Frisch gezupftes Basilikum, fein geriebener Käse und ein gutes Olivenöl: Manchmal braucht es nur wenige Zutaten, damit es in der Küche nach Sommer duftet. Wer Basilikum-Pesto selber machen möchte, braucht weder viel Zeit noch eine aufwendige Küchenausstattung. Entscheidend sind ein ausgewogenes Verhältnis der Zutaten und eine schonende Verarbeitung.
Dieses Rezept ergibt ein aromatisches grünes Pesto für etwa vier Portionen Pasta. Du kannst es mit einem kleinen Zerkleinerer, einem Pürierstab oder ganz klassisch im Mörser zubereiten. Dazu findest du praktische Tipps für die Zutatenwahl, Varianten ohne Pinienkerne oder Käse und eine Anleitung, wie du überschüssiges Pesto portionsweise einfrierst.
Basilikum-Pesto selber machen: Das Grundrezept
Für etwa 4 Portionen Pasta · Zubereitungszeit: ungefähr 15 Minuten · Schwierigkeit: einfach
Die Zutaten ergeben ungefähr 220 bis 240 Gramm Pesto. Das reicht als Orientierung für 350 bis 400 Gramm trockene Nudeln. Zeit und fertige Menge sind Richtwerte; beim Arbeiten im Mörser solltest du etwas mehr Zeit einplanen.
Zutaten für Basilikum-Pesto
- 50 g frische Basilikumblätter, ohne die kräftigen Stängel gewogen
- 30 g Pinienkerne, ungeröstet
- 40 g Parmesan, frisch und fein gerieben
- 10 g Pecorino, beispielsweise Fiore Sardo, frisch und fein gerieben
- 100 ml natives Olivenöl extra, möglichst mild im Geschmack
- 1 kleine Knoblauchzehe, geschält
- Salz, zunächst nur eine kleine Prise
Als einfache Käsevariante: Du kannst statt der beiden Käsesorten insgesamt 50 Gramm Parmesan verwenden.
Nach persönlichem Geschmack: Einige Tropfen bis etwa ein halber Teelöffel Zitronensaft oder etwas frisch gemahlener Pfeffer sind möglich. Beides ist eine Abwandlung und für das Grundrezept nicht erforderlich.

Diese Küchenhelfer brauchst du
Lege eine Küchenwaage, eine feine Reibe, ein kleines Messer, einen Löffel oder Teigschaber und eine Schüssel bereit. Zum Zerkleinern eignet sich ein kleiner Universalzerkleinerer. Für den Pürierstab brauchst du ein passendes hohes, schmales Gefäß. Zum kurzfristigen Aufbewahren verwendest du einen sauberen, verschließbaren Lebensmittelbehälter.
Zubereitung: Schritt für Schritt
- Basilikum vorbereiten. Verlese die Blätter und entferne verdorbene oder von Schimmel befallene Pflanzenteile. Wasche die einwandfreien Blätter unter kaltem Wasser, lasse sie abtropfen und tupfe sie vorsichtig trocken. Nicht kräftig reiben oder auswringen. Für das Rezept benötigst du 50 Gramm vorbereitete Blätter.
- Käse und Knoblauch vorbereiten. Reibe Parmesan und Pecorino möglichst fein. Schneide die geschälte Knoblauchzehe grob klein. Miss das Olivenöl ab, damit du später nicht versehentlich deutlich mehr zugibst.
- Pinienkerne und Knoblauch zerkleinern. Gib beides in den Zerkleinerer und verarbeite es mit wenigen kurzen Impulsen. Füge anschließend das Basilikum in zwei bis drei Portionen hinzu und zerkleinere es ebenfalls nur kurz. Schiebe Zutaten bei ausgeschaltetem Gerät mit dem Teigschaber zurück zu den Messern.
- Olivenöl und Käse unterrühren. Gib die zerkleinerte Mischung in eine Schüssel und rühre Käse und Olivenöl nach und nach mit einem Löffel ein. Falls dein Gerät zuvor etwas Flüssigkeit zum Arbeiten benötigt, kannst du bereits beim Zerkleinern ein bis zwei Esslöffel des abgemessenen Öls hinzufügen. Das fertige Pesto darf eine feine, leicht körnige Struktur behalten.
- Vorsichtig abschmecken. Probiere das Pesto erst jetzt und ergänze bei Bedarf etwas Salz. Der Käse bringt bereits Würze mit. Entscheide anschließend, ob du für deine persönliche Variante wenige Tropfen Zitronensaft oder etwas Pfeffer hinzufügen möchtest.
- Servieren oder sofort kalt stellen. Verwende das Pesto möglichst frisch. Reste kommen unmittelbar in einen sauberen, verschlossenen Behälter in den Kühlschrank. Unsere vorsichtige Empfehlung für dieses ungekochte Pesto: spätestens am Tag nach der Zubereitung verbrauchen. Alles, was für später gedacht ist, frierst du direkt portionsweise ein.
Unser Küchentipp: Probiere zum Abschmecken eine kleine Menge auf einem Stück Brot oder einer gekochten Nudel. So lässt sich besser beurteilen, wie die konzentrierte Würze später im Gericht wirkt.
Welche Zutaten machen ein gutes Basilikum-Pesto aus?
Frisches Basilikum: Blätter wiegen statt Töpfe zählen
Für einen vertrauten Pesto-Geschmack eignet sich gewöhnliches grünes Küchenbasilikum. Thai- oder Zitronenbasilikum können ebenfalls interessant sein, bringen aber andere Aromen mit. Verwende sie deshalb bewusst als Variante und nicht als geschmacklich identischen Ersatz.
Die Angabe „ein Topf Basilikum“ ist für ein genaues Rezept wenig hilfreich. Topfgröße und Blattmenge unterscheiden sich erheblich. Wiege deshalb die tatsächlich verwendeten Blätter ab. Ein kleiner Topf muss nicht für das gesamte Rezept reichen.
Bei einer Pflanze, die weiterwachsen soll, erntest du maßvoll und lässt ausreichend Laub stehen. Wie du passende Triebspitzen auswählst und den Schnitt ansetzt, erfährst du im Ratgeber Basilikum richtig schneiden.
Pinienkerne: Rösten ist Geschmackssache
Für die klassische Richtung verwenden wir ungeröstete Pinienkerne. Auch die Rezeptur der genuesischen Pesto-Weltmeisterschaft sieht kein vorheriges Rösten vor.
Magst du eine deutlichere Röstnote, kannst du die Kerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze leicht anrösten. Bleibe dabei und bewege sie regelmäßig. Sobald sie hellgolden sind, gibst du sie auf einen Teller. Vor dem Verarbeiten vollständig abkühlen lassen.
Eine feste Minutenzahl ist dabei weniger hilfreich als der Blick in die Pfanne: Herd, Pfanne und Kerngröße beeinflussen, wie schnell die Bräunung einsetzt.
Olivenöl: Zuerst einen Tropfen probieren
Wähle für dieses Rezept ein mildes natives Olivenöl extra, dessen Geschmack dir auch pur gefällt. Ein sehr kräftiges Öl kann die übrigen Zutaten überdecken. Eine gewisse Bitterkeit oder Schärfe bedeutet bei Olivenöl allerdings nicht automatisch schlechte Qualität.
Gerade beim ersten Versuch lohnt es sich, das Öl separat zu probieren. Was bereits pur sehr intensiv schmeckt, wird durch das Vermischen nicht zwangsläufig unauffällig.
Käse und Knoblauch: Lieber nachwürzen
Mit 40 Gramm Parmesan und 10 Gramm Pecorino bleibt die Käsemischung überschaubar. Als traditionelle sardische Käsesorte kommt Fiore Sardo infrage. Andere Pecorino-Sorten können geschmacklich deutlich abweichen.
Beginne beim Knoblauch mit einer kleinen Zehe. Mehr kannst du später immer noch einarbeiten. Bei einem Pesto mit vergleichsweise wenig Basilikum sind zwei oder drei große rohe Zehen schnell sehr dominant.

Basilikum-Pesto im Mörser zubereiten
Im Mörser zerdrückst und zerreibst du die Zutaten, statt sie mit rotierenden Messern zu zerschneiden. Verwende ein ausreichend großes Gefäß und arbeite bei Bedarf in mehreren kleinen Durchgängen.
Zerreibe zunächst Knoblauch und Pinienkerne zu einer Paste. Gib anschließend das Basilikum portionsweise mit einer kleinen Prise grobem Salz hinzu. Verarbeite die Blätter mit kreisenden Bewegungen an der Mörserwand. Danach arbeitest du den geriebenen Käse und zum Schluss das Olivenöl in kleinen Mengen ein.
Du brauchst keine vollkommen glatte Creme anzustreben. Entscheidend ist, dass keine großen Knoblauchstücke oder ganzen Blätter zurückbleiben und sich die Zutaten gut miteinander verbinden.
Wie bleibt Basilikum-Pesto möglichst grün?
Beim Zerkleinern werden Pflanzenzellen beschädigt. Die vorbereiteten Blätter können dadurch in Kontakt mit Luft dunkler werden. Eine kräftige grüne Farbe lässt sich deshalb nicht unbegrenzt bewahren.
Bereite alle übrigen Zutaten vor, bevor du das Basilikum zerkleinerst. Behandle die Blätter vorsichtig, arbeite zügig und lasse die fertige Kräutermischung nicht unnötig offen stehen. Im Zerkleinerer sind kurze Impulse sinnvoller als langes Dauermixen.
Für dieses Rezept verwenden wir die Blätter roh. Du musst sie nicht vorher blanchieren. Auch Zitronensaft ist kein Pflichtbestandteil für ein gelungenes Pesto.
Wichtig: Die Farbe allein sagt nicht zuverlässig aus, ob ein aufbewahrtes Pesto noch sicher ist. Ebenso wenig macht eine schöne grüne Oberfläche eine zu lange oder ungekühlte Lagerung unbedenklich.
Warum wird selbstgemachtes Pesto bitter?
Ein bitteres Pesto hat nicht immer dieselbe Ursache. Prüfe deshalb zunächst die einzelnen Zutaten und deine Arbeitsweise, statt grundsätzlich dem Mixer die Schuld zu geben.
Das Olivenöl ist sehr kräftig
Olivenöl kann von Natur aus bitter schmecken. Beim intensiven Vermischen mit wasserhaltigen Zutaten kann diese Bitterkeit unter bestimmten Bedingungen stärker wahrnehmbar werden. Das passiert jedoch nicht bei jedem Öl und nicht bei jedem Mixvorgang gleich.
Für die nächste Portion kannst du ein milderes Öl wählen und es überwiegend von Hand unterrühren.
Die Pinienkerne wurden zu dunkel geröstet
Sehr dunkle oder angebrannte Kerne passen nicht in ein fein abgestimmtes Pesto. Sortiere sie aus und verwende sie nicht in der Hoffnung, der Käse werde den Geschmack schon verdecken.
Die Zutaten sind nicht mehr einwandfrei
Verwende kein muffig riechendes Basilikum und keine offensichtlich verdorbenen Kerne. Bereits verdorbene Zutaten werden durch Öl, Käse oder Zitronensaft nicht wieder brauchbar.
Lässt sich bitteres Pesto retten?
Bei einer frisch zubereiteten, hygienisch einwandfreien Portion kannst du eine kleine Probe mit zusätzlichem Basilikum, etwas mildem Käse oder weiteren ungerösteten Kernen abschmecken. Verdünne zunächst nur einen Löffel voll, statt sofort das ganze Glas zu verändern.
Bei verbranntem, ranzigem oder anderweitig auffälligem Geschmack ist Überdecken keine gute Lösung. Mehr Zucker oder Zitronensaft macht verdorbene Lebensmittel nicht sicher.
Zu fest, zu flüssig oder zu salzig: So passt du die Konsistenz an
| Das Problem | Das kannst du bei frisch zubereitetem Pesto versuchen |
|---|---|
| Das Pesto ist zu fest. | Für Pasta erst beim Servieren etwas Nudelkochwasser zugeben. Als Aufstrich darf das Pesto kräftiger und kompakter bleiben. |
| Das Pesto ist zu ölig oder zu dünn. | Etwas zusätzliches Basilikum, fein zerkleinerte Pinienkerne oder geriebenen Käse einarbeiten. Zunächst nur eine kleine Menge ergänzen. |
| Das Pesto ist zu salzig. | Mit einer ungesalzenen zusätzlichen Mischung aus Basilikum, Kernen und Öl ausgleichen. Nicht mit weiterem Käse nachbessern. |
| Der Knoblauch ist zu dominant. | Die übrigen Zutaten anteilig ergänzen oder weniger Pesto pro Portion verwenden. Beim nächsten Mal mit einer halben kleinen Zehe beginnen. |
Für die Vorratshaltung: Verdünne möglichst nur die Portion, die du unmittelbar essen möchtest. Das Nudelkochwasser gehört nicht vorsorglich in den gesamten Pestovorrat.
Basilikum-Pesto ohne Pinienkerne und weitere Varianten
Mit Walnüssen oder Mandeln
Ersetze die 30 Gramm Pinienkerne im Grundrezept durch 30 Gramm Walnusskerne oder geschälte Mandeln. Hacke besonders feste Kerne vor dem Verarbeiten etwas kleiner.
So erhältst du eine andere Geschmacksrichtung, kein identisches Pesto. Bereite beim ersten Versuch eine kleine Portion zu und entscheide anschließend, welche Variante du lieber magst.
Mit Sonnenblumenkernen
Auch 30 Gramm geschälte Sonnenblumenkerne sind eine mögliche Küchenvariante. Du kannst sie ungeröstet verarbeiten oder leicht anrösten und vollständig abkühlen lassen.
Ein Austausch der Kerne macht das Rezept nicht automatisch für jede Allergie geeignet. Prüfe bei bekannten Allergien alle Zutaten und mögliche Kreuzkontakte individuell.
Veganes Basilikum-Pesto ohne Käse
Für eine pflanzliche Abwandlung lässt du Parmesan und Pecorino weg. Erhöhe die Pinienkernmenge beispielsweise auf insgesamt 45 Gramm und beginne mit 70 Millilitern Olivenöl. Ergänze weiteres Öl nur, soweit es für die gewünschte Konsistenz nötig ist.
Ein bis zwei Teelöffel Hefeflocken können als zusätzliche Würze dienen. Schmecke Salz und optional etwas Zitronensaft neu ab. Diese Variante schmeckt anders als das Grundrezept und muss nicht dessen Käsearoma exakt nachbilden.
Für eine vegetarische Fassung mit Käse wählst du einen ausdrücklich als vegetarisch gekennzeichneten Hartkäse.
Ohne Knoblauch
Lass die Knoblauchzehe einfach weg. Eine Ersatzzutat ist nicht erforderlich. Schmecke das Pesto erst nach dem Vermischen ab und passe die übrige Würze nach deinem Geschmack an.
Mit Rucola als eigener Geschmacksrichtung
Du möchtest beim nächsten Mal eine andere grüne Soße ausprobieren? Dann lohnt sich unser Rezept für Tortellini mit Rucola-Pesto. So bleibt dieses Basilikum-Grundrezept klar, während du daneben eine weitere Variante kennenlernen kannst.
Pesto richtig mit Pasta vermischen
Für vier Portionen kochst du etwa 350 bis 400 Gramm trockene Nudeln nach Packungsangabe. Hebe vor dem Abgießen eine Tasse Nudelkochwasser auf.
Gib das Pesto in eine große Schüssel und rühre zunächst zwei bis drei Esslöffel des Kochwassers ein. Füge die frisch abgegossenen Nudeln hinzu und vermische alles gründlich. Ergänze bei Bedarf esslöffelweise weiteres Wasser, bis sich das Pesto gut verteilt.
Nicht in der heißen Pfanne anbraten: Vermische Nudeln und Pesto abseits der eingeschalteten Herdplatte. Für dieses Gericht soll die Kräutersoße die warmen Nudeln umhüllen und nicht wie eine Tomatensoße längere Zeit kochen.
Für eine andere Verwendung deiner frischen Ernte findest du bei Heimatwurzel außerdem eine Tomaten-Basilikum-Pasta.
Wozu passt Basilikum-Pesto außer zu Nudeln?
Auf geröstetem Brot: Bestreiche das Brot dünn mit Pesto und ergänze nach Wunsch Tomatenscheiben oder etwas Mozzarella. Beginne sparsam, damit der Aufstrich nicht zu mächtig wird.
Zu Ofengemüse: Gib beim Servieren einen kleinen Klecks auf gebackene Zucchini, Kartoffeln oder anderes Gemüse. So kannst du zunächst auf dem Teller ausprobieren, wie viel Würze du magst.
Als Ergänzung zu einer Suppe: Verteile wenig Pesto auf der frisch angerichteten Gemüsesuppe und verrühre es erst beim Essen.
Als schneller Dip: Verrühre eine kleine Menge mit Naturjoghurt oder einer passenden pflanzlichen Alternative. Bereite diesen Dip frisch zu und lasse nicht den gesamten Pestovorrat in einer großen Schüssel auf dem Tisch stehen.
Basilikum-Pesto aufbewahren: Kühl und nur kurz
Selbstgemachtes Basilikum-Pesto ist keine ungekühlt haltbare Konserve. Es enthält frische, ungekochte Zutaten und muss nach der Zubereitung entweder unmittelbar gegessen, gekühlt oder eingefroren werden.
Unsere vorsichtige Empfehlung für die Hausküche lautet: Fülle Reste sofort in einen sauberen, verschließbaren Behälter, bewahre sie bei höchstens 4 °C im Kühlschrank auf und verbrauche sie spätestens am Tag nach der Herstellung. Größere Mengen frierst du direkt ein.
Entnimm Pesto immer mit einem sauberen Löffel. Stelle nur die benötigte Portion auf den Tisch und lasse den übrigen Vorrat gekühlt.
Macht eine Ölschicht das Pesto länger haltbar?
Eine dünne Ölschicht kann den unmittelbaren Luftkontakt der Oberfläche verringern. Sie ist aber keine zuverlässige Konservierungsmethode und verlängert die empfohlene Aufbewahrungszeit nicht.
Gerade frische Kräuter und Knoblauch in Öl sind für eine längere ungekühlte Vorratslagerung problematisch. Auch ein sauber ausgespültes Glas und ein fest verschlossener Deckel machen daraus keine sichere Speisekammerkonserve.
Wann muss Pesto entsorgt werden?
Bei Schimmel, auffälligem Geruch oder erkennbaren Veränderungen entsorgst du den gesamten Inhalt. Schöpfe bei Schimmel nicht nur die Oberfläche ab.
Umgekehrt gilt: Ein unauffälliger Geruch ist kein Sicherheitsnachweis. War das Pesto längere Zeit ungekühlt oder ist seine Lagergeschichte unklar, solltest du es nicht durch Probieren auf seine Unbedenklichkeit prüfen.
Basilikum-Pesto einfrieren: Kleine Portionen für später
Für einen längerfristigen Vorrat ist Einfrieren der passende Weg. Teile größere Mengen direkt nach der Zubereitung auf, statt sie erst mehrere Tage im Kühlschrank stehen zu lassen.
- Portionieren: Fülle das frische Pesto in kleine gefriergeeignete Behälter oder eine geeignete Eiswürfelform.
- Etwas Platz lassen: Befülle Gefrierbehälter nicht bis zum Rand. Bei geeigneten Gefriergläsern lässt du ungefähr 1,5 Zentimeter Kopfraum und beachtest zusätzlich die Herstellerangaben.
- Unmittelbar einfrieren: Stelle die verschlossenen Behälter beziehungsweise die abgedeckte Form direkt ins Gefrierfach bei −18 °C.
- Verpacken und beschriften: Löse durchgefrorene Pestowürfel aus der Form, verpacke sie in einem geeigneten Gefrierbeutel oder einer Gefrierdose und notiere Inhalt und Herstellungsdatum.
Die kleinen Portionen lassen sich später einzeln entnehmen. Plane lieber einen überschaubaren Vorrat ein und verbrauche ältere Portionen zuerst. Wie gut Geschmack, Farbe und Konsistenz erhalten bleiben, hängt unter anderem von Verpackung und gleichmäßiger Gefriertemperatur ab.
Pesto schonend auftauen
Lasse die benötigte Menge abgedeckt im Kühlschrank auftauen. Rühre sie vor dem Verwenden um und passe die Konsistenz erst beim Servieren an. Verbrauche die aufgetaute Portion möglichst am selben Tag.
Langes Auftauen auf der Küchenarbeitsplatte ist keine gute Lösung. Einfrieren macht eine zuvor unsachgemäß gelagerte Zubereitung außerdem nicht nachträglich sicher.
Weitere Möglichkeiten für deine Kräuterernte findest du im Überblick Kräuter für den Winter haltbar machen.
Kann man Basilikum-Pesto einkochen?
Dieses Rezept ist nicht zum Einkochen bestimmt. Für selbstgemachtes Pesto liegt bei den hier herangezogenen Fachstellen keine wissenschaftlich geprüfte Anleitung zum häuslichen Einkochen vor.
Heißes Abfüllen, ein Wasserbad oder das Umdrehen der Gläser ersetzen eine solche Prüfung nicht. Verwende für dieses Pesto deshalb die kurzfristige Kühlschranklagerung oder friere es ein.
Vom Basilikumtopf zum Pesto: Die eigene Ernte sinnvoll nutzen
Besonders schön ist selbstgemachtes Pesto, wenn ein Teil der Zutaten direkt vor der eigenen Küchentür wächst. Dafür braucht es keinen großen Garten. Auch ein heller, geeigneter Platz für einige Kräutertöpfe kann ein Anfang sein.
Ernte bei kräftigen Pflanzen regelmäßig einige Triebspitzen, statt einen Topf für jede Mahlzeit vollständig zu entlauben. Für die Planung mehrerer Kräuter findest du Anregungen im Beitrag Kräutergarten auf dem Balkon.
Am Ende der Gartensaison lohnt sich ein rechtzeitiger Blick auf die Pflanzen. Basilikum ist wärmebedürftig und empfindlich gegenüber Kälte. Warte mit der Entscheidung über die letzte Ernte nicht darauf, dass die Blätter bereits geschädigt sind.
Ob du deinen Topf weiterkultivierst, einige Stecklinge nimmst oder gesunde Blätter für die Küche erntest, erklärt unser Ratgeber Basilikum im Herbst: Reinholen oder lieber abernten?.
Häufige Fragen zu selbstgemachtem Basilikum-Pesto
Kann ich blühendes Basilikum für Pesto verwenden?
Die Blüte allein macht Basilikum nicht unbrauchbar. Verwende einwandfreie Blätter; ihr Geschmack kann sich mit der Entwicklung der Pflanze verändern. Für dieses Rezept wiegst du weiterhin die Blätter ab und entfernst kräftige Blütenstängel.
Müssen alle Basilikumstiele entfernt werden?
Für eine nachvollziehbare Menge arbeiten wir im Grundrezept mit Blättern ohne kräftige Stängel. Sehr zarte Blattstiele müssen nicht einzeln herausgesucht werden. Dickere oder bereits feste Stängel lässt du weg, damit keine störenden Fasern im Pesto bleiben.
Kann ich getrocknetes Basilikum verwenden?
Nicht als direkten Ersatz für die 50 Gramm frischen Blätter. Getrocknetes Basilikum kann andere Gerichte würzen, ergibt in diesem Rezept aber nicht dieselbe frische Kräuterpaste. Plane dafür frisches Basilikum ein.
Braucht Basilikum-Pesto Zitronensaft?
Nein. Das Grundrezept funktioniert ohne Zitrone. Einige Tropfen sind eine geschmackliche Abwandlung. Betrachte einen kleinen Spritzer Zitronensaft jedoch nicht als geprüfte Methode, um das Pesto länger haltbar zu machen.
Kann ich das Rezept halbieren oder verdoppeln?
Ja. Passe alle Zutaten im gleichen Verhältnis an und schmecke Salz sowie Knoblauch vorsichtig ab. Eine sehr kleine Menge lässt sich je nach Gerät schlechter verarbeiten. Bei größeren Mengen sind mehrere kurze Durchgänge oft praktischer als ein überfüllter Mixbehälter.
Muss Pesto vor dem Essen erhitzt werden?
Frisch und hygienisch zubereitetes Pesto ist zum unmittelbaren Verzehr ohne zusätzliches Kochen gedacht. Bei Pasta wird es mit den warmen Nudeln vermischt. Das ist kein Verfahren, um falsch gelagertes Pesto wieder sicher zu machen.
Ein kleines Rezept mit viel Gartensommer
Basilikum-Pesto selber machen bedeutet vor allem, wenige Zutaten aufmerksam zu verarbeiten: frische Blätter abwiegen, mit kurzen Impulsen arbeiten, das Öl nach und nach einrühren und erst zum Schluss abschmecken.
Ein Teil kommt direkt auf den Tisch. Was für später gedacht ist, wandert in kleinen Portionen ins Gefrierfach. So wird aus einer guten Basilikumernte eine einfache Mahlzeit – und vielleicht noch eine zweite an einem anderen Tag.
Wie bereitest du dein Basilikum-Pesto am liebsten zu: im Mörser, im Zerkleinerer oder mit einer eigenen Lieblingsvariante?

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor