Hundstage: Bedeutung, Zeitraum, Wetter und Tipps für heiße Sommertage
Die Hundstage gelten traditionell als die heißeste Zeit des Sommers. Sie beginnen jedes Jahr am 23. Juli und enden am 23. August. Ihr Name hat jedoch nichts mit erschöpften Hunden zu tun, die in der Mittagshitze nach einem schattigen Platz suchen. Er geht auf das Sternbild Großer Hund und dessen auffallend hellen Stern Sirius zurück.
Bereits die Menschen im alten Ägypten, in Griechenland und im Römischen Reich beobachteten den sogenannten Hundsstern. Weil sein Erscheinen am Morgenhimmel früher mit der heißesten Zeit des Jahres zusammenfiel, entstand die Vorstellung, Sirius verstärke gemeinsam mit der Sonne die Sommerhitze.
Heute wissen wir, dass nicht Sirius für hohe Temperaturen verantwortlich ist. Trotzdem fallen die Hundstage in Mitteleuropa häufig in eine besonders warme Phase des Jahres. Eine Garantie für Hitze sind sie allerdings nicht. Auch Regen, Gewitter, kühle Nächte und wechselhaftes Wetter können zwischen Ende Juli und Ende August auftreten.
Das Wichtigste über die Hundstage auf einen Blick
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wann sind die Hundstage? | Jedes Jahr vom 23. Juli bis zum 23. August |
| Wann sind die Hundstage 2026? | Von Donnerstag, 23. Juli, bis Sonntag, 23. August 2026 |
| Woher stammt der Name? | Vom Sternbild Großer Hund und seinem hellsten Stern Sirius |
| Haben die Hundstage etwas mit Haustieren zu tun? | Nein, der Name ist astronomischen Ursprungs |
| Sind die Hundstage immer heiß? | Nein, sie können auch kühl, regnerisch oder wechselhaft verlaufen |
| Warum ist es Ende Juli oft besonders warm? | Boden, Wasser und Atmosphäre erwärmen sich zeitlich verzögert |
| Sind die Hundstage ein meteorologischer Fachzeitraum? | Nein, es handelt sich vor allem um eine traditionelle Kalenderbezeichnung |
| Kann man aus den Hundstagen das Winterwetter ableiten? | Nein, entsprechende Bauernregeln sind wissenschaftlich nicht zuverlässig |

Wann sind die Hundstage?
Als Hundstage wird traditionell der Zeitraum vom 23. Juli bis einschließlich 23. August bezeichnet. Die Daten bleiben von Jahr zu Jahr gleich. Sie richten sich weder nach der aktuellen Wetterlage noch nach einem bestimmten Temperaturwert.
Hundstage 2026
Im Jahr 2026 beginnen die Hundstage am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, und enden am Sonntag, dem 23. August 2026.
Ob es während dieses Zeitraums tatsächlich besonders heiß wird, lässt sich aus dem Kalender allein nicht ableiten. Die Bezeichnung beschreibt keine vorherbestimmte Hitzewelle, sondern einen historisch überlieferten Abschnitt des Hochsommers.
Sind die Hundstage meteorologisch festgelegt?
Die Hundstage sind nicht mit den meteorologischen Jahreszeiten vergleichbar. Der meteorologische Sommer beginnt am 1. Juni und endet am 31. August. Die Hundstage bilden innerhalb dieses Zeitraums lediglich eine traditionelle Spanne.
Auch eine Hitzewelle wird nicht allein dadurch definiert, dass sie während der Hundstage auftritt. Für die gesundheitliche Belastung sind unter anderem die Höhe der Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit, die nächtliche Abkühlung und die Dauer einer heißen Wetterlage entscheidend.
Warum heißen die Hundstage Hundstage?
Namensgeber ist das Sternbild Großer Hund, auf Lateinisch Canis Major. In diesem Sternbild befindet sich Sirius, der hellste Stern am nächtlichen Himmel. Wegen seiner auffälligen Stellung im Großen Hund wird Sirius auch als Hundsstern bezeichnet.
Mit unseren Haushunden haben die Hundstage ursprünglich nichts zu tun. Die Verbindung zu Hunden entstand ausschließlich über das Sternbild.
Sirius ist rund 8,6 Lichtjahre von der Erde entfernt und erscheint von der Erde aus besonders hell. Tatsächlich handelt es sich um ein Doppelsternsystem. Der deutlich sichtbare Sirius A wird von Sirius B begleitet, einem lichtschwachen Weißen Zwerg.
Für die Entstehung des Begriffs ist jedoch vor allem die außergewöhnliche Helligkeit von Sirius entscheidend. Menschen konnten den Stern schon in frühen Kulturen leicht erkennen und als Orientierungspunkt im Jahreslauf nutzen.
Was ist der heliakische Aufgang des Sirius?
Die historische Bedeutung der Hundstage hängt mit dem sogenannten heliakischen Aufgang zusammen. Damit ist das erste sichtbare Erscheinen eines Sterns am östlichen Morgenhimmel gemeint, nachdem er zuvor für längere Zeit im Licht der Sonne verborgen gewesen war.
Ein Stern ist während eines Teils des Jahres von der Erde aus nicht zu sehen, weil er am Himmel zu nahe bei der Sonne steht. Irgendwann geht er morgens wieder so früh auf, dass er kurz vor Sonnenaufgang für wenige Minuten in der Dämmerung sichtbar wird. Dieses erste Wiedererscheinen nennt man heliakischen Aufgang.
Für die Menschen früherer Kulturen war ein solches Ereignis von großer Bedeutung. Ohne moderne Kalender, Wetterdienste oder Messgeräte dienten Sterne als wiederkehrende Zeichen für Jahreszeiten, landwirtschaftliche Arbeiten und religiöse Feste.
Sirius im alten Ägypten
Im alten Ägypten besaß Sirius eine besondere Stellung. Sein morgendliches Wiedererscheinen wurde mit dem Beginn eines neuen Jahres und der bevorstehenden Nilschwemme in Verbindung gebracht.
Die Überschwemmungen des Nils waren für die Landwirtschaft lebenswichtig. Sie brachten Wasser und fruchtbaren Schlamm auf die Felder. Deshalb beobachteten ägyptische Gelehrte den Himmel sehr genau.
Sirius wurde in Ägypten mit der Göttin Sopdet verbunden. Sein regelmäßiges Wiedererscheinen half dabei, den Jahreslauf zu strukturieren. Allerdings verschoben sich die genauen Zusammenhänge zwischen Kalender, Sternaufgang und Überschwemmung über lange Zeiträume. Sirius war daher kein vollkommen unveränderliches Kalenderzeichen, blieb aber kulturell und astronomisch außerordentlich bedeutend.

Die Hundstage bei Griechen und Römern
Auch die Griechen und Römer verbanden Sirius mit großer Sommerhitze. Da der auffällige Stern in der heißesten Jahreszeit wieder am Morgenhimmel erschien, entstand die Vorstellung, sein Licht ergänze oder verstärke die Kraft der Sonne.
Der Name Sirius wurde mit Hitze, Glühen und Versengen in Verbindung gebracht. Die Römer übernahmen die Vorstellung und bezeichneten die entsprechenden Sommertage als Hundstage beziehungsweise als Tage des Hundssterns.
Aus dieser antiken Deutung entwickelte sich die bis heute gebräuchliche Bezeichnung. Die Menschen beobachteten zwar tatsächlich eine häufig heiße Jahreszeit, erklärten deren Ursache aber mit dem damaligen astronomischen und mythologischen Wissen.
Heute ist eindeutig: Sirius beeinflusst die sommerlichen Temperaturen auf der Erde nicht. Seine Strahlung ist im Vergleich zur Sonne viel zu schwach, um unser Wetter spürbar zu verändern.
Warum stimmen Sirius-Aufgang und Hundstage heute nicht mehr überein?
Der traditionelle Zeitraum der Hundstage ist über Jahrhunderte erhalten geblieben. Der tatsächliche Zeitpunkt, zu dem Sirius am Morgenhimmel wieder sichtbar wird, hat sich jedoch verschoben.
Eine wesentliche Ursache ist die Präzession der Erdachse. Die Rotationsachse der Erde bleibt nicht über alle Jahrtausende genau in dieselbe Richtung ausgerichtet. Sie führt eine sehr langsame kreiselförmige Bewegung aus. Ein vollständiger Präzessionszyklus dauert ungefähr 26.000 Jahre.
Dadurch verändern sich die scheinbaren Positionen der Sterne in Bezug auf die Jahreszeiten. Ein Stern, der in der Antike an einem bestimmten Kalendertag vor Sonnenaufgang sichtbar war, muss heute nicht mehr am selben Tag erscheinen.
Auch der Beobachtungsort spielt eine Rolle. Der heliakische Aufgang hängt von der geografischen Breite, der Höhe des Horizonts, der Luftfeuchtigkeit, der Lichtverschmutzung und den Sichtbedingungen ab.
In Mitteleuropa stimmt der heutige morgendliche Sirius-Aufgang deshalb nicht mehr mit dem traditionellen Beginn der Hundstage am 23. Juli überein. Sirius erscheint hier erst später im Spätsommer wieder in der Morgendämmerung.
Warum ist es nach der Sommersonnenwende häufig am heißesten?
Die Sommersonnenwende findet auf der Nordhalbkugel um den 21. Juni statt. An diesem Tag erreicht die Sonne ihren höchsten Stand und die Tageslänge ihr Maximum. Danach werden die Tage bereits wieder kürzer.
Trotzdem liegen die höchsten durchschnittlichen Sommertemperaturen in Deutschland und Mitteleuropa häufig erst im Juli oder Anfang August. Dieser zeitliche Abstand wird als jahreszeitliche Verzögerung bezeichnet.
Boden, Wasser und Luft speichern Wärme
Die Erde erreicht nicht sofort am längsten Tag des Jahres ihre höchste Temperatur. Böden, Gewässer, Gebäude und die Atmosphäre benötigen Zeit, um sich aufzuwärmen.
Auch nach der Sommersonnenwende wird tagsüber zunächst noch mehr Energie aufgenommen, als während der Nacht wieder abgegeben wird. Die Wärme sammelt sich daher über mehrere Wochen weiter an.
Erst wenn die nächtliche Wärmeabgabe und die sinkende Sonneneinstrahlung die tägliche Erwärmung übertreffen, beginnen die Durchschnittstemperaturen wieder deutlich zu fallen.
Das Beispiel des warmen Nachmittags
Die Verzögerung lässt sich mit einem normalen Sommertag vergleichen. Die Sonne steht mittags am höchsten. Die größte Wärme wird jedoch meist erst einige Stunden später am Nachmittag erreicht.
Bis dahin nehmen Boden, Gebäude und Luft weiterhin Sonnenenergie auf. Ähnlich verhält es sich im Jahresverlauf: Der höchste Sonnenstand liegt im Juni, die wärmste Phase folgt oft einige Wochen später.
Nicht nur die Ozeane sind verantwortlich
Häufig wird die verzögerte Sommerhitze allein mit der langsamen Erwärmung der Meere erklärt. Wasser spielt tatsächlich eine wichtige Rolle, weil es große Wärmemengen speichern kann. Für das Wetter in Mitteleuropa sind jedoch mehrere Faktoren entscheidend:
- die Erwärmung von Böden und Gewässern,
- die gespeicherte Wärme in Städten und Gebäuden,
- die vorherrschenden Luftströmungen,
- die Bodenfeuchtigkeit,
- die Bewölkung,
- die Länge und Intensität von Hochdrucklagen,
- die Herkunft der einströmenden Luftmassen.
Trockene Böden können sich beispielsweise schneller aufheizen als feuchte Böden. Küstenregionen erwärmen sich dagegen häufig langsamer, weil das Meer ausgleichend wirkt.
Sind die Hundstage wirklich die heißesten Tage des Jahres?
Die Hundstage fallen häufig in eine warme Phase des Hochsommers. Trotzdem sind sie nicht automatisch die heißesten Tage eines bestimmten Jahres.
In manchen Jahren tritt die stärkste Hitze bereits im Juni oder in der ersten Julihälfte auf. In anderen Jahren folgen noch Ende August oder im September ungewöhnlich warme Tage. Ebenso kann der traditionelle Zeitraum der Hundstage von Tiefdruckgebieten, Regen und kühleren Luftmassen geprägt sein.
Die Wetterlage ist entscheidend
Ob es heiß wird, hängt unter anderem davon ab, welche Luftmassen nach Mitteleuropa gelangen.
Südliche und südwestliche Strömungen können sehr warme Luft aus dem Mittelmeerraum oder aus Nordafrika heranführen. Nördliche und nordwestliche Strömungen bringen dagegen häufig kühlere Meeresluft.
Langanhaltende Hochdruckgebiete begünstigen trockene, sonnige und heiße Wetterphasen. Tiefdruckgebiete sorgen eher für Wolken, Niederschläge, Wind und niedrigere Temperaturen. Nach heißen Tagen können außerdem kräftige Gewitter auftreten.
Der Kalender kann deshalb nicht vorhersagen, welches Wetter während der Hundstage herrschen wird.
Heißer Tag, Tropennacht und Hitzewelle: die Unterschiede
Die Begriffe Hundstage und Hitzewelle sollten nicht gleichgesetzt werden.
Heißer Tag
Meteorologisch wird ein Tag als heißer Tag bezeichnet, wenn die Höchsttemperatur mindestens 30 Grad Celsius erreicht.
Tropennacht
Von einer Tropennacht spricht man, wenn die Lufttemperatur während der Nacht nicht unter 20 Grad Celsius sinkt. Solche Nächte können für den Körper besonders belastend sein, weil die notwendige Erholung und Abkühlung ausbleiben.
Hitzewelle
Für eine Hitzewelle gibt es keine einzige weltweit einheitliche Temperaturgrenze. Entscheidend ist eine über mehrere Tage anhaltende ungewöhnlich hohe Wärmebelastung. Dabei spielen neben der Temperatur auch Luftfeuchtigkeit, Dauer und nächtliche Abkühlung eine Rolle.
Hundstage
Die Hundstage sind dagegen ein fester historischer Kalenderzeitraum. Sie können eine Hitzewelle enthalten, müssen es aber nicht.
Verändern sich die Hundstage durch den Klimawandel?
Die traditionellen Daten vom 23. Juli bis 23. August verändern sich nicht. Der Klimawandel beeinflusst jedoch die Bedingungen, unter denen wir diese Wochen erleben.
In Deutschland haben heiße Tage im langfristigen Vergleich zugenommen. Auch länger anhaltende Hitzeperioden und warme Nächte können häufiger auftreten. Besonders belastend sind Wetterlagen, in denen sich Gebäude und Städte über mehrere Tage aufheizen und nachts kaum abkühlen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass künftig jeder Tag zwischen dem 23. Juli und dem 23. August heiß sein wird. Wetter bleibt von Jahr zu Jahr wechselhaft. Auch in einem wärmeren Klima sind kühle, regnerische oder windige Phasen möglich.
Zugleich können starke Hitzewellen außerhalb der Hundstage auftreten. Der historische Begriff darf daher nicht als zeitliche Begrenzung moderner Hitzerisiken verstanden werden.
Die Hundstage verursachen keinen Klimawandel
Die Hundstage selbst haben keinerlei Wirkung auf das globale Klima. Sie sind eine Bezeichnung im Kalender und kein physikalischer Auslöser.
Sonne, Sirius und Atmosphäre wirken während dieses Zeitraums nicht auf besondere Weise zusammen. Langfristige Klimaänderungen entstehen durch Veränderungen im Strahlungshaushalt der Erde und zahlreiche Wechselwirkungen im Klimasystem, nicht durch den Beginn oder das Ende der Hundstage.
Bauernregeln rund um die Hundstage
Über viele Jahrhunderte beobachteten Bauern Wetter, Pflanzen, Tiere und Himmelserscheinungen. Daraus entstanden einprägsame Bauernregeln. Zu den Hundstagen sind verschiedene regionale Varianten überliefert.
| Bauernregel | Überlieferte Bedeutung |
|---|---|
| „Wie die Hundstage eingehen, so gehen sie aus.“ | Das Wetter zu Beginn soll den weiteren Verlauf bestimmen |
| „Sind die Hundstage heiß, bleibt’s im Winter lange weiß.“ | Ein heißer Hochsommer soll einen schneereichen Winter ankündigen |
| „Hundstage hell und klar, zeigen an ein gutes Jahr.“ | Sonniges Wetter soll eine gute Ernte versprechen |
| „Wenn die Hundstage Regen bereiten, kommen alsbald magere Zeiten.“ | Viel Regen soll die Ernte gefährden |
Solche Regeln sind kulturgeschichtlich interessant und vermitteln einen Eindruck davon, wie eng das bäuerliche Leben mit der Naturbeobachtung verbunden war.
Als zuverlässige langfristige Wettervorhersage sind sie jedoch nicht geeignet. Zwischen dem Wetter im Hochsommer und dem Verlauf des kommenden Winters besteht kein einfacher, allgemeingültiger Zusammenhang.
Manche Bauernregeln enthalten dennoch einen nachvollziehbaren Erfahrungskern. Langanhaltende Hitze und Trockenheit können die Ernte beeinträchtigen. Starkregen kann reifes Getreide, Obst und Gemüse beschädigen. Daraus lässt sich aber keine sichere Vorhersage für Monate im Voraus ableiten.
Was bedeuten die Hundstage für den Garten?
Während heißer und trockener Hochsommerphasen geraten viele Gartenpflanzen an ihre Belastungsgrenze. Besonders gefährdet sind Jungpflanzen, frisch gesetzte Stauden, flach wurzelnde Gemüsearten sowie Pflanzen in Töpfen, Kübeln und Hochbeeten.
Entscheidend ist nicht, dass gerade Hundstage sind, sondern wie heiß, trocken und windig die tatsächliche Wetterlage ausfällt.
1. Möglichst früh am Morgen gießen
Die frühen Morgenstunden sind meist der beste Zeitpunkt zum Wässern. Boden und Pflanzen sind noch vergleichsweise kühl, die Verdunstung ist geringer und das Wasser kann in den Wurzelraum eindringen.
Abendliches Gießen ist grundsätzlich ebenfalls möglich. Bleiben Blätter und Bodenoberfläche jedoch über viele Stunden feucht, können Schnecken und bestimmte Pilzkrankheiten begünstigt werden. In warmen Nächten kühlt der Garten außerdem kaum ab.
2. Seltener, aber gründlich wässern
Tägliches oberflächliches Gießen befeuchtet häufig nur die obersten Zentimeter. Die Pflanzen bilden dann verstärkt flache Wurzeln und werden gegenüber Trockenheit empfindlicher.
Besser ist es, durchdringend zu wässern und anschließend eine Pause einzulegen. Als grober Richtwert können Gemüsekulturen bei trockener Witterung etwa 20 bis 25 Liter Wasser je Quadratmeter benötigen. Die tatsächliche Menge hängt jedoch von Bodenart, Pflanzenart, Entwicklungsstadium und Temperatur ab.
Sandige Böden speichern weniger Wasser und benötigen häufigere Gaben. Lehmige und humusreiche Böden halten Feuchtigkeit länger.
3. Direkt im Wurzelbereich gießen
Das Wasser sollte möglichst dort ankommen, wo die Pflanze es benötigt. Gießränder, Pflanzmulden, Tropfschläuche oder eingegrabene Töpfe helfen dabei, Wasser langsam in den Wurzelbereich zu leiten.
Ein großflächiges Benetzen der Blätter erhöht die Verdunstung. Bei Tomaten kann dauerhaft feuchtes Laub zudem Krankheiten fördern.
4. Den Boden mulchen
Eine Mulchschicht schützt die Erde vor direkter Sonneneinstrahlung und verringert die Verdunstung. Geeignet sind je nach Kultur beispielsweise:
- angetrockneter Rasenschnitt,
- Stroh,
- Laub,
- gehäckselte Pflanzenreste,
- Gartenfaser,
- Miscanthushäcksel,
- Schafwolle.
Das Material sollte locker aufliegen und nicht unmittelbar an empfindlichen Stängeln angehäuft werden. Sehr nasses oder zu dick aufgetragenes Material kann faulen.
Mulch schützt zugleich das Bodenleben, verhindert eine schnelle Verkrustung und dämpft den Aufprall heftiger Regentropfen.
5. Töpfe und Hochbeete täglich kontrollieren
Pflanzgefäße besitzen nur einen begrenzten Wasservorrat. Dunkle Töpfe können sich in direkter Sonne stark erwärmen. Kleine Gefäße trocknen bei Wind und Hitze teilweise innerhalb weniger Stunden aus.
Kübel sollten deshalb regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf vorübergehend an einen geschützteren Platz gestellt werden. Untersetzer dürfen nicht dauerhaft mit Wasser gefüllt bleiben, wenn die Pflanzen keine Staunässe vertragen.
Hochbeete verlieren ebenfalls schneller Feuchtigkeit als gewachsener Gartenboden. Eine Mulchschicht und eine möglichst bodennahe Bewässerung sind hier besonders sinnvoll.
6. Gewächshäuser konsequent lüften
In einem geschlossenen Gewächshaus können die Temperaturen weit über die Außenwerte steigen. Türen, Dachfenster und Seitenlüftungen sollten frühzeitig geöffnet werden.
Bei extremer Sonneneinstrahlung kann zusätzlich eine Schattierung erforderlich sein. Diese sollte möglichst außen angebracht werden, damit ein Teil der Sonnenstrahlung bereits vor dem Glas oder Kunststoff abgefangen wird.
Automatische Fensteröffner sind hilfreich, ersetzen aber nicht die regelmäßige Kontrolle. Auch die Standfestigkeit geöffneter Türen und Fenster bei aufkommendem Wind muss beachtet werden.
7. Empfindliche Kulturen zeitweise beschatten
Frisch gepflanzte Salate, Jungpflanzen und einige Kübelpflanzen können unter starker Mittagssonne leiden. Schattiernetze, helle Tücher oder ein vorübergehender Standortwechsel verhindern Sonnenbrand und übermäßigen Wasserverlust.
Eine Beschattung sollte luftig bleiben. Dicht aufliegende Folien können einen zusätzlichen Hitzestau verursachen.
8. Rasen nicht zu kurz mähen
Längere Grashalme beschatten den Boden und verringern die Verdunstung. Während trockener Hitzeperioden sollte der Rasen deshalb nicht sehr kurz geschnitten werden.
Auf häufiges Mähen kann vorübergehend verzichtet werden. Ein braun gewordener Rasen ist nicht zwangsläufig abgestorben. Viele Gräser treiben nach ausreichendem Regen erneut aus.
9. Schnittmaßnahmen vorsichtig durchführen
Ein starker Sommerschnitt entfernt schützendes Laub. Früchte und Äste, die zuvor im Schatten lagen, können anschließend plötzlich intensiver Sonne ausgesetzt sein und Verbrennungen entwickeln.
Größere Schnittarbeiten sollten während extremer Hitze möglichst verschoben werden. Das gilt besonders für Obstgehölze, Weinreben und dichte Hecken.
10. Nicht in völlig trockenen Boden düngen
Dünger benötigt Feuchtigkeit, damit Nährstoffe gelöst und von den Wurzeln aufgenommen werden können. Bei ausgetrocknetem Boden können hohe Salzkonzentrationen die Pflanzen zusätzlich belasten.
Vor einer notwendigen Düngung sollte der Boden ausreichend feucht sein. Während einer akuten Hitzewelle ist Zurückhaltung meist besser als eine kräftige Nährstoffgabe.
Ernten während der Hundstage
Sommerliche Hitze beeinflusst nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Qualität und Haltbarkeit der Ernte.
Möglichst morgens ernten
Gemüse, Beeren und Kräuter sind am frühen Morgen meist praller und kühler. Der Wassergehalt der Pflanzen ist höher als am heißen Nachmittag.
Salate, Mangold, Gurken, Zucchini und Beeren sollten nach der Ernte rasch aus der Sonne gebracht werden. Ein gefüllter Erntekorb darf nicht über längere Zeit auf einer heißen Terrasse oder im Auto stehen.
Reife Früchte regelmäßig kontrollieren
Tomaten, Beeren, Pflaumen, Pfirsiche und anderes weiches Obst können bei Wärme schnell überreif werden. Beschädigte Früchte locken Wespen und Fruchtfliegen an oder beginnen zu faulen.
Fallobst sollte möglichst täglich aufgesammelt werden. Gesunde Früchte können verarbeitet, beschädigte Früchte je nach Zustand aussortiert oder kompostiert werden.
Kräuter richtig ernten
Viele Küchenkräuter entwickeln ihr kräftiges Aroma nach dem Abtrocknen des morgendlichen Taus, aber noch vor der größten Mittagshitze. Die beste Erntezeit liegt daher häufig am Vormittag.
Zum Trocknen benötigen Kräuter einen luftigen, trockenen und schattigen Platz. Direkte pralle Sonne kann Farbe und Aroma beeinträchtigen.
Einkochen und Vorratshaltung bei Hitze
Während der Hundstage reifen oft große Mengen Tomaten, Gurken, Zucchini, Beeren, Pflaumen und Kräuter gleichzeitig. Die Hitze macht eine zügige Verarbeitung besonders wichtig.
Ernte schnell verarbeiten oder kühlen
Leicht verderbliche Lebensmittel sollten nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen. Beeren und geschnittenes Obst sind besonders empfindlich.
Was nicht sofort verarbeitet wird, gehört je nach Lebensmittel in einen kühlen Vorratsraum, Kühlschrank oder Gefrierschrank.
Einkochen in die kühleren Stunden verlegen
Langes Kochen erwärmt die Wohnung zusätzlich. Wer größere Mengen einkochen möchte, kann die Arbeiten auf den frühen Morgen oder Abend legen.
Während des Einkochens sollte gut gelüftet werden, sofern die Außenluft kühler als die Raumluft ist. Hygiene, geeignete Gläser und die korrekte Einkochzeit bleiben unabhängig von der Außentemperatur entscheidend.
Fermentation beobachten
Bei Wärme laufen Gärprozesse schneller ab. Fermentiertes Gemüse sollte deshalb häufiger kontrolliert werden. Zu hohe Temperaturen können die gewünschte Entwicklung beeinträchtigen und das Gemüse zu schnell weich werden lassen.
Ein gleichmäßig kühler, schattiger Standort ist besser als ein Platz auf der sonnigen Fensterbank.
Gesund durch die Hundstage
Hohe Temperaturen können den Kreislauf belasten. Besonders aufmerksam sollten ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, Pflegebedürftige sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-, Nieren- oder Lungenerkrankungen sein.
Auch gesunde Menschen können bei körperlicher Arbeit, Sport oder längerem Aufenthalt in der Sonne eine Hitzeerschöpfung entwickeln.
Regelmäßig trinken
Bei Hitze verliert der Körper durch Schwitzen mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe. Regelmäßiges Trinken ist deshalb wichtig, auch wenn noch kein ausgeprägtes Durstgefühl besteht.
Geeignet sind beispielsweise Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder stark verdünnte Saftschorlen. Sehr alkoholreiche Getränke belasten den Kreislauf zusätzlich.
Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen dürfen ihre Trinkmenge nicht pauschal erhöhen, wenn ärztlich eine Flüssigkeitsbegrenzung empfohlen wurde. In solchen Fällen sollte die passende Menge mit der behandelnden Praxis abgestimmt werden.
Medikamente nicht eigenständig verändern
Bestimmte Medikamente können den Flüssigkeitshaushalt, den Blutdruck oder die Wärmeregulation beeinflussen. Dazu gehören unter anderem entwässernde und blutdrucksenkende Mittel.
Medikamente sollten bei Hitze niemals ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt oder anders dosiert werden. Sinnvoll kann jedoch eine rechtzeitige Rückfrage sein, ob bei längeren Hitzeperioden etwas Besonderes zu beachten ist.
Auch die Lagerung ist wichtig. Arzneimittel sollten nicht in direkter Sonne, in einem heißen Auto oder an anderen stark erwärmten Orten aufbewahrt werden.
Körperliche Arbeiten verlegen
Gartenarbeit, Einkäufe und anstrengende Tätigkeiten sollten möglichst am frühen Morgen oder späteren Abend stattfinden. Die stärkste Sonnenbelastung liegt meist rund um die Mittags- und frühen Nachmittagsstunden.
Pausen im Schatten, leichte Kleidung und eine Kopfbedeckung helfen dabei, eine Überhitzung zu vermeiden.
Wohnräume kühl halten
Am frühen Morgen und in der Nacht sollte gelüftet werden, wenn die Außenluft kühler ist. Während des Tages bleiben Fenster und Türen möglichst geschlossen.
Rollläden, Fensterläden, Vorhänge oder außenliegende Verschattungen reduzieren die Aufheizung. Besonders wirksam ist ein Sonnenschutz, der die Strahlung bereits vor der Fensterscheibe abhält.
Elektrische Geräte erzeugen zusätzliche Wärme. Nicht benötigte Lampen, Computer und andere Geräte können ausgeschaltet werden.
Leichte Mahlzeiten wählen
Große, sehr fettreiche Mahlzeiten können den Körper zusätzlich belasten. Häufig angenehmer sind kleinere Portionen mit wasserreichem Gemüse, Salaten, Obst und gut verträglichen Eiweißquellen.
Wichtig bleibt eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen. Nur Eis, Obst oder kalte Getränke ersetzen auf Dauer keine ausgewogene Mahlzeit.
Warnzeichen bei Hitzebelastung
Erste Beschwerden sollten ernst genommen werden. Mögliche Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind:
- starke Schwäche,
- Kopfschmerzen,
- Schwindel,
- Übelkeit,
- Muskelkrämpfe,
- ungewöhnliche Erschöpfung,
- Kreislaufprobleme,
- auffallend schneller Puls.
Betroffene sollten an einen kühlen Ort gebracht, von unnötiger Kleidung befreit und vorsichtig gekühlt werden. Ist die Person vollständig wach und kann sicher schlucken, kann sie in kleinen Portionen trinken.
Verwirrtheit, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen, Zusammenbruch oder Bewusstlosigkeit sind Notfallzeichen. In diesem Fall muss sofort der Notruf 112 verständigt werden.
Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte die betroffene Person aus der Hitze gebracht und gekühlt werden. Bewusstlosen Personen darf nichts zu trinken gegeben werden.
Nachbarn und Angehörige nicht vergessen
Alleinlebende ältere oder pflegebedürftige Menschen bemerken eine gefährliche Überhitzung möglicherweise zu spät. Während längerer Hitzeperioden sind regelmäßige Anrufe oder kurze Besuche sinnvoll.
Dabei sollte kontrolliert werden, ob ausreichend Getränke vorhanden sind, die Wohnung gelüftet und verschattet werden kann und die Person einen wachen, orientierten Eindruck macht.
Tiere während der Hundstage schützen
Auch wenn der Begriff nicht von unseren Haustieren stammt, benötigen Hunde, Katzen, Kaninchen, Geflügel und andere Tiere bei Hitze besondere Aufmerksamkeit.
Hunde und Katzen
Frisches Wasser und ein kühler Schattenplatz müssen jederzeit verfügbar sein. Spaziergänge gehören in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
Asphalt kann sich in der Sonne stark aufheizen und die Pfoten verletzen. Ein kurzer Handrückentest gibt einen ersten Hinweis: Ist der Boden für die Hand unangenehm heiß, ist er auch für Hundepfoten problematisch.
Tiere dürfen niemals in einem geschlossenen Auto zurückgelassen werden. Auch bei teilweise geöffnetem Fenster kann die Innentemperatur schnell lebensgefährlich ansteigen.
Kaninchen, Meerschweinchen und Geflügel
Gehege und Ställe benötigen Schatten und eine gute Luftzirkulation. Direkte Zugluft sollte jedoch vermieden werden.
Trinkgefäße müssen mehrmals täglich kontrolliert werden. Offenes Wasser kann verschmutzen oder sich stark erwärmen. Metallteile und dunkle Abdeckungen dürfen nicht so heiß werden, dass sich Tiere daran verletzen.
Wildtiere unterstützen
Flache Wasserschalen helfen Vögeln, Igeln und Insekten. Steine oder Äste im Gefäß ermöglichen kleineren Tieren einen sicheren Ausstieg.
Das Wasser sollte täglich gewechselt und das Gefäß regelmäßig gereinigt werden. So lässt sich die Verbreitung von Krankheitserregern begrenzen.
Hundstage in anderen Sprachen
Die astronomische Herkunft des Begriffs ist in mehreren europäischen Sprachen erhalten geblieben.
Im Englischen spricht man von den dog days of summer. Im Französischen bezeichnet canicule heute allgemein eine starke Hitzewelle. Im Italienischen existiert der Ausdruck canicola, im Spanischen canícula.
Auch das russische Wort kanikuly für Ferien ist sprachgeschichtlich mit dem lateinischen Begriff für den Hundsstern beziehungsweise die Hundstage verbunden. Heute bezeichnet es Ferien allgemein und nicht ausschließlich die heißen Sommertage.
Diese sprachlichen Spuren zeigen, wie weit sich die antike Vorstellung vom Hundsstern und der Sommerhitze verbreitet hat.
Häufige Irrtümer über die Hundstage
Irrtum 1: Während der Hundstage ist es immer heiß
Die Termine sind fest, das Wetter ist es nicht. Auch kühle und regnerische Hundstage sind möglich.
Irrtum 2: Der Name kommt von erschöpften Hunden
Der Begriff bezieht sich auf das Sternbild Großer Hund und Sirius, nicht auf Haustiere.
Irrtum 3: Sirius verstärkt die Hitze der Sonne
Sirius besitzt keinen messbaren Einfluss auf unsere Sommertemperaturen. Die Sonne ist die entscheidende Energiequelle für das Wettergeschehen.
Irrtum 4: Die Hundstage beginnen mit einer bestimmten Wetterlage
Der 23. Juli ist ein traditionelles Kalenderdatum. Ein Hochdruckgebiet oder Temperaturanstieg muss an diesem Tag nicht einsetzen.
Irrtum 5: Aus heißen Hundstagen lässt sich ein kalter Winter ableiten
Für einen solchen direkten Zusammenhang gibt es keine verlässliche wissenschaftliche Grundlage.
Irrtum 6: Die Hundstage beeinflussen das globale Klima
Ein Kalenderzeitraum kann das Klima nicht beeinflussen. Umgekehrt verändert die globale Erwärmung jedoch die Wahrscheinlichkeit und Intensität sommerlicher Hitze.
Häufige Fragen zu den Hundstagen
Wann beginnen die Hundstage?
Die Hundstage beginnen traditionell jedes Jahr am 23. Juli.
Wann enden die Hundstage?
Sie enden am 23. August.
Wann sind die Hundstage 2026?
Die Hundstage 2026 dauern von Donnerstag, 23. Juli, bis Sonntag, 23. August 2026.
Warum heißen sie Hundstage?
Der Name stammt vom Sternbild Großer Hund und seinem hellsten Stern Sirius, dem sogenannten Hundsstern.
Haben die Hundstage etwas mit Hunden zu tun?
Nein. Die Bezeichnung ist astronomischen Ursprungs. Hunde und andere Haustiere benötigen bei hohen Temperaturen dennoch besonderen Schutz.
Ist Sirius während der Hundstage sichtbar?
In Mitteleuropa stimmt der heutige heliakische Aufgang des Sirius nicht mehr mit dem traditionellen Zeitraum überein. Der Stern erscheint erst später wieder in der Morgendämmerung und ist vor allem als auffälliger Winterstern bekannt.
Sind die Hundstage immer die heißeste Zeit des Jahres?
Nein. Sie fallen häufig in eine statistisch warme Hochsommerphase, können aber auch kühl oder regnerisch verlaufen.
Warum ist es im Juli oft heißer als zur Sommersonnenwende?
Böden, Gewässer und Atmosphäre erwärmen sich verzögert. Nach dem höchsten Sonnenstand wird zunächst weiterhin mehr Wärme aufgenommen als abgegeben.
Was ist der Unterschied zwischen Hundstagen und einer Hitzewelle?
Die Hundstage sind ein fester traditioneller Zeitraum. Eine Hitzewelle ist eine tatsächlich auftretende, mehrere Tage anhaltende außergewöhnliche Wärmebelastung.
Kann man aus den Hundstagen das Wetter im Herbst oder Winter vorhersagen?
Nein. Bauernregeln sind überliefertes Kulturgut, ermöglichen aber keine verlässliche Langfristprognose.
Wie gießt man den Garten während heißer Hundstage?
Am besten wird früh morgens, direkt im Wurzelbereich und gründlich gewässert. Eine Mulchschicht verringert die Verdunstung.
Wer ist bei großer Hitze besonders gefährdet?
Besonders gefährdet sind ältere und pflegebedürftige Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen.
Die Hundstage verbinden Sternenkunde, Wetterwissen und altes Erfahrungswissen
Die Hundstage sind weit mehr als eine volkstümliche Bezeichnung für heiße Sommertage. Ihre Geschichte führt zurück zu frühen Himmelsbeobachtungen, zum Sternbild Großer Hund und zum hellen Sirius.
Traditionell dauern die Hundstage vom 23. Juli bis zum 23. August. Weil Böden, Wasser und Atmosphäre die sommerliche Wärme zeitlich verzögert speichern, fällt dieser Zeitraum häufig in eine besonders warme Phase des Jahres. Eine Hitzegarantie gibt es dennoch nicht.
Der Name sollte deshalb nicht als Wettervorhersage verstanden werden. Die Hundstage verursachen weder Hitze noch Klimaveränderungen. Sie erinnern vielmehr daran, wie Menschen Naturerscheinungen beobachteten, deuteten und in ihren Kalender integrierten.
Für den heutigen Alltag zählt vor allem die tatsächliche Wetterlage. Bei großer Hitze helfen gründliches Gießen, Mulchen, eine frühzeitige Ernte, gut verschattete Wohnräume, regelmäßiges Trinken und besondere Aufmerksamkeit für ältere Menschen, Kinder und Tiere.
Quellen und weiterführende Informationen
- Deutscher Wetterdienst – Wetter- und Klimalexikon: Hundstage
https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=101094&lv3=101210
(DWD) - Deutscher Wetterdienst – Hundstage? Dieses Jahr nur „kalter Hund“
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2025/7/31.html
(dwd.de) - MeteoSchweiz – Hundstage
https://www.meteoschweiz.admin.ch/wetter/wetter-und-klima-von-a-bis-z/hundstage.html
(MeteoSchweiz) - MeteoSchweiz – Die Hundstage, in der Regel die heißeste Zeit des Jahres
https://www.meteoschweiz.admin.ch/ueber-uns/meteoschweiz-blog/de/2025/07/die-hundstage-in-der-regel-die-heisseste-zeit-des-jahres.html
(MeteoSchweiz) - NASA Jet Propulsion Laboratory – Dog Days, Sirius und die antike Deutung
https://www.jpl.nasa.gov/videos/whats-up-july-2022/
(NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL)) - NASA – Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel
https://nightsky.jpl.nasa.gov/news/428/
(nightsky.jpl.nasa.gov) - NASA – Präzession der Erdachse
https://science.nasa.gov/learn/basics-of-space-flight/chapter2-1/
(NASA Science) - Royal Museums Greenwich – Kalender, Sirius und das alte Ägypten
https://www.rmg.co.uk/sites/default/files/Calendars-from-around-the-world.pdf
(Royal Museums Greenwich) - National Weather Service – Verzögerung zwischen Sommersonnenwende und höchster Temperatur
https://www.weather.gov/cle/seasons
(Wetterdienst) - Deutscher Wetterdienst – Definition heißer Tag
https://www.dwd.de/DE/leistungen/deutscherklimaatlas/erlaeuterungen/elemente/_functions/faqkarussel/heissetage.html
(dwd.de) - Deutscher Wetterdienst – Definition Tropennacht
https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=102672&lv3=102802
(dwd.de) - Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau – Schäden durch Sonne und Hitze im Garten
https://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/400886/index.php
(lwg.bayern.de) - Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau – Wassermanagement im Garten
https://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/377674/index.php
(lwg.bayern.de) - Bundesministerium für Gesundheit – Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit
https://gesund.bund.de/hitze-und-gesundheit
(gesund.bund.de) - Bundesministerium für Gesundheit – Hitze bei älteren und pflegebedürftigen Menschen
https://gesund.bund.de/hitze-pflegebeduerftigkeit
(gesund.bund.de) - Deutscher Wetterdienst – Hitzewarnungen und Verhaltensempfehlungen
https://www.dwd.de/DE/leistungen/hitzewarnung/hitzewarnung.html
(dwd.de) - Umweltbundesamt – Gesundheitsrisiken durch Hitze
https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltzustand-trends/umwelt-gesundheit/gesundheitsrisiken-durch-hitze
(Umweltbundesamt) - Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – Vorsorge und Handeln bei Hitze und Dürre
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Mit-Naturgefahren-umgehen/Hitze-Duerre/hitze-duerre_node.html
(bbk.bund.de)

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor