Apfel Kaiserschmarrn aus dem Ofen mit Walnüssen und Zimt
Die Apfelspalten brutzeln in etwas Butter. Daneben liegen eine Handvoll Walnüsse, vier Eier und die wenigen Zutaten für einen luftigen Teig. Viel mehr braucht es nicht für ein warmes Essen, das wunderbar zu einem kühlen Herbsttag passt.
Dieser Apfel Kaiserschmarrn mit Walnüssen verbindet weiche Früchte mit lockerem Teig, nussigem Biss und leicht karamellisierten Rändern. Er wird zunächst in einer ofenfesten Pfanne vorbereitet, im Backofen gebacken und anschließend auf dem Herd in groben Stücken fertig gebraten.
Das Ergebnis ist kein Apfelkuchen und auch kein gewöhnlicher Pfannkuchen. Es ist ein warmes Erntegericht zum sofortigen Genießen: mit wenig Aufwand, vertrauten Zutaten und reichlich Apfelgeschmack.
Das Rezept auf einen Blick
| Angabe | Details |
|---|---|
| Portionen | 4 Portionen als Dessert oder leichtes süßes Hauptgericht |
| Vorbereitung | Etwa 20 Minuten |
| Braten und Backen | Etwa 20–25 Minuten |
| Gesamtzeit | Rund 40–45 Minuten |
| Backtemperatur | 200 °C Ober-/Unterhitze |
| Küchengerät | Große ofenfeste Pfanne, etwa 28 cm Durchmesser |
| Aus dem Garten möglich | Äpfel und Walnüsse |
| Besonderheit | Ohne Rosinen und ohne Backpulver |
Wichtig für die Planung: Der Kaiserschmarrn gart überwiegend im Ofen. Das Anbraten der Äpfel und das abschließende Karamellisieren finden jedoch auf dem Herd statt.

Zutaten für Apfel Kaiserschmarrn mit Walnüssen
Für Äpfel und Teig
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Säuerliche Äpfel | 2–3 Stück, zusammen etwa 350 g |
| Walnusskerne | 60 g |
| Eier, Größe M | 4 |
| Milch | 250 ml |
| Weizenmehl, Type 405 | 160 g |
| Zucker | 30 g |
| Vanillezucker | 1 TL |
| Butter | 30 g |
| Gemahlener Zimt | ½ TL |
| Salz | 1 Prise |
Zum Karamellisieren
1 zusätzlicher Esslöffel Zucker. Die dafür benötigte Butter ist bereits in den insgesamt 30 Gramm enthalten.
Die Apfelmenge bezieht sich auf die ganzen Früchte vor dem Entkernen. Bei den Walnüssen sind dagegen ausschließlich die ausgelösten Kerne gemeint.
Du benötigst außerdem zwei Rührschüsseln, einen Schneebesen oder Handmixer, einen Teigschaber und zwei Pfannenwender. Bei einer beschichteten Pfanne sollten die Pfannenwender aus einem geeigneten, nicht kratzenden Material bestehen.
Zubereitung: So machst du Apfel Kaiserschmarrn im Ofen
1. Backofen vorheizen und Zutaten vorbereiten
Heize den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Der Rost kommt auf die mittlere Schiene.
Wasche die Äpfel, viertele sie und entferne die Kerngehäuse. Schneide die Viertel anschließend in ungefähr 3–5 Millimeter dünne Spalten. Nach Geschmack kannst du die Früchte vorher schälen.
Hacke die Walnüsse grob. Sie sollen später noch als kleine Stückchen im Schmarrn zu erkennen sein.
Trenne die Eier sorgfältig. Gib die Eiweiße in eine saubere, fettfreie Schüssel und die Eigelbe in eine zweite Schüssel.
2. Den Grundteig anrühren
Verrühre die Eigelbe mit der Milch, dem Mehl, 20 Gramm Zucker, dem Vanillezucker und der Prise Salz zu einem glatten Teig.
Arbeite nur so lange mit dem Schneebesen, bis keine trockenen Mehlnester mehr vorhanden sind. Stelle den Teig kurz beiseite, während du die Äpfel anbrätst.
3. Apfelspalten in Butter anbraten
Lasse 15 Gramm Butter in der ofenfesten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen.
Gib die Apfelspalten dazu und brate sie etwa vier Minuten an. Wende sie zwischendurch vorsichtig. Sie sollen etwas weicher werden und stellenweise leicht Farbe bekommen, aber nicht zu Mus zerfallen.
Verteile die Äpfel anschließend möglichst gleichmäßig auf dem Pfannenboden und ziehe die Pfanne kurz von der heißen Herdplatte.
4. Eischnee schlagen und unterheben
Schlage die Eiweiße zunächst schaumig. Lasse dann die übrigen 10 Gramm Zucker einrieseln und schlage weiter, bis ein fester, noch leicht glänzender Eischnee entsteht.
Rühre zunächst ungefähr ein Drittel des Eischnees unter den Eigelbteig. Hebe den Rest anschließend mit einem Teigschaber vorsichtig unter.
Ab jetzt nicht mehr mit dem Handmixer arbeiten. Ziehe den Teigschaber mit großen Bewegungen durch die Masse, statt kräftig zu rühren.
5. Teig und Walnüsse in die Pfanne geben
Verteile etwa zwei Drittel der gehackten Walnüsse zwischen den Apfelspalten.
Gieße den luftigen Teig darüber und verstreiche ihn behutsam. Streue die restlichen Walnüsse auf die Oberfläche und drücke sie nur ganz leicht in den Teig.
Stelle die Pfanne unmittelbar in den vorgeheizten Backofen.
6. Kaiserschmarrn im Ofen backen
Backe den Apfel Kaiserschmarrn zunächst etwa 15–18 Minuten. Kontrolliere ihn bereits ab der zwölften Minute, denn die tatsächliche Dauer hängt unter anderem vom Ofen, der Pfanne und der Teighöhe ab.
Die Oberfläche soll leicht goldbraun sein. In der Mitte darf der Teig beim vorsichtigen Bewegen der Pfanne nicht mehr flüssig schwappen.
Prüfe bei Bedarf mit einem Holzstäbchen eine Stelle zwischen den Apfelspalten. Feuchte Apfelspuren sind möglich; flüssiger Teig sollte nicht mehr daran haften. Benötigt die Mitte noch Zeit, lasse den Schmarrn einige Minuten weiterbacken.
Die Garprobe ist wichtiger als eine minutengenaue Backzeit.
7. In Stücke reißen und leicht karamellisieren
Nimm die Pfanne mit Ofenhandschuhen heraus und stelle sie auf eine geeignete Unterlage.
Zerteile den Schmarrn mit zwei Pfannenwendern zunächst in größere Abschnitte und anschließend in grobe, mundgerechte Stücke.
Gib die restlichen 15 Gramm Butter und den zusätzlichen Esslöffel Zucker dazu. Stelle die Pfanne wieder auf den Herd und brate die Stücke bei mittlerer Hitze etwa zwei bis drei Minuten weiter. Wende sie vorsichtig, bis einzelne Ränder leicht karamellisiert sind.
Die Pfanne ist bereits sehr heiß. Beginne deshalb nicht mit der höchsten Herdstufe und behalte die Bräunung im Blick.
Achtung: Auch auf dem Herd bleibt der Pfannenstiel nach dem Backen heiß.
8. Mit Zimt servieren
Streue den Zimt über den fertigen Apfel-Walnuss-Kaiserschmarrn und verteile ihn sofort auf vier Teller.
Dazu passt ein Löffel Apfelmus. Für einen selbst gemachten Vorrat findest du bei uns die Anleitung zum Apfelmus ohne Zucker einkochen.
Welche Äpfel passen zu diesem Kaiserschmarrn?
Für dieses Rezept würde ich einen aromatischen, süßsäuerlichen Apfel wählen. Die Frische bildet einen schönen Gegenpol zu Butter, Walnüssen und dem karamellisierten Zucker.
Elstar oder Boskoop sind dafür naheliegende Möglichkeiten. Entscheidend ist aber nicht allein der Sortenname: Verwende die einwandfreien Äpfel, die du gerade zur Verfügung hast und deren Geschmack dir gefällt.
Schneide festere Früchte eher dünn. Bei bereits weichen Äpfeln solltest du besonders vorsichtig wenden und das Anbraten gegebenenfalls etwas verkürzen. Für den Schmarrn sollen erkennbare Fruchtstücke übrig bleiben.
Mit oder ohne Schale?
Beides ist möglich. Mit Schale bleibt der Charakter des Apfels deutlicher erhalten. Ohne Schale wird das fertige Gericht etwas feiner und weicher.
Bei sehr fester oder zäher Schale würde ich für dieses Rezept zum Schäler greifen. Bei dünnschaligen Früchten reicht gründliches Waschen vor dem Schneiden.
Nicht einfach mehr Äpfel hineingeben
Ein zusätzlicher Apfel klingt zunächst nach einer guten Idee. Für den ersten Durchgang solltest du jedoch bei der angegebenen Menge bleiben.
Mehr Obst verändert das Verhältnis zwischen Früchten und Teig. Damit kann auch die notwendige Garzeit anders ausfallen. Besonders saftige Äpfel machen die Mitte zusätzlich feuchter.
Für mehr Frucht auf dem Teller ist eine kleine Schale Apfelmus neben dem fertigen Schmarrn die unkompliziertere Lösung.
Was den Apfel-Walnuss-Kaiserschmarrn besonders macht
Die Äpfel werden nicht roh in den Teig gerührt, sondern zuvor in Butter angebraten. So lässt sich ihre Konsistenz bereits vor dem Backen gut beurteilen.
Die Walnüsse kommen in zwei Schichten dazu: Ein Teil liegt zwischen den Früchten, der andere näher an der Oberfläche. Dadurch verteilen sie sich im Gericht, statt ausschließlich obenauf zu liegen.
Zum Schluss werden die groben Stücke noch einmal kurz gebraten. Gerade diese unregelmäßigen Formen machen den Reiz aus: weiche Stellen, saftige Apfelstücke und einzelne goldbraune Ränder.
Wer dieselbe Zutatenkombination lieber für die Kaffeetafel zubereiten möchte, findet bei unserem Apfelkuchen mit Walnuss und Zimt ein anderes Rezept mit ähnlichen Aromen. Der Kaiserschmarrn ist dagegen für das unmittelbare Servieren gedacht.
Die wichtigsten Tipps für einen lockeren Schmarrn
Den Eischnee erst kurz vor dem Backen unterheben
Bereite die Pfanne und die Äpfel zuerst vor. Sobald der Eischnee untergehoben ist, sollte der Teig ohne längere Wartezeit in den Ofen kommen.
Der luftige Teig braucht jetzt keine kräftige Bearbeitung mehr. Lieber behutsam arbeiten und die Masse nicht unnötig zusammendrücken.
Eine ausreichend große Pfanne verwenden
Für die angegebene Menge ist eine ofenfeste Pfanne mit ungefähr 28 Zentimetern Durchmesser vorgesehen.
In einer deutlich kleineren Pfanne wird der Teig höher. Die im Rezept genannte Backzeit lässt sich dann nicht unverändert übernehmen.
Auch der Griff muss ausdrücklich für die verwendete Backtemperatur geeignet sein. Eine Pfanne ist nicht automatisch ofenfest, nur weil ihr Boden aus Metall besteht.
Nicht zu früh zerteilen
Ein Kaiserschmarrn darf saftig sein, aber nicht aus flüssigem Teig bestehen. Ist die Mitte beim Herausnehmen noch ungegart, verlängere zunächst die Ofenzeit.
Das kurze Karamellisieren zum Schluss ist kein verlässlicher Ersatz für das vollständige Durchgaren einer noch rohen Mitte.
Den Zucker erst zum Schluss bräunen
Der zusätzliche Esslöffel Zucker gehört in diesem Rezept erst zu den bereits gebackenen und zerteilten Stücken.
Beende das Braten, sobald die gewünschte leichte Bräunung erreicht ist. Es geht nicht darum, jedes Stück mit einer dunklen Karamellkruste zu überziehen.

Häufige Fehler und ihre Lösung
| Problem | Mögliche Ursache | Was du ändern kannst |
|---|---|---|
| Der Schmarrn bleibt kompakt. | Der Eischnee wurde stark eingerührt oder der fertige Teig stand länger herum. | Eischnee behutsam unterheben und direkt backen. |
| Die Mitte ist noch flüssig. | Die Backzeit war zu kurz oder die Pfanne ist kleiner als vorgesehen. | Weiterbacken und erneut prüfen; nicht allein nach der Oberflächenfarbe gehen. |
| Die Apfelstücke zerfallen. | Die Früchte waren sehr weich oder wurden lange angebraten. | Kürzer vorbraten und vorsichtig wenden. |
| Die Ränder werden beim Fertigbraten zu dunkel. | Die aus dem Ofen kommende Pfanne wurde zusätzlich stark erhitzt. | Mittlere oder niedrigere Herdstufe wählen und häufiger kontrollieren. |
| Der Schmarrn wird beim Servieren trocken. | Er wurde lange warmgehalten oder zu lange nachgebraten. | Nur kurz karamellisieren und unmittelbar auf die Teller geben. |
Apfel Kaiserschmarrn vorbereiten und aufwärmen
Was lässt sich vorbereiten?
Du kannst die Zutaten vorher abwiegen, die Walnüsse hacken und das benötigte Kochgeschirr bereitstellen.
Das Trennen und Aufschlagen der Eier sowie das Unterheben des Eischnees erledigst du am besten erst zur eigentlichen Zubereitung. Auch die Äpfel lassen sich gut während des Vorheizens schneiden.
Für Gäste ist es sinnvoll, die Beilagen schon auf den Tisch zu stellen. Dann kann der fertige Kaiserschmarrn direkt aus der Pfanne serviert werden.
Wie werden Reste aufbewahrt?
Fülle übrig gebliebene Stücke zum zügigen Abkühlen in einen flachen Behälter und stelle sie anschließend abgedeckt in den Kühlschrank. Lasse sie nicht über längere Zeit in der warmen Pfanne stehen.
Der Kühlschrank sollte höchstens 7 °C, besser weniger als 5 °C haben. Verbrauche die Reste innerhalb von zwei bis drei Tagen.
Wie wärmt man den Schmarrn wieder auf?
Erwärme die Stücke in einer Pfanne bei mäßiger Hitze und wende sie mehrmals. Ein kleines Stück zusätzliche Butter ist nach Geschmack möglich.
Beim Wiederaufwärmen müssen auch die dickeren Stücke vollständig heiß werden. Als hygienischer Richtwert gelten mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen; bei Unsicherheit hilft ein Küchenthermometer.
Die ursprüngliche Lockerheit lässt sich beim Aufwärmen nicht vollständig zurückholen. Deshalb ist dieses Gericht vor allem ein Rezept für den frisch gedeckten Tisch.
Häufige Fragen zum Apfel Kaiserschmarrn
Brauche ich Backpulver?
Für diese Rezeptfassung nicht. Der Teig wird mit getrennten Eiern und untergehobenem Eischnee zubereitet. Halte dich deshalb besonders bei diesem Arbeitsschritt an die Anleitung.
Kann ich die Walnüsse weglassen?
Ja. Für einen schlichten Apfel Kaiserschmarrn kannst du die Walnüsse weglassen; die übrigen Zutatenmengen bleiben gleich.
Bei einer Nussallergie müssen zusätzlich mögliche Spuren in verwendeten Produkten und an den Arbeitsgeräten berücksichtigt werden.
Gehören Rosinen hinein?
In dieses Rezept kommen keine Rosinen. Äpfel, Walnüsse, Vanille und Zimt bilden die vorgesehene Geschmackskombination.
Kann ich die Menge verdoppeln?
Verteile die doppelte Menge auf zwei geeignete Pfannen oder bereite das Rezept nacheinander zu. Gib nicht einfach die doppelte Teigmenge in dieselbe Pfanne: Die größere Teighöhe verändert das Backverhalten.
Ist der Kaiserschmarrn ein Dessert oder eine Hauptspeise?
Beides ist möglich. Die angegebene Menge ergibt vier Dessertportionen oder vier eher leichte Portionen als süßes Hauptgericht.
Für vier Personen mit großem Hunger ist sie als alleinige Mahlzeit knapp bemessen.
Ein warmes Gericht für die eigene Apfelernte
Dieser Apfel-Walnuss-Kaiserschmarrn braucht keine aufwendige Dekoration. Eine Pfanne, vier Teller und etwas Apfelmus reichen.
Sein Reiz liegt in den unterschiedlichen Konsistenzen: saftige Apfelspalten, weicher Teig, grobe Walnussstückchen und ein paar leicht karamellisierte Ränder. Am besten kommt er ohne Umweg auf den Tisch – noch warm und frisch mit Zimt bestreut.

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor