte.
Häufig ist er nicht nötig, weil bereits Teig und Streusel gesüßt sind. Probiere ein abgekühltes Stück, bevor du nachsüßt.
Kann ich Pflaumen aus dem Glas verwenden?
Das ist eine mögliche Abwandlung, aber kein Austausch ohne Auswirkungen auf das Ergebnis.
Lass die Früchte sehr gut abtropfen und gib keine Einlegeflüssigkeit auf den Teig. Verwende für das Blech zunächst etwa 1,3–1,5 kg abgetropfte Früchte und die Semmelbrösel.
Prüfe den Boden besonders sorgfältig. Der Belag wird meist weicher als mit frischem Obst.
Ist der Kuchen fertig, wenn die Streusel braun sind?
Nicht unbedingt. Kontrolliere zusätzlich die Unterseite und den Teig zwischen den Früchten.
Ein feuchter Fruchtbelag ist normal, eine klebrige rohe Teigschicht nicht. Decke zu dunkle Streusel ab, wenn der Boden noch Backzeit braucht.
Kann ich das Rezept mit Backpulver statt Hefe backen?
Nicht durch bloßes Austauschen des Triebmittels.
Verwende stattdessen die oben beschriebene Quark-Öl-Teig-Variante. Ihre Zutaten und ihr Ablauf sind auf die Zubereitung ohne Gehzeit abgestimmt.
Ein guter Pflaumenkuchen braucht vor allem einen guten Ablauf
Mit diesem Pflaumenkuchen Rezept stehen die einzelnen Schritte fest: einen geschmeidigen Hefeteig kneten, sichtbar aufgehen lassen, sorgfältig vorbereitete Früchte auflegen und den Boden vollständig durchbacken.
Die Butterstreusel sorgen für den knusprigen Kontrast zum saftigen Belag.
Nimm dir beim ersten Backen kurz Zeit, Blechgröße und tatsächliche Backdauer zu notieren. So kannst du die Anleitung beim nächsten Mal an deinen Ofen und deine bevorzugten Früchte anpassen.
Backst du lieber mit Zwetschgen oder mit runden Pflaumen? Schreib in die Kommentare, welche Variante auf deiner Kaffeetafel am besten ankommt.
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