Gurkensaft
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Wenn im Sommer die ersten eigenen Gurken im Gewächshaus, Hochbeet oder Gemüsegarten erntereif werden, beginnt eine der schönsten Zeiten des Gartenjahres. Die Früchte sind knackig, saftig und oft so zahlreich, dass neben Gurkensalat, Schmorgurken und eingelegten Gurken noch neue Verwendungsmöglichkeiten gefragt sind.
Eine besonders einfache Idee ist frisch zubereiteter Gurkensaft. Er schmeckt mild, leicht pflanzlich und angenehm erfrischend. Mit Zitrone, Minze, Apfel, Ingwer oder frischen Gartenkräutern lässt sich der Geschmack immer wieder verändern.
Gleichzeitig ranken sich zahlreiche Gesundheitsversprechen um das grüne Getränk. Gurkensaft soll angeblich entgiften, entwässern, die Leber reinigen, die Haut verjüngen und beim Abnehmen helfen. Einige dieser Aussagen haben einen nachvollziehbaren Kern, viele werden jedoch deutlich übertrieben.
Gurkensaft ist kein medizinisches Wundermittel und keine Entgiftungskur. Richtig zubereitet kann er aber eine kalorienarme, erfrischende und vielseitige Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung sein.
In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Gurkensaft mit und ohne Entsafter selber machen, welche Gurken sich eignen, wie gesund das Getränk tatsächlich ist, wie lange es haltbar bleibt und welche Fehler Sie bei der Zubereitung vermeiden sollten.
Gurkensaft wird aus rohen, frischen Gurken gewonnen. Er besteht größtenteils aus Wasser und enthält nur wenig Energie, solange keine größeren Mengen Obst, Zucker, Honig oder Sirup hinzugefügt werden.
Einige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe gehen in den Saft über. Beim klassischen Entsaften bleibt jedoch ein großer Teil der Ballaststoffe im Trester zurück.
Gurkensaft kann zur täglichen Flüssigkeitszufuhr beitragen, sollte Wasser aber nicht vollständig als Standardgetränk ersetzen.
Eine besondere entgiftende, fettverbrennende oder leberreinigende Wirkung ist nicht belegt.
Frisch zubereiteter Gurkensaft sollte möglichst sofort getrunken oder unmittelbar gekühlt und innerhalb kurzer Zeit verbraucht werden.
Schmeckt eine Gurke ungewöhnlich oder stark bitter, darf sie nicht entsaftet oder gegessen werden.

Gurkensaft entsteht, wenn rohe Gurken mechanisch entsaftet oder fein püriert und anschließend gefiltert werden. Anders als bei Gurkenwasser wird also nicht nur Wasser mit Gurkenscheiben aromatisiert. Beim Gurkensaft werden Bestandteile der Gurke direkt in das Getränk überführt.
Je nach Zubereitungsart kann Gurkensaft unterschiedlich aussehen:
Frischer Gurkensaft hat eine hellgrüne bis kräftig grüne Farbe. Wird die Schale mitverarbeitet, fällt die Farbe meist intensiver aus. Geschälte Gurken ergeben dagegen einen deutlich helleren und milderen Saft.
Die Begriffe Gurkensaft und Gurkenwasser werden häufig durcheinandergebracht. Tatsächlich handelt es sich um sehr unterschiedliche Getränke.
| Getränk | Herstellung | Typische Eigenschaften |
|---|---|---|
| Gurkensaft | Rohe Gurken werden entsaftet oder püriert | Mild, frisch, pflanzlich, kalorienarm |
| Aromatisiertes Gurkenwasser | Wasser wird mit Gurkenscheiben und häufig Kräutern angesetzt | Sehr leicht, fast kalorienfrei, dezentes Aroma |
| Gurkenlake | Flüssigkeit aus einem Glas Gewürz- oder Essiggurken | Säuerlich, salzig, gewürzt, teilweise gezuckert |
| Gurken-Smoothie | Ganze Gurke wird mit weiteren Zutaten gemixt | Dickflüssiger, ballaststoffreicher und sättigender |
Besonders die Lake von Gewürzgurken darf nicht mit frischem Gurkensaft gleichgesetzt werden. Sie enthält meist Essig, Salz, Gewürze und teilweise Zucker. Ihr Salzgehalt kann vergleichsweise hoch sein.
Gurkensaft kann Teil einer gesunden Ernährung sein. Wie wertvoll er im Einzelfall ist, hängt jedoch von den verwendeten Zutaten, der Portionsgröße und der übrigen Ernährung ab.
Die Gurke besteht je nach Sorte, Anbau und Reifegrad zu etwa 95 bis 97 Prozent aus Wasser. Gleichzeitig ist sie sehr kalorienarm. Frische Gurken liefern unter anderem kleinere Mengen an Vitamin C, Vitamin K, verschiedenen B-Vitaminen, Kalium und weiteren Mineralstoffen.
Gurkensaft ist deshalb ein leichtes Gemüsegetränk. Er ist aber kein konzentriertes Multivitaminpräparat. Die in Gurken enthaltenen Mengen vieler Mikronährstoffe sind deutlich geringer als bei besonders nährstoffreichen Gemüsearten wie Paprika, Grünkohl, Brokkoli oder Feldsalat.
Der wichtigste praktische Vorteil von Gurkensaft ist sein hoher Wasseranteil. Ein Glas kann zur täglichen Flüssigkeitszufuhr beitragen und besonders an warmen Tagen erfrischend sein.
Wer Schwierigkeiten hat, ausreichend zu trinken, empfindet ein leicht aromatisiertes Getränk möglicherweise als angenehmer als reines Wasser. Trotzdem sollte Wasser das wichtigste Alltagsgetränk bleiben.
Gurkensaft eignet sich vor allem als gelegentliche Ergänzung:
Nach sehr anstrengender Arbeit, langem Sport oder starkem Schwitzen ist reiner Gurkensaft allerdings kein vollständiges Elektrolytgetränk. Dafür enthält er normalerweise zu wenig Natrium und seine Zusammensetzung ist nicht standardisiert.
Pur zubereiteter Gurkensaft enthält nur wenig Energie. Das kann hilfreich sein, wenn er kalorienreiche Limonaden, Eistees, Säfte oder alkoholische Getränke ersetzt.
Entscheidend ist jedoch das Rezept. Werden Apfelsaft, Honig, Agavendicksaft, Melone oder mehrere süße Früchte hinzugefügt, steigt der Zucker- und Energiegehalt.
Eine kleine Menge Apfel kann einen sehr herben Gurkensaft geschmacklich abrunden. Ein Getränk, das hauptsächlich aus Apfel, Ananas oder Trauben besteht, ist jedoch eher ein Fruchtsaft mit Gurkenanteil als ein klassischer Gurkensaft.
Die genaue Zusammensetzung lässt sich bei selbst gemachtem Gurkensaft nicht pauschal angeben. Sie hängt unter anderem ab von:
Grundsätzlich gehen ein Teil der wasserlöslichen Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzeninhaltsstoffe in den Saft über. Gleichzeitig verbleiben feste Bestandteile im Trester.
Gurkensaft sollte daher nicht als Ersatz für ganze Gemüseportionen betrachtet werden. Ganze Gurken, Salate und anderes Gemüse liefern zusätzlich Ballaststoffe und sorgen meist für eine bessere Sättigung.
Beim klassischen Entsaften wird die Flüssigkeit vom festen Pflanzenmaterial getrennt. Dadurch enthält klarer Gurkensaft wesentlich weniger Ballaststoffe als die vollständige Gurke.
Ballaststoffe sind unter anderem für die normale Darmfunktion und die Sättigung von Bedeutung. Wer möglichst viel von der ganzen Gurke aufnehmen möchte, sollte sie daher nicht vollständig auspressen und den Trester entsorgen.
Eine gute Alternative ist ein ungesiebter Gurken-Smoothie. Dabei wird die Gurke vollständig püriert. Das Getränk wird zwar dickflüssiger, enthält aber mehr vom ursprünglichen Gemüse.
Auch ein Teil des Tresters kann wieder in den Saft eingerührt oder für andere Gerichte verwendet werden.
Die Schale einer frischen Salatgurke ist grundsätzlich essbar. Sie sorgt für eine kräftigere Farbe, ein intensiveres Aroma und enthält ebenfalls wertvolle Pflanzenbestandteile.
Ob Sie die Gurke schälen, hängt von mehreren Faktoren ab.
Auch Bio-Gurken und selbst geerntete Gurken sollten vor der Verarbeitung sorgfältig unter fließendem Wasser gewaschen werden. Erde, Staub, Insekten und mögliche Keime können auch auf unbehandeltem Gemüse vorhanden sein.
Spülmittel, Seife oder Haushaltsreiniger gehören nicht auf Lebensmittel.
Grundsätzlich lassen sich verschiedene Gurkensorten entsaften. Geschmack, Ausbeute und Konsistenz können sich jedoch deutlich unterscheiden.
Die klassische lange Salatgurke eignet sich besonders gut. Sie hat einen hohen Wasseranteil, einen milden Geschmack und liefert vergleichsweise viel Saft.
Eine große Salatgurke reicht meist für zwei kleinere Gläser.
Minigurken schmecken häufig aromatischer und etwas kräftiger. Für die gleiche Saftmenge werden jedoch mehrere Früchte benötigt.
Sie eignen sich gut, wenn ein intensiveres Gurkenaroma gewünscht ist.
Freilandgurken können einen kräftigeren Geschmack und eine festere Schale besitzen. Je nach Sorte enthalten sie außerdem größere Kerne.
Bei älteren Früchten kann es sinnvoll sein, die Schale und den weichen Kernbereich zu entfernen.
Junge Einlegegurken können ebenfalls verarbeitet werden. Ihr Geschmack ist oft würziger und weniger neutral als der einer Salatgurke.
Für größere Saftmengen sind sie aufgrund ihrer geringen Größe jedoch weniger praktisch.
Sehr große, überreife Gurken aus dem Garten können einen wässrigen oder leicht herben Geschmack entwickeln. Häufig enthalten sie große Kerne und ein weicheres Fruchtfleisch.
Solche Gurken können noch verwendet werden, wenn sie einwandfrei riechen und angenehm schmecken. Kerne und schwammiges Fruchtfleisch sollten gegebenenfalls entfernt werden.
Schmeckt die Gurke bitter, darf sie nicht verarbeitet werden.
Ein stark bitterer Geschmack ist bei Gurken ein Warnsignal. Er kann auf unerwünschte Cucurbitacine hinweisen. Diese natürlichen Bitterstoffe kommen in Pflanzen aus der Familie der Kürbisgewächse vor.
Besondere Aufmerksamkeit ist bei selbst angebauten Gurken erforderlich. Pflanzenstress, ungeeignetes Saatgut oder andere ungünstige Bedingungen können die Bildung bitterer Stoffe begünstigen.
Probieren Sie deshalb vor dem Entsaften ein kleines Stück der rohen Gurke.
Schmeckt es ungewöhnlich oder deutlich bitter:
Ein mildes, typisches Gurkenaroma ist unproblematisch. Eine intensive, unangenehme Bitterkeit gehört dagegen nicht in den Saft.
Dieses Grundrezept ergibt einen milden und erfrischenden Gurkensaft. Es lässt sich sowohl mit einem Entsafter als auch mit einem Mixer zubereiten.
Etwa 5 bis 10 Minuten
Je nach Größe der Gurke und verwendeter Methode etwa 350 bis 500 Milliliter Getränk.
Die tatsächliche Saftausbeute kann deutlich schwanken. Eine feste, frisch geerntete Gurke liefert meist mehr Saft als eine weiche oder bereits länger gelagerte Frucht.

Ein Entsafter ist besonders praktisch, wenn regelmäßig größere Mengen Gemüse- oder Fruchtsaft hergestellt werden.
Kontrollieren Sie die Gurke auf Druckstellen, Schimmel und weiche Bereiche. Probieren Sie ein kleines Stück und stellen Sie sicher, dass sie nicht bitter schmeckt.
Waschen Sie die Gurke unter fließendem Wasser. Reiben Sie die Oberfläche dabei mit den Händen ab.
Die Schale kann je nach persönlicher Vorliebe mitverarbeitet werden.
Schneiden Sie beide Enden und eventuell vorhandene Druckstellen ab. Größere Gurken werden passend zum Einfüllschacht des Gerätes zerteilt.
Geben Sie die Stücke nach und nach in den Entsafter. Arbeiten Sie ohne übermäßigen Druck und entsprechend der Bedienungsanleitung Ihres Gerätes.
Fügen Sie frisch gepressten Zitronensaft und fein zerriebene oder leicht angedrückte Minzblätter hinzu.
Rühren Sie den Saft um und trinken Sie ihn möglichst frisch.
Gurkenreste trocknen auf Sieben und Filtern schnell an. Spülen Sie deshalb alle mit Saft und Trester in Kontakt gekommenen Teile unmittelbar nach der Benutzung ab.
Ein Entsafter ist nicht zwingend notwendig. Mit einem Standmixer oder leistungsfähigen Pürierstab lässt sich Gurkensaft ebenfalls einfach zubereiten.
Waschen Sie die Gurke, prüfen Sie den Geschmack und schneiden Sie sie in kleine Würfel.
Bei einer sehr festen Schale kann die Gurke geschält werden.
Geben Sie die Gurkenstücke zusammen mit 50 bis 100 Millilitern kaltem Wasser in den Mixer.
Pürieren Sie alles so lange, bis keine größeren Stücke mehr sichtbar sind.
Für einen klareren Saft geben Sie die Masse in:
Lassen Sie die Flüssigkeit zunächst ablaufen. Drücken Sie den Rest anschließend vorsichtig aus.
Mischen Sie den Saft mit Zitrone und Minze. Bei Bedarf kann noch etwas kaltes Wasser hinzugegeben werden.
Wer mehr Ballaststoffe erhalten möchte, verzichtet auf das Filtern und trinkt die Gurkenmasse als Smoothie.
Auch ohne elektrisches Gerät lässt sich Gurkensaft herstellen.
Dafür wird die gewaschene Gurke fein gerieben. Geben Sie die geriebene Masse anschließend in ein sauberes Passier- oder Küchentuch. Drehen Sie das Tuch über einer Schüssel zusammen und drücken Sie die Flüssigkeit heraus.
Diese Methode ist etwas arbeitsintensiver, funktioniert aber für kleine Mengen sehr gut.
Verwenden Sie dafür nur ein sauberes, geruchsneutrales Tuch, das nicht mit stark parfümiertem Waschmittel oder Weichspüler behandelt wurde.
Eine große Salatgurke wiegt häufig zwischen 350 und 500 Gramm. Je nach Gerät und Beschaffenheit lassen sich daraus ungefähr 250 bis 400 Milliliter reiner Saft gewinnen.
Bei der Zubereitung im Mixer fällt die Getränkemenge größer aus, weil zusätzlich Wasser verwendet wird und meist mehr Fruchtfleisch im Getränk verbleibt.
Die Ausbeute hängt ab von:
Eine frisch geerntete, feste Gurke ergibt in der Regel den aromatischsten Saft.
Das Grundrezept lässt sich leicht verändern. Die folgenden Varianten reichen von mild und erfrischend bis herzhaft und würzig.
Die Gurke entsaften oder pürieren und passieren. Zitronensaft unterrühren. Minzblätter leicht zwischen den Fingern andrücken und in den Saft geben.
Diese Variante schmeckt besonders erfrischend und eignet sich gut für warme Sommertage.
Gurke und Apfel gründlich waschen. Das Apfelkerngehäuse entfernen. Alle Zutaten entsaften oder fein pürieren und anschließend nach Wunsch passieren.
Der Apfel bringt natürliche Süße, während Ingwer für eine leichte Schärfe sorgt.
Da Apfel den Zuckergehalt erhöht, sollte er nicht den größten Anteil des Getränks ausmachen.
Alle Zutaten gründlich waschen und entsaften. Bei Zubereitung im Mixer etwas Wasser hinzugeben und die Mischung fein pürieren.
Der Geschmack ist deutlich herzhafter als beim klassischen Gurkensaft. Beginnen Sie bei Sellerie und Petersilie lieber mit kleinen Mengen und passen Sie das Verhältnis anschließend an.
Gurke und Wassermelone entsaften oder gemeinsam pürieren. Limettensaft und Minze hinzugeben.
Diese Variante schmeckt fruchtig und süßer als reiner Gurkensaft. Zusätzlicher Zucker ist normalerweise nicht erforderlich.
Die Gurke entsaften. Dill fein hacken und zusammen mit Zitrone und Pfeffer einrühren.
Der Saft passt gut als alkoholfreier Aperitif oder als Begleiter zu Kartoffelgerichten, Fisch und leichten Sommersalaten.
Wer seinen Salzkonsum begrenzen muss, lässt das Salz vollständig weg.
Gurke und Tomaten waschen, zerkleinern und gemeinsam entsaften oder pürieren. Basilikum, Zitrone und Pfeffer hinzugeben.
Ungefiltert erinnert diese Variante an eine sehr leichte kalte Gemüsesuppe. Mit etwas Knoblauch und Paprika lässt sie sich zu einer einfachen Gazpacho weiterentwickeln.
Die Gurke grob zerkleinern und mit den übrigen Zutaten fein pürieren. Gut gekühlt servieren.
Diese Variante ist kein klarer Gurkensaft, sondern ein cremiger Gurkendrink. Durch den Joghurt wird das Getränk gehaltvoller und sättigender.
Reiner Gurkensaft schmeckt sehr mild. Manche Gurken besitzen außerdem eine leicht grasige oder herbe Note. Mit wenigen Zutaten lässt sich der Geschmack gezielt verändern.
| Gewünschter Geschmack | Geeignete Zutaten |
|---|---|
| Frisch und säuerlich | Zitrone, Limette |
| Leicht süß | Apfel, Birne, Wassermelone |
| Würzig | Ingwer, Pfeffer |
| Kräuterfrisch | Minze, Basilikum, Dill, Petersilie |
| Herzhaft | Sellerie, Tomate |
| Besonders kühlend | Eiswürfel, gekühlte Gurke |
| Cremig | Joghurt, Kefir, Buttermilch |
Honig, Zucker oder Sirup sind normalerweise nicht notwendig. Werden süße Zutaten verwendet, sollte zunächst eine kleine Menge genügen.
Ein sehr wässriger Geschmack ist bei Gurkensaft normal, kann aber durch einige Maßnahmen verbessert werden.
Verwenden Sie möglichst frische, feste Gurken. Ältere Früchte schmecken häufig flacher.
Verarbeiten Sie die Schale mit, sofern sie angenehm schmeckt. Sie bringt mehr Farbe und Aroma.
Geben Sie zunächst kein zusätzliches Wasser hinzu. Verdünnen können Sie den Saft später immer noch.
Zitronensaft, Limette, Minze oder Dill schaffen mehr geschmackliche Tiefe.
Auch ein kleines Stück Apfel kann den Geschmack abrunden, ohne die Gurke vollständig zu überdecken.
Für Gurkensaft gibt es keine vorgeschriebene Tageszeit. Er kann morgens, mittags oder abends getrunken werden.
Die häufige Behauptung, Gurkensaft müsse morgens auf nüchternen Magen getrunken werden, um besonders gut zu wirken, ist nicht belegt.
Wer einen empfindlichen Magen hat oder größere Mengen Rohkost schlecht verträgt, trinkt ihn möglicherweise besser zu einer Mahlzeit oder nach dem Frühstück.
Geeignete Gelegenheiten sind beispielsweise:
Sehr große Mengen unmittelbar vor dem Schlafengehen können dazu führen, dass Sie nachts häufiger zur Toilette müssen.
Eine offizielle empfohlene Tagesmenge für Gurkensaft gibt es nicht.
Für gesunde Erwachsene ist ein kleines bis mittelgroßes Glas von etwa 150 bis 250 Millilitern eine vernünftige Portionsgröße. Dabei handelt es sich nicht um eine medizinische Obergrenze, sondern um eine praktische Orientierung.
Gurkensaft sollte als Ergänzung betrachtet werden. Ganze Gemüseportionen und Wasser bleiben wichtig.
Wer täglich sehr große Mengen trinkt, verdrängt möglicherweise andere Lebensmittel und Getränke. Außerdem können große Rohkostmengen bei empfindlichen Menschen Blähungen, Völlegefühl oder Magenbeschwerden verursachen.
Gurkensaft verbrennt kein Körperfett und führt nicht automatisch zu einer Gewichtsabnahme.
Er kann beim Gewichtsmanagement dennoch indirekt hilfreich sein, wenn er kalorienreichere Getränke ersetzt. Ein ungesüßter Gurkensaft hat deutlich weniger Energie als Limonade, gesüßter Eistee oder viele alkoholische Getränke.
Für die Sättigung ist die ganze Gurke meist vorteilhafter als klarer Saft. Beim Entsaften werden viele Ballaststoffe entfernt, und Flüssigkeiten werden häufig schneller konsumiert als feste Lebensmittel.
Wer abnehmen möchte, sollte deshalb nicht ausschließlich auf Saft setzen. Sinnvoller ist eine Kombination aus:
Gurkensaft kann diese Ernährung ergänzen, ersetzt sie aber nicht.
Gurkensaft liefert Flüssigkeit, die für eine normale Verdauung grundsätzlich wichtig ist. Seine direkte Wirkung auf den Darm sollte jedoch nicht überschätzt werden.
Klar gefilterter Gurkensaft enthält nur wenige Ballaststoffe. Er ist daher nicht automatisch ein ballaststoffreiches Getränk.
Bei Verstopfung sind ganze Gemüseportionen, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr meist bedeutender.
Ein ungesiebter Gurken-Smoothie enthält mehr Fruchtfleisch und Ballaststoffe als klarer Gurkensaft.
Empfindliche Menschen können auf größere Mengen roher Gurke mit Aufstoßen, Völlegefühl oder Blähungen reagieren. In diesem Fall sollte die Portion verkleinert oder die Gurke geschält werden.
Gurkensaft reinigt oder entgiftet die Leber nicht gezielt. Für eine besondere leberschützende Wirkung eines normalen Glases Gurkensaft gibt es keine belastbare Grundlage.
Die Leber erfüllt ihre Stoffwechsel- und Entgiftungsaufgaben selbst. Auch Nieren, Darm, Haut und Lunge sind an der Verarbeitung und Ausscheidung von Stoffen beteiligt.
Eine leberfreundliche Lebensweise besteht nicht aus einem einzelnen Saft, sondern unter anderem aus:
Bei erhöhten Leberwerten, einer Fettleber oder anderen Lebererkrankungen ersetzt Gurkensaft keine medizinische Abklärung.
Gesunde Nieren regulieren unter anderem den Wasser- und Mineralstoffhaushalt. Gurkensaft kann als Flüssigkeit zur täglichen Trinkmenge beitragen, besitzt aber keine nachgewiesene besondere „Nierenreinigungswirkung“.
Menschen mit Niereninsuffizienz, Herzschwäche oder einer ärztlich angeordneten Flüssigkeits- beziehungsweise Kaliumbegrenzung sollten größere Mengen Gurkensaft nicht eigenmächtig einplanen.
Auch sehr wasserreiche und grundsätzlich gesunde Lebensmittel müssen in solchen Fällen zur individuell erlaubten Flüssigkeits- und Mineralstoffmenge passen.
Nach dem Trinken von Gurkensaft kann sich die Urinmenge erhöhen, weil dem Körper Flüssigkeit zugeführt wurde. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer gezielten medizinischen Entwässerung.
Gurkensaft ist kein Ersatz für entwässernde Medikamente und keine Behandlung gegen Wassereinlagerungen.
Schwellungen an Beinen, plötzliches Körpergewicht, Atemnot oder ausgeprägte Wassereinlagerungen sollten medizinisch abgeklärt werden.
Gurkensaft wird häufig als Detox-Drink bezeichnet. Diese Bezeichnung ist vor allem ein Marketingbegriff.
Bei gesunden Menschen sammeln sich keine undefinierten „Schlacken“ an, die durch Gurkensaft ausgespült werden müssten. Stoffwechselprodukte werden über die körpereigenen Organsysteme verarbeitet und ausgeschieden.
Ein Glas Gurkensaft kann Flüssigkeit und einige Nährstoffe liefern. Es entfernt jedoch keine angeblichen Ablagerungen und reinigt weder Leber noch Darm.
Auch mehrtägige reine Saftkuren sind nicht automatisch gesund. Sie können wenig Eiweiß, wenig Energie und je nach Zusammenstellung zu wenig Ballaststoffe liefern. Für ältere Menschen, chronisch Kranke oder Personen, die Medikamente einnehmen, können extreme Ernährungskuren besonders ungeeignet sein.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für viele normale Körperfunktionen wichtig. Dazu gehört auch die Versorgung des Hautgewebes.
Trotzdem lässt ein Glas Gurkensaft Falten nicht verschwinden und ersetzt weder Sonnenschutz noch eine geeignete Hautpflege.
Wer insgesamt zu wenig trinkt, kann von einer verbesserten Flüssigkeitszufuhr profitieren. Dieser Effekt ist jedoch nicht speziell an Gurkensaft gebunden.
Frischer Gurkensaft kann auf der Haut kühlend und angenehm wirken. Für eine kosmetische Anwendung sollte er jedoch nur frisch und hygienisch zubereitet verwendet werden.
Testen Sie zunächst eine kleine Hautstelle. Tragen Sie Gurkensaft nicht auf offene, entzündete oder stark gereizte Haut auf.
Selbst gemachte Gurkenkosmetik enthält keine Konservierungsstoffe und sollte nicht über längere Zeit gelagert werden. Bei Hauterkrankungen ist eine fachärztliche Beratung sinnvoller als ein Hausmittel.
Frisch zubereiteter Gurkensaft schmeckt unmittelbar nach der Herstellung am besten. Mit zunehmender Lagerungszeit verändern sich Aroma, Farbe und Konsistenz.
Da selbst gemachter Gurkensaft nicht pasteurisiert ist, sollte er besonders sauber verarbeitet und schnell gekühlt werden.
Zitronensaft kann die geschmackliche Oxidation etwas verlangsamen, macht den Gurkensaft aber nicht keimfrei oder dauerhaft haltbar.
Entsorgen Sie den Saft, wenn:
Eine leichte Trennung in eine klare und eine trübe Schicht ist bei frischem Gemüsesaft dagegen normal. Schütteln oder rühren Sie ihn vor dem Trinken kurz um.
Bei rohen Säften ist Küchenhygiene besonders wichtig. Keime von der Außenseite der Gurke können beim Schneiden, Mixen oder Pressen in den fertigen Saft gelangen.
Beachten Sie deshalb folgende Grundregeln:
Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten bei nicht pasteurisierten Säften besonders vorsichtig sein. Für sie ist frischeste Zubereitung und sofortiger Verzehr besonders wichtig.
Gurkensaft kann eingefroren werden. Besonders praktisch ist das Einfrieren in Eiswürfelformen.
Die gefrorenen Würfel eignen sich später für:
Frieren Sie nur frisch zubereiteten Saft ein. Ein Saft, der bereits längere Zeit im Kühlschrank gestanden hat, wird durch Einfrieren nicht wieder frisch.
Nach dem Auftauen kann sich die Konsistenz verändern. Der Saft trennt sich häufig und wirkt weniger frisch als am ersten Tag. Für Getränke sollte er im Kühlschrank aufgetaut, gut umgerührt und anschließend zeitnah verbraucht werden.
Beim Entsaften bleiben Schalen, Fruchtfleisch und Kerne zurück. Dieser Trester enthält noch Ballaststoffe und muss nicht sofort im Biomüll landen.
Da der Trester nach dem Entsaften schnell verdirbt, sollte er sofort verwendet oder gekühlt und noch am selben Tag verarbeitet werden.
Nicht benötigte Reste können kompostiert werden.
Gurkensaft ist nicht nur ein Getränk. Sein mildes Aroma eignet sich auch für zahlreiche Gerichte.
Mit Joghurt, Buttermilch, Kräutern, Knoblauch und etwas Zitronensaft entsteht eine kalte Gurkensuppe.
Gurkensaft kann einen Teil des Wassers oder Essigs in leichten Dressings ersetzen. Besonders gut passt er zu Dill, Senf, Zitrone und Joghurt.
Mit Mineralwasser, Limette, Minze und Eiswürfeln entsteht ein erfrischender Sommerdrink.
Gurkensaft kann Kräuterquark, Joghurt-Dips und leichte Saucen aromatisieren.
Mit Zitronensaft und etwas Minze lässt sich Gurkensaft einfrieren und anschließend zu einer sommerlichen Granita aufkratzen.
Eine Mischung aus Gurkensaft, Zitrone, Kräutern und etwas Öl eignet sich als milde Marinade für Gemüse.
Ein bitterer Geschmack darf nicht mit süßen Zutaten überdeckt werden. Die Gurke gehört entsorgt.
Gurken enthalten bereits sehr viel Flüssigkeit. Geben Sie beim Mixen zunächst nur wenig Wasser hinzu.
Mehrere Äpfel, Trauben oder Ananas können den Gurkensaft zu einem zuckerreichen Fruchtgetränk machen.
Frischer Gurkensaft ist ein leicht verderbliches, nicht pasteurisiertes Produkt. Bereiten Sie lieber kleine Mengen zu.
Der Trester lässt sich in vielen Gerichten weiterverwenden und liefert mehr Ballaststoffe als der klare Saft.
Gurkensaft ist erfrischend und kalorienarm, aber keine Therapie gegen Lebererkrankungen, Nierenprobleme, Übergewicht oder Hautalterung.
Angetrocknete Gurkenreste setzen Filter und Siebe fest. Reinigen Sie das Gerät direkt nach der Zubereitung.
Gurkenlake kann viel Salz, Essig und Zucker enthalten. Sie besitzt eine vollkommen andere Zusammensetzung als frischer Gurkensaft.
Ungesüßter Gurkensaft ist kalorienarm und besteht größtenteils aus Wasser. Er liefert kleinere Mengen verschiedener Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzeninhaltsstoffe. Beim Entsaften gehen jedoch viele Ballaststoffe verloren. Gurkensaft kann eine ausgewogene Ernährung ergänzen, ersetzt aber weder Wasser noch ganze Gemüseportionen.
Gesunde Menschen können Gurkensaft grundsätzlich regelmäßig trinken, sofern sie ihn gut vertragen. Eine kleine Portion ist sinnvoller als mehrere große Gläser. Abwechslung bei Gemüse und Getränken bleibt wichtig.
Gurkensaft kann morgens getrunken werden, muss aber nicht auf nüchternen Magen konsumiert werden. Eine besondere Wirkung zu einer bestimmten Tageszeit ist nicht belegt.
Er schmeckt direkt nach der Zubereitung am besten. Im Kühlschrank sollte er idealerweise noch am selben Tag und spätestens am folgenden Tag verbraucht werden.
Ja. Die Gurke wird dafür mit etwas Wasser püriert und anschließend durch ein feines Sieb oder Passiertuch gegeben. Alternativ kann sie fein gerieben und ausgedrückt werden.
Nein. Eine saubere, angenehm schmeckende Schale kann mitverarbeitet werden. Bei sehr fester, gewachster oder bitter schmeckender Schale sollte die Gurke geschält beziehungsweise bei Bitterkeit vollständig entsorgt werden.
Ein stark bitterer Geschmack kann auf Cucurbitacine hinweisen. Der Saft und die verwendete Gurke sollten in diesem Fall nicht verzehrt werden.
Nein. Gurkensaft wird direkt aus rohen Gurken gewonnen. Gurkenwasser kann aromatisiertes Trinkwasser oder die salzig-saure Lake von eingelegten Gurken bezeichnen.
Er liefert Flüssigkeit, aber klarer Gurkensaft enthält nur wenige Ballaststoffe. Für eine ballaststoffreiche Ernährung sind die ganze Gurke oder ein ungesiebter Gurken-Smoothie besser geeignet.
Gurkensaft allein ist kein zuverlässiges Mittel gegen Verstopfung. Ausreichend Flüssigkeit, ballaststoffreiche Lebensmittel, Bewegung und eine regelmäßige Ernährung sind wichtiger.
Nein. Für eine besondere Entgiftungswirkung gibt es keine überzeugenden Nachweise. Die körpereigenen Organe übernehmen die Verarbeitung und Ausscheidung von Stoffwechselprodukten.
Nein. Gurkensaft reinigt die Leber nicht und behandelt keine Lebererkrankung.
Durch die zugeführte Flüssigkeit kann die Urinmenge steigen. Gurkensaft ist jedoch kein medizinisches Entwässerungsmittel.
Er kann kalorienreiche Getränke ersetzen und dadurch indirekt helfen. Eine fettverbrennende Wirkung besitzt er nicht. Ganze Gurken sättigen wegen ihrer Ballaststoffe meist besser.
Ein kleines Glas frisch und hygienisch zubereiteter, ungesüßter Gurkensaft ist für gesunde Kinder grundsätzlich möglich. Wasser sollte dennoch das wichtigste Getränk bleiben. Für sehr kleine Kinder ist wegen des Risikos unbehandelter Rohsäfte besondere Vorsicht erforderlich.
Ja. Wer nachts häufig zur Toilette muss, sollte größere Flüssigkeitsmengen allerdings nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen trinken.
Ja. Besonders praktisch sind Gurkensaft-Eiswürfel für Smoothies, Suppen und Sommergetränke. Nach dem Auftauen kann sich die Konsistenz verändern.
Junge, frische Einlegegurken können entsaftet werden. Sie schmecken meist kräftiger und liefern aufgrund ihrer Größe weniger Saft als Salatgurken. Bereits eingelegte Gewürzgurken sind für klassischen Gurkensaft nicht geeignet.
Gurkensaft ist eine einfache Möglichkeit, frische Gurken aus dem Garten oder vom Markt vielseitig zu verwenden. Er schmeckt angenehm mild, enthält nur wenig Energie und kann besonders im Sommer zur Flüssigkeitszufuhr beitragen.
Für die Zubereitung ist kein spezieller Entsafter erforderlich. Ein Mixer, ein feines Sieb oder sogar eine Küchenreibe reichen aus. Mit Zitrone, Minze, Dill, Apfel, Ingwer, Sellerie oder Tomate entstehen zahlreiche geschmackliche Varianten.
Gesundheitliche Versprechen sollten dennoch realistisch bleiben. Gurkensaft entgiftet den Körper nicht, reinigt keine Organe und verbrennt kein Fett. Er ist vor allem ein frisches Gemüsegetränk und kein Heilmittel.
Am wertvollsten ist Gurkensaft, wenn er frisch, ungesüßt, hygienisch zubereitet und als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung genossen wird. Wer zusätzlich den Trester verwertet oder die Gurke ungesiebt mixt, nutzt noch mehr von der gesamten Frucht.

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor