Kürbis-Lauch-Lasagne mit Walnusskruste
Goldgelber Kürbis, zarter Lauch und eine cremige Béchamelsauce zwischen weichen Nudelplatten: Diese Kürbis-Lauch-Lasagne mit Walnusskruste bringt die herzhafte Gartenküche auf den Tisch. Bergkäse sorgt für Würze, gehackte Walnüsse geben der Oberfläche etwas Biss.
Das Rezept kommt ohne Hackfleisch und Tomatensauce aus. Stattdessen stehen Kürbis und Lauch im Mittelpunkt – eine schöne Verwendung für die eigene Ernte oder frisches Gemüse vom Wochenmarkt.
Welche Zutaten du jetzt außerdem aus dem Garten in die Küche holen kannst, zeigt unser Überblick zur Ernte im September.
Kürbis-Lauch-Lasagne: Das Rezept im Überblick
| Rezeptangabe | Details |
|---|---|
| Portionen | 4 als Hauptgericht |
| Auflaufform | Etwa 20 × 30 cm |
| Vorbereitung einschließlich Vorgaren | Etwa 30 Minuten, wenn Gemüse und Sauce parallel zubereitet werden |
| Backzeit | Etwa 35–40 Minuten, abhängig von den Lasagneplatten |
| Ruhezeit | 10 Minuten |
| Gesamtzeit | Etwa 80 Minuten |
| Backofentemperatur | 190 °C Ober-/Unterhitze |
| Aus eigener Ernte möglich | Kürbis, Lauch und Zwiebel; Walnüsse aus einem einwandfreien Vorrat |
Wichtig: Die Backzeit ist ein Richtwert. Entscheidend ist, dass die Nudelplatten auch in der Mitte der Form weich sind. Beachte zusätzlich die Zubereitungshinweise auf ihrer Verpackung.

Zutaten für 4 Portionen
Für die Gemüsefüllung
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Hokkaido, ohne Kerne und faseriges Inneres gewogen | 600 g |
| Lauch, geputzt gewogen | 300 g |
| Zwiebel | 1 |
| Olivenöl | 1 EL |
| Gemüsebrühe | 100 ml |
| Salz und schwarzer Pfeffer | Nach Geschmack |
Für die Béchamelsauce
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Butter | 40 g |
| Weizenmehl | 45 g |
| Milch | 600 ml |
| Salz, Pfeffer und Muskat | Nach Geschmack |
Zum Schichten und Überbacken
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Lasagneplatten ohne Vorkochen | 180 g |
| Geriebener Bergkäse | 100 g |
| Gehackte Walnüsse | 30 g |
Für eine vegetarische Variante verwende einen ausdrücklich vegetarisch gekennzeichneten Bergkäse.
Zubereitung: Kürbis-Lauch-Lasagne Schritt für Schritt
1. Kürbis, Lauch und Zwiebel vorbereiten
Wasche den Hokkaido gründlich, halbiere ihn und entferne die Kerne sowie das faserige Innere. Wiege anschließend 600 Gramm vorbereiteten Kürbis ab und schneide ihn in ungefähr einen Zentimeter große Würfel.
Hokkaido kann mit Schale verarbeitet werden. Entferne den Stielansatz und schneide auffällig harte Schalenpartien bei Bedarf ab.
Entferne beim Lauch den Wurzelansatz und welke oder sehr feste Blattteile. Schlitze die Stangen längs auf und wasche sie sorgfältig zwischen den Blattschichten. Schneide anschließend 300 Gramm geputzten Lauch in Ringe.
Schäle die Zwiebel und würfle sie fein.
2. Gemüse mit etwas Brühe vorgaren
Erhitze das Olivenöl in einer großen Pfanne mit Deckel. Schwitze die Zwiebel bei mittlerer Hitze an, bis sie glasig wird.
Gib Kürbis und Lauch dazu und vermische alles. Gieße die Gemüsebrühe an, lege den Deckel auf und gare das Gemüse ungefähr acht bis zehn Minuten vor. Rühre zwischendurch um.
Der Kürbis soll bereits etwas weicher sein, aber noch Biss haben. Würze die Mischung mit Pfeffer und zunächst wenig Salz, denn Brühe und Bergkäse bringen ebenfalls Würze mit.
Die verbleibende Garflüssigkeit nicht abgießen: Sie wird zusammen mit dem Gemüse eingeschichtet. Vermeide, die Mischung vor dem Schichten vollständig trocken zu braten.
3. Béchamelsauce kochen
Schmelze die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze. Rühre das Mehl mit einem Schneebesen ein und schwitze es kurz an, ohne es kräftig zu bräunen.
Gieße die Milch nach und nach dazu. Rühre die Mischung nach jeder Zugabe glatt, bevor du weitere Milch angießt.
Lass die Sauce unter Rühren aufkochen und anschließend ungefähr fünf Minuten sanft köcheln. Würze sie mit Salz, Pfeffer und etwas frisch geriebener Muskatnuss.
Die Béchamel soll cremig sein, sich aber noch gut über Gemüse und Nudelplatten verteilen lassen. Ist sie durch längeres Köcheln sehr dick geworden, rühre bei Bedarf schluckweise zusätzliche Milch unter.
4. Die Lasagne einschichten
Heize den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vor.
Verteile zunächst etwas Béchamelsauce auf dem Boden der Auflaufform. Lege eine Lage Lasagneplatten darauf. Brich die Platten bei Bedarf passend zurecht und vermeide dicke Überlappungen.
Verteile darauf einen Teil des Gemüses samt etwas Garflüssigkeit und anschließend wieder Sauce. Wiederhole die Schichten, bis die Zutaten aufgebraucht sind.
Schließe mit Lasagneplatten und einer ausreichend großen Portion Béchamel ab. Die obersten Platten sollen vollständig bedeckt sein – auch an den Ecken und am Rand.
Streue den geriebenen Bergkäse darüber.
5. Backen und die Walnusskruste vollenden
Backe die Kürbis-Lauch-Lasagne auf der mittleren Schiene zunächst etwa 20–25 Minuten.
Verteile anschließend die gehackten Walnüsse auf der Oberfläche und backe die Lasagne weitere etwa 15 Minuten. Damit beträgt die gesamte Backzeit ungefähr 35–40 Minuten.
Kontrolliere gegen Ende den Gargrad: Stich mit einem schmalen Messer bis in die Mitte der Lasagne. Die Nudelplatten sollen keinen deutlich harten Widerstand mehr bieten.
Sind die Platten noch fest, verlängere die Backzeit und prüfe erneut. Wird die Oberfläche dabei zu dunkel, decke die Form locker mit einer geeigneten ofenfesten Abdeckung ab.
6. Vor dem Anschneiden ruhen lassen
Nimm die fertige Lasagne aus dem Ofen und lasse sie zehn Minuten ruhen.
Schneide sie anschließend in vier Portionen und hebe die Stücke mit einem breiten Pfannenwender aus der Form.

Worauf es bei dieser Kürbis-Lauch-Lasagne ankommt
Die Nudelplatten brauchen überall Kontakt zur Sauce
Verteile die Sauce sorgfältig zwischen den Schichten und bis an die Ränder. Trockene Ecken, größere Lücken in der Sauce und mehrfach übereinanderliegende Platten solltest du vermeiden.
Die angegebenen Mengen sind die Grundlage dieser Rezeptfassung. Wie viel Flüssigkeit im Gemüse verbleibt und welche Lasagneplatten du verwendest, beeinflusst das Ergebnis. Deshalb sind die Konsistenz der Sauce und die Garprobe wichtiger als eine minutengenau eingehaltene Backzeit.
Den Kürbis gleichmäßig schneiden
Orientiere dich an ungefähr einem Zentimeter großen Würfeln. Sehr unterschiedlich große Stücke erschweren eine gleichmäßige Garung.
Prüfe nach dem Vorgaren besonders die größeren Würfel: Sie sollen nicht mehr völlig roh und hart sein, aber auch noch nicht zerfallen.
Die Walnüsse erst gegen Ende aufstreuen
In dieser Zubereitung kommen die Walnüsse erst für den letzten Teil der Backzeit auf die Lasagne. Kontrolliere trotzdem ihre Bräunung, besonders wenn dein Ofen von oben kräftig heizt.
Hacke die Kerne so, dass kleine Stückchen erhalten bleiben. Verteile sie gleichmäßig, statt einzelne größere Häufchen auf die Oberfläche zu setzen.
Weitere Ideen für deinen Vorrat findest du in unserer Sammlung mit herzhaften und süßen Walnuss-Rezepten.
Was passt zur Kürbis-Lauch-Lasagne?
Als Begleitung bietet sich ein kleiner Blattsalat mit einer eher säuerlichen Vinaigrette an. Probiere beispielsweise Endivien oder Feldsalat mit Apfelessig, etwas Senf und Öl.
Die Lasagne selbst ist bereits als Hauptgericht für vier Personen gedacht. Zusätzliche Kartoffeln, Reis oder Brot sind deshalb nicht erforderlich.
Zum Servieren kannst du etwas frisch gemahlenen Pfeffer auf den Tisch stellen. Salze lieber erst nach dem Probieren nach: Gerade kräftiger Bergkäse bringt einen deutlich würzigen Geschmack mit.
Reste richtig aufbewahren und aufwärmen
Teile übrig gebliebene Lasagne in kleinere Portionen und fülle sie in flache, geeignete Behälter. Lass sie zügig abkühlen und stelle sie zeitnah in den Kühlschrank, statt die große Form mehrere Stunden auf der Arbeitsplatte stehen zu lassen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, Reste gegarter Speisen gekühlt aufzubewahren und innerhalb von zwei bis drei Tagen zu verbrauchen.
Beim Aufwärmen soll die Lasagne an allen Stellen, also auch im Inneren, mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Im Zweifel lässt sich das mit einem Küchenthermometer prüfen. Eine heiße Oberfläche allein ist kein ausreichender Anhaltspunkt.
Übrigen Kürbis für ein zweites Gericht nutzen
Ein größerer Hokkaido liefert häufig mehr als die hier benötigten 600 Gramm. Vergrößere deshalb nicht einfach die Gemüsemenge in derselben Form, sondern plane den übrigen Kürbis für ein weiteres Gericht ein.
Eine passende Abwechslung sind unsere Kürbis-Kartoffel-Gnocchi mit Salbeibutter. So entstehen aus derselben Ernte zwei unterschiedliche Hauptgerichte: einmal eine herzhafte Lasagne mit Lauch und Walnusskruste, einmal selbst gemachte Gnocchi.
Wichtig bei Kürbis aus dem Garten: Verwende ausschließlich Speisekürbisse. Schmeckt ein Kürbis ungewöhnlich bitter, darf er nicht für das Gericht verwendet werden und muss entsorgt werden.

Hobbykoch, Gartenliebhaber und Autor