Wahlabend-Essen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026: Regionale Rezepte für einen spannenden Abend
Wenn am Sonntagabend die Wahllokale schließen und die ersten Zahlen auf dem Bildschirm erscheinen, möchte niemand noch Kartoffeln schälen, Fleisch in der Pfanne wenden oder zwischen Küche und Wohnzimmer hin- und herlaufen. Das ideale Wahlabend-Essen steht deshalb rechtzeitig bereit, lässt sich unkompliziert servieren und schmeckt auch dann noch, wenn sich das gemeinsame Essen wegen einer spannenden Hochrechnung um einige Minuten verschiebt.
Am Sonntag, dem 6. September 2026, wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Für Gastgeber ergibt sich daraus ein einfacher Zeitplan: Kalte Speisen werden am Nachmittag vorbereitet, kleine Häppchen stehen kurz vor 18 Uhr bereit und das warme Hauptgericht kommt unmittelbar nach Schließung der Wahllokale auf den Tisch.
Für diesen besonderen Abend braucht es kein kompliziertes Menü. Wesentlich besser eignet sich ein herzhaftes, regional inspiriertes Buffet, das Geselligkeit ermöglicht und niemanden dauerhaft in der Küche bindet.
Unser Vorschlag:
- Börde-Kartoffelblech mit Äpfeln, Zwiebeln und kleinen Bratwürsten
- Apfel-Krautsalat
- Kräuterquark oder veganer Kräuterdip
- Bauernbrot mit Käse, Gewürzgurken und Chutney
- Salzwedeler Baumkuchen oder Apfel-Zimt-Dessert
- Apfelschorle, Holunderlimonade, Wasser und Kaffee
- optional Wein oder Sekt aus der Saale-Unstrut-Region
Wer bevorzugt mit Zutaten kocht, die jetzt geerntet werden, findet in unserem Überblick zur Ernte im September mit Äpfeln, Kürbis, Weintrauben und spätem Gartengemüse weitere saisonale Anregungen.
Das beste Wahlabend-Essen besteht aus einem vorbereitbaren Ofengericht, einer frischen Beilage, kleinen Häppchen und einem Dessert, das bereits fertig im Kühlschrank oder Vorratsschrank wartet.

Das ideale Wahlabend-Menü auf einen Blick
Für vier bis sechs Personen empfehlen wir folgende Zusammenstellung:
Warmes Hauptgericht
Ein großes Kartoffelblech mit Möhren, Zwiebeln, Äpfeln und kleinen Bratwürsten. Für eine vegetarische Variante können Pilze, Räuchertofu oder pflanzliche Bratwürste verwendet werden.
Frische Beilage
Apfel-Krautsalat mit einem leichten Senf-Joghurt-Dressing. Der Salat kann mehrere Stunden im Kühlschrank durchziehen und muss am Abend nur noch einmal umgerührt werden.
Kalte Begleiter
Kräuterquark, Senf, Gewürzgurken, Bauernbrot, Käse und ein würziges Chutney ergänzen das Ofengericht.
Dessert
Kleine Stücke Salzwedeler Baumkuchen oder ein vorbereitetes Apfel-Zimt-Dessert im Glas sorgen für einen regional passenden Abschluss.
Getränke
Apfelschorle, Holunderlimonade, Mineralwasser und Kaffee sollten grundsätzlich bereitstehen. Ergänzend passen Wein oder Sekt aus Sachsen-Anhalt.
Warum ein Buffet das beste Essen für den Wahlabend ist
Ein Wahlabend lässt sich zeitlich nur bedingt planen. Vielleicht möchten alle zunächst die ersten Zahlen verfolgen. Vielleicht beginnt unmittelbar nach 18 Uhr eine lebhafte Diskussion. Manche Gäste kommen erst nach ihrer Stimmabgabe oder nach einer Tätigkeit als Wahlhelfer hinzu.
Das Essen sollte deshalb flexibel bleiben.
Ein gutes Wahlabend-Gericht lässt sich:
- größtenteils vorbereiten,
- einige Minuten warmhalten,
- unkompliziert portionieren,
- auch ohne aufwendiges Anrichten servieren,
- für Vegetarier und Veganer anpassen,
- bei Bedarf später noch einmal erwärmen.
Weniger geeignet sind empfindliche Gerichte, die sofort aus der Pfanne auf den Teller müssen. Frisch gebratene Schnitzel, Risotto oder mehrere gleichzeitig fertig werdende Beilagen verursachen ausgerechnet dann Küchenstress, wenn der Abend politisch interessant wird.
Ein Buffet besitzt noch einen weiteren Vorteil: Niemand muss für längere Zeit an einem festen Platz sitzen. Die Gäste können sich selbst bedienen, kleine Portionen nehmen und später noch einmal zugreifen.
Regionale Spezialitäten aus Sachsen-Anhalt für den Wahlabend
Sachsen-Anhalt bietet zahlreiche Spezialitäten, die sich unkompliziert in ein Wahlabend-Buffet integrieren lassen. Dazu gehören unter anderem:
- Harzer Käse
- Halberstädter Würstchen
- Salzwedeler Baumkuchen
- Halloren-Kugeln
- Rotkäppchen-Sekt
- Weine aus der Saale-Unstrut-Region
Dabei muss nicht jedes Gericht ein historisch überliefertes Regionalrezept sein. Entscheidend ist eine glaubwürdige Verbindung aus regionalen Produkten, saisonalen Zutaten und bodenständiger Küche.
Das nachfolgende Börde-Kartoffelblech ist deshalb ausdrücklich keine überlieferte Spezialität mit geschützter Rezeptur. Es handelt sich um eine moderne Heimatwurzel-Rezeptidee für den Wahlabend, die Kartoffeln, Wurzelgemüse, Äpfel und kräftige Gewürze miteinander verbindet.
Auf parteipolitische Namen für Speisen sollte möglichst verzichtet werden. Ein Wahlabend kann lebhaft genug sein. Das Essen darf neutral bleiben, Menschen zusammenbringen und unabhängig vom persönlichen Wahlergebnis schmecken.
Rezept: Börde-Kartoffelblech mit Äpfeln und Bratwürsten
Das Börde-Kartoffelblech bildet den Mittelpunkt des Wahlabend-Buffets. Es wird auf einem einzigen tiefen Backblech zubereitet, benötigt während des Garens nur wenig Aufmerksamkeit und kann direkt aus dem Ofen serviert werden.
Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln sorgen für eine herzhafte Grundlage. Säuerliche Äpfel bringen eine feine Fruchtigkeit, während Senf, Majoran und etwas Apfelessig für Würze sorgen.
Börde-Kartoffelblech für sechs Personen
Vorbereitungszeit: etwa 25 Minuten
Backzeit: etwa 45 bis 50 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 70 Minuten
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: sechs normale oder vier große Portionen
Zutaten
- 1,5 Kilogramm vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 500 Gramm Möhren
- 3 große Zwiebeln
- 2 feste, säuerliche Äpfel
- 600 bis 700 Gramm kleine rohe Bratwürste
- 4 Esslöffel Rapsöl
- 2 Esslöffel körniger oder mittelscharfer Senf
- 1 Esslöffel Apfelessig
- 1 Teelöffel Honig
- 2 Teelöffel getrockneter Majoran
- 1 Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
- ½ Teelöffel Kümmel nach Geschmack
- 1½ Teelöffel Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- einige Zweige Thymian oder etwas Petersilie
Zubereitung
1. Backofen vorheizen
Heizen Sie den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze oder 180 °C Umluft vor.
Legen Sie ein tiefes Backblech mit Backpapier aus oder fetten Sie es dünn mit Rapsöl ein. Ein tiefes Blech ist besser geeignet als ein flaches, weil während des Garens etwas Flüssigkeit austreten kann.
2. Kartoffeln und Gemüse vorbereiten
Waschen Sie die Kartoffeln gründlich. Bei einer dünnen und unbeschädigten Schale können sie ungeschält verwendet werden.
Schneiden Sie die Kartoffeln in etwa zwei bis drei Zentimeter große Stücke. Schälen Sie die Möhren und schneiden Sie diese in ungefähr einen Zentimeter dicke Scheiben. Die Zwiebeln werden geschält und in kräftige Spalten geschnitten.
Achten Sie darauf, dass die Kartoffelstücke möglichst gleich groß sind. Große Unterschiede führen dazu, dass einige Stücke noch hart sind, während andere bereits stark gebräunt werden.
3. Würzmarinade anrühren
Verrühren Sie in einer großen Schüssel:
- Rapsöl,
- Senf,
- Apfelessig,
- Honig,
- Majoran,
- Paprikapulver,
- Kümmel,
- Salz und
- Pfeffer.
Geben Sie Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln dazu und vermischen Sie alles gründlich. Die Marinade sollte möglichst gleichmäßig auf dem Gemüse verteilt sein.
4. Gemüse vorgaren
Verteilen Sie das Gemüse locker auf dem vorbereiteten Backblech.
Die Stücke sollten möglichst nicht in mehreren dicken Lagen übereinanderliegen. Ist das Blech zu voll, wird das Gemüse eher gedämpft als gebacken.
Garen Sie Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln zunächst etwa 25 Minuten auf der mittleren Schiene.
5. Äpfel vorbereiten
Während das Gemüse vorgart, vierteln und entkernen Sie die Äpfel. Schneiden Sie jedes Viertel anschließend in zwei oder drei kräftige Spalten.
Die Apfelstücke sollten nicht zu klein sein. Dünne Scheiben oder kleine Würfel zerfallen im Ofen sehr schnell.
Besonders gut eignen sich feste, säuerliche Sorten wie:
- Boskoop,
- Elstar,
- Jonagold,
- Braeburn oder
- Cox Orange.
6. Äpfel und Bratwürste hinzufügen
Nehmen Sie das Blech nach etwa 25 Minuten aus dem Ofen und wenden Sie das Gemüse vorsichtig.
Verteilen Sie anschließend die Apfelspalten und die kleinen rohen Bratwürste zwischen den Kartoffeln.
Backen Sie alles weitere 20 bis 25 Minuten, bis die Kartoffeln weich und an den Rändern gebräunt sind. Die rohen Bratwürste müssen vollständig durchgegart werden. Beachten Sie dabei gegebenenfalls die Zubereitungshinweise des Herstellers.
Verwenden Sie bereits gegarte Würstchen, sollten diese erst während der letzten 10 bis 12 Minuten auf das Blech gelegt werden. So werden sie heiß, ohne unnötig auszutrocknen.
7. Kurz ruhen lassen
Nehmen Sie das Blech aus dem Ofen und lassen Sie das Gericht etwa fünf Minuten ruhen.
Bestreuen Sie es anschließend mit gehackter Petersilie oder etwas frischem Thymian. Servieren Sie Kräuterquark, Krautsalat und zusätzlichen Senf in getrennten Schalen.
Warum die Äpfel erst später auf das Blech kommen
Kartoffeln und Möhren benötigen wesentlich mehr Garzeit als Äpfel. Werden alle Zutaten gleichzeitig auf das Blech gegeben, zerfallen die Apfelstücke häufig vollständig.
Durch das spätere Hinzufügen bleiben sie erkennbar und behalten einen leichten Biss. Sehr reife oder mürbe Äpfel sollten sogar erst während der letzten zehn bis fünfzehn Minuten hinzugegeben werden.
So werden die Kartoffeln besonders knusprig
Für stärker gebräunte Kartoffelränder helfen drei einfache Maßnahmen:
- Verwenden Sie ein ausreichend großes Blech.
- Verteilen Sie das Gemüse möglichst einlagig.
- Wenden Sie die Kartoffeln nach der ersten Backhälfte.
Wer zwei Bleche gleichzeitig verwendet, sollte diese bei Umluft nach der Hälfte der Garzeit tauschen. So bräunen beide Portionen gleichmäßiger.
Häufige Fehler beim Kartoffelblech
Das Backblech ist überfüllt
Zu viel Gemüse auf zu kleiner Fläche gibt Feuchtigkeit ab. Die Kartoffeln werden weich, entwickeln aber kaum Röstaromen.
Bereiten Sie bei einer größeren Gästezahl besser zwei Bleche zu.
Die Kartoffelstücke sind zu groß
Große Viertel brauchen deutlich länger als Möhren, Äpfel und Würste. Zwei bis drei Zentimeter große Stücke sind für dieses Rezept ideal.
Die Äpfel werden zu klein geschnitten
Kleine Würfel verwandeln sich schnell in Mus. Kräftige Spalten bleiben stabiler.
Vorgegarte Würstchen werden zu früh hinzugefügt
Bereits gegarte Würstchen müssen nur erwärmt und leicht gebräunt werden. Eine zu lange Backzeit macht sie trocken.
Das Gemüse wird nicht gewendet
Durch einmaliges Wenden bekommen mehr Kartoffelstücke Kontakt mit dem heißen Blech und können gleichmäßiger bräunen.
Vegetarisches und veganes Wahlabend-Essen
Das Kartoffelblech lässt sich ohne großen Aufwand vegetarisch oder vegan zubereiten.
Als Ersatz für die Bratwürste eignen sich:
- braune Champignons,
- Kräuterseitlinge,
- Räuchertofu,
- vorgekochte Kichererbsen,
- weiße Bohnen,
- vegetarische Bratwürste oder
- zusätzliche Kürbisstücke.
Pilze und pflanzliche Bratwürste können gemeinsam mit den Äpfeln auf das Blech gegeben werden. Räuchertofu wird in größere Würfel geschnitten und während der letzten 15 Minuten hinzugefügt.
Für eine vegane Variante ersetzen Sie den Honig durch Ahornsirup oder lassen die süße Komponente weg.
Wer Fleisch und vegetarische Speisen für verschiedene Gäste anbietet, sollte zwei getrennte Bleche verwenden. Dadurch bleiben die vegetarischen Zutaten frei von Fleischsaft.
Weitere saisonale Ideen finden Sie in unseren vegetarischen Herbstrezepten mit Pilzen und Wurzelgemüse.
Kräuterquark zum Kartoffelblech
Ein kühler Kräuterquark bildet einen angenehmen Gegenpol zu den würzigen Ofenkartoffeln.
Zutaten
- 500 Gramm Quark
- 150 Gramm Naturjoghurt
- ½ Bund Schnittlauch
- ½ Bund Petersilie
- 1 kleine Knoblauchzehe, optional
- 1 Teelöffel Zitronensaft
- ½ Teelöffel Senf
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- bei Bedarf 1 bis 2 Esslöffel Mineralwasser
Zubereitung
Verrühren Sie Quark und Joghurt miteinander.
Waschen und hacken Sie Schnittlauch und Petersilie. Geben Sie die Kräuter zusammen mit Zitronensaft und Senf zum Quark.
Schmecken Sie den Dip mit Salz und Pfeffer ab. Soll er etwas lockerer werden, können Sie ein bis zwei Esslöffel Mineralwasser unterrühren.
Der Kräuterquark kann bereits am Nachmittag vorbereitet werden. Bewahren Sie ihn bis kurz vor dem Servieren abgedeckt im Kühlschrank auf.
Veganer Kräuterdip
Verwenden Sie ungesüßten pflanzlichen Joghurt oder eine pflanzliche Quarkalternative.
Da sich pflanzliche Produkte in Säure und Konsistenz unterscheiden, sollten Zitronensaft, Senf und Salz schrittweise hinzugegeben werden. Fein gehackte Kräuter und eine kleine Menge Knoblauch sorgen für ausreichend Aroma.

Apfel-Krautsalat als frische Beilage
Zu Kartoffeln und Bratwürsten passt ein knackiger Krautsalat besonders gut. Seine leichte Säure und die frische Apfelnote verhindern, dass das Menü zu schwer wirkt.
Im Gegensatz zu einem Blattsalat kann Krautsalat mehrere Stunden durchziehen, ohne zusammenzufallen. Damit ist er wie gemacht für einen langen Fernsehabend.
Eine ausführliche Grundanleitung, verschiedene Dressings und zusätzliche Varianten finden Sie in unserem Rezept für klassischen Coleslaw-Salat.
Zutaten für sechs Personen
- 700 Gramm Weißkohl oder Spitzkohl
- 2 Möhren
- 1 säuerlicher Apfel
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Teelöffel Salz
Für das Dressing
- 150 Gramm Naturjoghurt
- 2 Esslöffel Mayonnaise, optional
- 2 Esslöffel Apfelessig
- 1 Teelöffel Senf
- 1 Teelöffel Honig
- schwarzer Pfeffer
- bei Bedarf etwas Salz
- 1 bis 2 Esslöffel Apfelsaft oder Wasser
Zubereitung
Entfernen Sie die äußeren Blätter und den harten Strunk des Kohls. Hobeln oder schneiden Sie den Kohl in sehr feine Streifen.
Geben Sie die Kohlstreifen mit einem Teelöffel Salz in eine große Schüssel. Kneten Sie den Kohl zwei bis drei Minuten kräftig mit den Händen. Dadurch wird er etwas weicher, bleibt aber knackig.
Raspeln Sie Möhren und Apfel grob. Schneiden Sie die rote Zwiebel in sehr feine Streifen.
Verrühren Sie Joghurt, Mayonnaise, Apfelessig, Senf, Honig und Pfeffer. Ist das Dressing zu dick, geben Sie etwas Apfelsaft oder Wasser hinzu.
Mischen Sie alle Zutaten und lassen Sie den Krautsalat mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen. Vor dem Servieren wird er erneut umgerührt und abgeschmeckt.
Kann der Krautsalat am Vortag vorbereitet werden?
Ja. Ein Krautsalat aus Weißkohl kann grundsätzlich bereits am Vorabend zubereitet werden. Er wird dadurch weicher und nimmt das Dressing besonders gut auf.
Soll der Salat möglichst knackig bleiben, bereiten Sie Kohl und Dressing getrennt vor. Raspeln Sie den Apfel erst am Wahltag und vermischen Sie alle Zutaten zwei bis drei Stunden vor dem Essen.
Spitzkohl ist zarter als Weißkohl und benötigt eine kürzere Ziehzeit.
Regionale Brotzeit für die Zeit vor 18 Uhr
Während die letzten Minuten bis zur Schließung der Wahllokale verstreichen, kann bereits eine kleine Brotzeit auf dem Tisch stehen.
Für sechs Personen reichen als Ergänzung zum Kartoffelblech:
- 500 bis 600 Gramm Bauern- oder Roggenbrot
- 200 bis 250 Gramm Harzer Käse
- 150 bis 200 Gramm herzhafter Brotaufstrich
- ein Glas Gewürzgurken
- eingelegte Zwiebeln
- Radieschen
- Apfelspalten
- körniger Senf
- ein würziges Chutney
- ein vegetarischer Bohnen- oder Linsenaufstrich
Harzer Käse kann in Scheiben geschnitten und mit feinen Zwiebelringen, etwas Kümmel, Pfeffer sowie wenigen Tropfen Essig und Öl angerichtet werden.
Ein fruchtig-würziges Chutney passt zu Käse, Brot und Bratwürsten. Wissenswertes zu Zutaten, Konsistenz und verschiedenen Sorten lesen Sie in unserem Ratgeber über Chutney als würzige Beilage und Brotaufstrich.
Wer das Brot selbst backen möchte, kann bereits am Vortag ein saftiges Kürbiskernbrot mit kräftiger Kruste vorbereiten.
So wird die Brotzeit nicht zu mächtig
Die Brotzeit ist lediglich als Auftakt gedacht. Sie soll den ersten Hunger stillen, aber das warme Hauptgericht nicht ersetzen.
Schneiden Sie Brot deshalb in kleinere Scheiben oder halbieren Sie große Stücke. Richten Sie zunächst nur einen Teil von Käse, Gurken und Aufstrichen an. Bei Bedarf kann später nachgefüllt werden.
Ein übersichtliches Holzbrett wirkt einladender als eine überladene Platte.
Dessert für den Wahlabend
Nach einem herzhaften Kartoffelgericht genügt ein kleines Dessert. Es sollte ohne weitere Küchenarbeit aus dem Kühlschrank oder Vorratsschrank serviert werden können.
Möglichkeit 1: Salzwedeler Baumkuchen
Salzwedeler Baumkuchen gehört zu den bekanntesten Spezialitäten Sachsen-Anhalts. Er eignet sich hervorragend als regionaler Abschluss des Menüs.
Schneiden Sie den Baumkuchen in kleine Scheiben oder mundgerechte Stücke. So können die Gäste auch später am Abend noch einmal zugreifen.
Dazu passen:
- ungesüßte Schlagsahne,
- Apfelkompott,
- Pflaumenkompott,
- frische Apfelspalten oder
- eine Tasse Kaffee.
Einige Halloren-Kugeln können zusätzlich als kleine Nervennahrung bereitstehen.
Möglichkeit 2: Apfel-Zimt-Dessert im Glas
Zutaten für sechs kleine Gläser
- 3 feste Äpfel
- 1 Esslöffel Butter
- 1 bis 2 Teelöffel Honig oder Zucker
- ½ Teelöffel Zimt
- 2 Esslöffel Apfelsaft
- 500 Gramm Quark
- 200 Gramm Naturjoghurt
- 1 Päckchen Vanillezucker
- etwas abgeriebene Zitronenschale
- 100 Gramm Haferkekse oder geröstete Haferflocken
Zubereitung
Schälen und entkernen Sie die Äpfel. Schneiden Sie sie in kleine Würfel.
Erhitzen Sie die Butter in einer Pfanne. Geben Sie Apfelwürfel, Honig, Zimt und Apfelsaft dazu und dünsten Sie die Mischung etwa fünf bis acht Minuten. Die Äpfel sollen weich werden, aber nicht vollständig zerfallen.
Lassen Sie die Apfelmischung vollständig abkühlen.
Verrühren Sie Quark, Joghurt, Vanillezucker und etwas Zitronenschale. Zerbröseln Sie die Haferkekse grob.
Schichten Sie Kekse, Quarkcreme und Äpfel in kleine Gläser. Stellen Sie das Dessert bis zum Servieren in den Kühlschrank.
Möglichkeit 3: Apfelmus mit Joghurt und gerösteten Haferflocken
Eine besonders einfache Variante besteht aus Apfelmus, Naturjoghurt und gerösteten Haferflocken. Wer dafür seinen eigenen Vorrat nutzen möchte, findet hier unser ausführliches Grundrezept zum Apfelmus ohne Zucker einkochen.
Das Apfelmus wird in kleinen Gläsern mit Joghurt geschichtet und kurz vor dem Servieren mit Haferflocken oder gehackten Nüssen bestreut.
Getränke für einen langen Wahlabend
Neben Kaffee und Mineralwasser passen Getränke mit Äpfeln, Holunder oder Trauben besonders gut zum regionalen Buffet.
Alkoholfreie Getränke
Geeignet sind:
- naturtrüber Apfelsaft als Schorle,
- Holunderlimonade,
- Traubensaftschorle,
- Mineralwasser mit Apfel- und Gurkenscheiben,
- alkoholfreies Bier,
- Kräutertee und
- Kaffee.
Eine selbst gemachte Holunderlimonade mit Zitrusfrüchten lässt sich rechtzeitig vorbereiten und gut gekühlt servieren.
Stellen Sie Wasser und alkoholfreie Getränke gut sichtbar auf den Tisch. Sie sollten nicht lediglich als Ausweichlösung angeboten werden.
Wein, Sekt und Bier
Wer alkoholische Getränke anbieten möchte, kann den regionalen Charakter mit Wein aus der Saale-Unstrut-Region, Sekt aus Freyburg oder Bier aus Sachsen-Anhalt aufgreifen.
Für Gäste, die gern eigene Vorräte herstellen, bietet sich außerdem unser Ratgeber zum Apfelwein selber machen als weiterführende Lektüre an.
Grundsätzlich sollte ausreichend Wasser bereitstehen. Alkoholische Getränke sind eine mögliche Ergänzung, aber nicht der Mittelpunkt des Abends.
Wie viel Wahlabend-Essen braucht man pro Person?
Bei einem Buffet wird häufig zu großzügig geplant. Da das vorgeschlagene Menü aus mehreren Bestandteilen besteht, muss nicht jedes einzelne Gericht eine vollständige Portion ergeben.
Als praktische Orientierung können Sie pro erwachsener Person rechnen mit:
- etwa 250 Gramm Kartoffeln,
- 80 bis 120 Gramm Fleisch oder Fleischalternative,
- 100 bis 150 Gramm Krautsalat,
- 70 bis 100 Gramm Kräuterquark oder Dip,
- 80 bis 100 Gramm Brot,
- 50 bis 80 Gramm Käse und Aufstrichen zusammen,
- 100 bis 150 Gramm Dessert,
- mindestens 1 bis 1,5 Litern alkoholfreien Getränken für einen langen Abend.
Bei Jugendlichen, sehr hungrigen Gästen oder einer Feier bis tief in die Nacht darf etwas großzügiger geplant werden.
Kommen Brotzeit, warmes Hauptgericht und Dessert auf den Tisch, sind keine zehn zusätzlichen Fingerfood-Sorten notwendig. Zu viel Auswahl verursacht mehr Arbeit, höhere Kosten und unnötige Reste.
Wahlabend-Essen für zwei Personen
Für einen gemütlichen Wahlabend zu zweit muss kein großes Buffet aufgebaut werden.
Verwenden Sie für ein kleineres Kartoffelblech:
- 700 bis 750 Gramm Kartoffeln,
- 250 Gramm Möhren,
- 1 bis 2 Zwiebeln,
- 1 Apfel,
- 250 bis 300 Gramm kleine Bratwürste oder eine vegetarische Alternative.
Dazu genügt eine kleine Schüssel Kräuterquark. Statt eines vollständigen Krautsalats können Sie einige Gewürzgurken, Radieschen und Apfelspalten anrichten.
Als Dessert reichen zwei Stücke Baumkuchen oder zwei kleine Gläser Apfelquark.
Wahlabend-Buffet für zehn bis zwölf Personen
Bei einer größeren Runde sollten zwei Backbleche verwendet werden.
Verdoppeln Sie das Grundrezept und verteilen Sie Kartoffeln und Gemüse gleichmäßig. Bei Umluft können beide Bleche gleichzeitig gebacken werden. Tauschen Sie nach der Hälfte der Garzeit die Positionen.
Für zehn bis zwölf Personen eignen sich zusätzlich:
- ein großer Topf Suppe,
- zwei verschiedene Dips,
- eine größere Brotzeitplatte,
- ein separates vegetarisches Ofenblech,
- zwei Schüsseln Krautsalat,
- Baumkuchen und ein einfaches Apfeldessert.
Kennzeichnen Sie vegetarische und vegane Speisen deutlich. Bei vielen Gästen sollten Fleisch und pflanzliche Alternativen auf getrennten Blechen zubereitet werden.
Alternative Gerichte für den Wahlabend
Nicht jeder möchte ein Kartoffelblech zubereiten. Entscheidend ist weniger das konkrete Rezept als die Möglichkeit, das Essen rechtzeitig vorzubereiten.
Kartoffelsuppe mit Würstchen
Kartoffelsuppe ist preiswert, sättigend und unkompliziert. Sie kann am Nachmittag gekocht und am Abend langsam wieder erwärmt werden.
Würstchen werden am besten separat erhitzt. So können auch vegetarische Gäste eine fleischlose Portion erhalten.
Eine bodenständige Variante finden Sie in unserem Rezept für DDR-Kartoffelsuppe mit Gemüse und optionalen Würstchen.
Soljanka aus dem großen Topf
Soljanka lässt sich sehr gut am Vortag kochen und schmeckt nach erneutem Erwärmen häufig noch kräftiger.
Servieren Sie dazu:
- Bauernbrot,
- saure Sahne,
- Zitronenspalten,
- gehackte Petersilie und
- Gewürzgurken.
Eine vegetarische Soljanka kann mit Pilzen, Paprika, Räuchertofu und eingelegtem Gemüse zubereitet werden.
Kürbissuppe
Anfang September beginnt die Kürbiszeit. Eine cremige Kürbissuppe kann bereits am Vormittag gekocht und kurz vor dem Essen erhitzt werden.
Geröstete Kürbiskerne, Kräuteröl und Brotwürfel werden getrennt auf den Tisch gestellt. So kann jeder Gast seine Portion selbst ergänzen.
Noch mehr vorbereitbare Ideen enthält unsere Übersicht mit wärmenden Suppen für Herbst und Vorratsküche.
Mini-Buletten mit Kartoffelsalat
Kleine Buletten schmecken warm und kalt. Sie können bereits am Nachmittag gebraten werden.
Dazu passt ein Kartoffelsalat mit Brühe, Gurke oder Essig und Öl. Eine schwere Mayonnaisevariante ist für einen langen Abend häufig weniger angenehm.
Reines Fingerfood-Buffet
Wer vollständig auf Tellergerichte verzichten möchte, kann anbieten:
- Mini-Buletten,
- kleine Würstchen,
- Käse-Trauben-Spieße,
- Brot mit Harzer Käse,
- Blätterteigschnecken,
- Gemüsestifte mit Kräuterdip,
- kleine Kartoffeltaler,
- gefüllte Eier,
- Apfelspalten und
- Baumkuchenwürfel.
Dient das Fingerfood als vollständiges Abendessen, sollten ungefähr acht bis zwölf kleine Teile pro erwachsener Person eingeplant werden. Bei einem zusätzlichen Hauptgericht reichen drei bis fünf Häppchen.
Schnelles Wahlabend-Essen ohne lange Vorbereitung
Auch kurzfristig lässt sich ein stimmiges Buffet zusammenstellen.
Kaufen oder bereiten Sie:
- kleine Würstchen,
- Bauernbrot,
- Harzer Käse,
- Kräuterquark,
- Gewürzgurken,
- Krautsalat,
- Äpfel,
- Baumkuchen,
- Apfelsaft und
- Mineralwasser.
Die Würstchen werden erwärmt, Brot und Käse auf einem Brett angerichtet und Äpfel in Spalten geschnitten. Mit Senf, Gurken und einem Chutney entsteht ohne großen Kochaufwand ein vollständiges Abendessen.
Ein übersichtliches Buffet aus wenigen gut passenden Bestandteilen wirkt meist ansprechender als eine hastig zusammengestellte Mischung aus zahlreichen Snacks.
Zeitplan für den Wahlsonntag
Mit einem klaren Ablauf bleibt der Abend auch für den Gastgeber entspannt.
Am Vortag
- Getränke und haltbare Lebensmittel einkaufen
- Baumkuchen oder andere Süßigkeiten bereitstellen
- Servierplatten, Schüsseln und Gläser auswählen
- bei Bedarf Apfelkompott oder Dessert vorbereiten
- prüfen, ob ausreichend Platz im Kühlschrank vorhanden ist
Am Wahlsonntag gegen 11 Uhr
- Apfel-Zimt-Dessert fertigstellen
- Getränke kühlen
- Kräuter waschen
- Brotzeit-Zutaten kontrollieren
Gegen 14 Uhr
- Krautsalat zubereiten
- Kräuterquark anrühren
- beide Schüsseln abgedeckt kalt stellen
Gegen 16.30 Uhr
- Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln schneiden
- Würzmarinade anrühren
- Äpfel und Würstchen bereitlegen
- Tisch und Buffet vorbereiten
Gegen 17.15 Uhr
- Backofen vorheizen
- Kartoffeln und Gemüse auf das Backblech geben
Gegen 17.40 Uhr
- Gemüse wenden
- Äpfel und rohe Mini-Bratwürste hinzufügen
Gegen 17.45 Uhr
- kleine Brotzeitplatte anrichten
- Gläser, Servietten und Getränke bereitstellen
Kurz nach 18 Uhr
- Kartoffelblech aus dem Ofen nehmen
- etwa fünf Minuten ruhen lassen
- Kräuterquark und Krautsalat aus dem Kühlschrank holen
- warmes Essen servieren
So können die Gäste um 18 Uhr zunächst den Beginn der Ergebnisberichterstattung verfolgen. Das warme Gericht kommt anschließend ohne Hektik auf den Tisch.
So bleibt das Buffet den ganzen Abend appetitlich
Stellen Sie nicht sofort sämtliche Speisen in voller Menge auf den Tisch.
Gerade Kräuterquark, Käse, Aufstriche und Desserts bleiben im Kühlschrank besser aufgehoben. Füllen Sie lieber kleinere Schalen und Platten nach.
Das hat mehrere Vorteile:
- Kalte Speisen bleiben länger frisch.
- Das Buffet sieht ordentlicher aus.
- Brot trocknet weniger schnell aus.
- Angebrochene Reste lassen sich leichter aufbewahren.
- Gäste erkennen besser, welche Speisen noch vorhanden sind.
Das Kartoffelblech schmeckt frisch aus dem Ofen am besten. Übrig gebliebene Portionen können später noch einmal auf einem Blech erwärmt werden. Dabei bleibt die Oberfläche knuspriger als beim Erwärmen in der Mikrowelle.
Reste vom Wahlabend sinnvoll verwerten
Von einem Buffet bleiben häufig kleine Mengen übrig. Viele Bestandteile des vorgeschlagenen Menüs können am folgenden Tag weiterverwendet werden.
Übrige Ofenkartoffeln
Braten Sie Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln am nächsten Morgen in einer Pfanne an. Dazu passen Ei, Kräuterquark oder ein frischer Salat.
Alternativ können die Reste mit Gemüsebrühe aufgekocht und zu einer schnellen Kartoffelsuppe verarbeitet werden.
Übriger Krautsalat
Krautsalat schmeckt am nächsten Tag zu Brot, Bratkartoffeln oder Ofenkartoffeln.
Mit zusätzlichen Möhren, frischem Apfel oder Radieschen lässt er sich noch einmal auffrischen.
Übriger Kräuterquark
Kräuterquark eignet sich als Brotaufstrich, Rohkost-Dip oder Füllung für eine Ofenkartoffel.
Übriges Brot
Trocken gewordenes Brot kann in Würfel geschnitten und zu Croutons verarbeitet werden. Auch Semmelbrösel, Brotauflauf oder geröstete Brotwürfel für eine Suppe sind möglich.
Übrige Äpfel
Äpfel lassen sich zu Kompott, Apfelmus, Kuchen oder warmen Haferflocken verarbeiten.
Sind größere Mengen aus Garten oder Einkauf übrig, finden Sie in unserem Beitrag über Ernteüberschuss teilen statt wegwerfen weitere Möglichkeiten zum Tauschen, Verschenken und gemeinsamen Verarbeiten.
Die häufigsten Fehler bei einem Wahlabend-Buffet
Zu viele warme Gerichte
Mehrere Pfannen, Töpfe und Backbleche gleichzeitig zu überwachen, verursacht unnötigen Stress. Ein warmes Hauptgericht genügt.
Das Essen wird exakt für 18 Uhr geplant
Gerade um 18 Uhr möchten viele Gäste zunächst auf den Bildschirm schauen. Planen Sie das warme Gericht so, dass es einige Minuten später serviert werden kann.
Es gibt ausschließlich Fleischgerichte
Auch Gäste, die sich nicht vegetarisch ernähren, greifen gern zu Gemüse, Salat und Dips. Mindestens eine sättigende fleischlose Komponente sollte vorhanden sein.
Alle Speisen stehen stundenlang auf dem Tisch
Quark, Käse, Aufstriche und Dessert sollten portionsweise aus dem Kühlschrank geholt werden.
Das Fingerfood ist zu groß oder zu unhandlich
Sehr große Burger, stark tropfende Soßen und Speisen, für die zwingend Messer und Gabel benötigt werden, sind für einen Fernsehabend wenig praktisch.
Das Buffet wird parteipolitisch aufgeladen
Ein neutrales, regionales Menü schafft eine angenehmere Atmosphäre als Speisen, mit denen einzelne Parteien oder politische Lager verspottet werden.
Es wird zu viel eingekauft
Brotzeit, Hauptgericht, Salat und Dessert ergeben bereits ein vollständiges Menü. Zusätzliche Schüsseln mit Chips, mehreren Dips und zahlreichen Süßigkeiten sind meist nicht erforderlich.
Häufige Fragen zum Wahlabend-Essen
Was isst man am besten an einem Wahlabend?
Besonders geeignet sind vorbereitbare Gerichte wie Kartoffelblech, Suppe, Eintopf, Mini-Buletten, Krautsalat, Brotzeit und Fingerfood. Das Essen sollte nicht innerhalb eines engen Zeitfensters serviert werden müssen.
Welches Essen kann man schon am Vortag vorbereiten?
Eintöpfe, Soljanka, Apfelkompott und viele Desserts können vollständig am Vortag zubereitet werden. Auch Dips und einzelne Bestandteile des Krautsalats lassen sich vorbereiten. Brot sollte möglichst erst am Wahltag geschnitten werden.
Wann sollte das Wahlabend-Essen serviert werden?
Kleine Häppchen können bereits vor 18 Uhr bereitstehen. Das warme Hauptgericht wird am besten kurz nach Schließung der Wahllokale serviert, beispielsweise zwischen 18.10 und 18.20 Uhr.
Was eignet sich als vegetarisches Wahlabend-Essen?
Ein Kartoffelblech mit Pilzen, Möhren, Äpfeln und Räuchertofu ist eine einfache vegetarische oder vegane Alternative. Auch Kürbissuppe, vegetarische Soljanka und Kartoffelsalat mit pflanzlichen Mini-Buletten eignen sich gut.
Welche Spezialitäten aus Sachsen-Anhalt passen zum Wahlabend?
Harzer Käse, Halberstädter Würstchen, Salzwedeler Baumkuchen, Halloren-Kugeln, regionale Brote sowie Wein und Sekt aus der Saale-Unstrut-Region schaffen einen passenden regionalen Bezug.
Was kann man kurzfristig für einen Wahlabend einkaufen?
Bauernbrot, kleine Würstchen, Käse, Gewürzgurken, Kräuterquark, Krautsalat, Äpfel, Baumkuchen, Apfelsaft und Mineralwasser ergeben ohne lange Kochzeit ein vollständiges Buffet.
Wie viel Fingerfood braucht man pro Person?
Als vollständiges Abendessen sollten ungefähr acht bis zwölf kleine Fingerfood-Teile pro erwachsener Person eingeplant werden. Wird zusätzlich ein warmes Hauptgericht serviert, reichen meist drei bis fünf Häppchen.
Welches Dessert passt nach einem herzhaften Wahlabend-Essen?
Kleine Stücke Baumkuchen, Apfel-Zimt-Quark, Apfelmus mit Joghurt, Apfelkompott oder einige Pralinen reichen nach einem kräftigen Hauptgericht vollkommen aus.
Welches Wahlabend-Essen eignet sich für viele Gäste?
Für größere Gruppen sind Kartoffelblech, Soljanka, Kartoffelsuppe oder Kürbissuppe besonders praktisch. Diese Gerichte lassen sich in größeren Mengen vorbereiten und unkompliziert portionieren.
Wie verhindert man, den ganzen Wahlabend in der Küche zu verbringen?
Bereiten Sie kalte Speisen am Nachmittag vor, wählen Sie nur ein warmes Hauptgericht und stellen Sie Geschirr sowie Getränke rechtzeitig bereit. Gerichte aus dem Ofen oder einem großen Topf benötigen deutlich weniger Betreuung als mehrere Pfannengerichte.
Regional genießen und den Wahlabend entspannt verfolgen
Ein gelungener Wahlabend braucht kein aufwendiges Festmenü. Entscheidend ist eine Zusammenstellung, die rechtzeitig vorbereitet werden kann und dem Gastgeber genügend Freiheit lässt, den Abend gemeinsam mit seinen Gästen zu verfolgen.
Das Börde-Kartoffelblech mit Äpfeln und kleinen Bratwürsten erfüllt diese Anforderungen besonders gut. Kräuterquark und Apfel-Krautsalat bringen Frische auf den Tisch. Eine kleine Brotzeit mit Harzer Käse, Gewürzgurken und Bauernbrot sorgt dafür, dass niemand hungrig auf das Hauptgericht warten muss.
Salzwedeler Baumkuchen oder ein vorbereitetes Apfel-Zimt-Dessert bilden einen regional passenden Abschluss.
So entsteht ein Wahlabend-Buffet, das bodenständig, saisonal und gesellig ist – unabhängig davon, wie knapp das Wahlergebnis ausfällt und wie lange die Gespräche anschließend dauern.

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor